Küche im Neubau: früh planen, richtig vorbereiten
Küche im Neubau: Zeitpunkt der Planung, Anschlüsse im Rohbau, Insel-Elektro im Boden, Fensterhöhen, Abluft – Koordination mit Baufirma und Elektriker.
Raum & Situation · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Die Küche im Neubau wird am besten geplant, bevor Elektro- und Sanitärinstallation beginnen und lange bevor der Estrich kommt – also im Rohbau, oft parallel zur Einreichplanung. Denn die Lage von Steckdosen, Drehstrom, Wasser, Abfluss, Abluft und vor allem des Bodentanks für eine Kochinsel muss feststehen, bevor Leitungen im Boden und in der Wand verschwinden. Wir in Münchendorf liefern dem Baumeister, Elektriker und Installateur einen Installationsplan mit allen Anschlüssen auf den Zentimeter und stimmen Fensterhöhen, Wandstärken und Zeitpunkt der Montage mit der Baufirma ab.
Beim Hausbau kommt die Küche in der Vorstellung der meisten Bauherren spät – irgendwann, wenn der Innenausbau läuft und man sich „endlich um das Schöne kümmern“ kann. In Wirklichkeit ist die Küche der Raum, der im Rohbau am meisten entschieden wird: Jede Steckdose, jeder Wasseranschluss, jedes Abflussrohr und jeder Lüftungsweg liegt dann bereits fest, und ein Fenster, das ein Stück zu tief sitzt, bestimmt für Jahrzehnte, wo die Arbeitsplatte enden kann. Wer die Küche erst nach dem Estrich plant, plant um das Haus herum statt mit ihm. Auf dieser Seite erklären wir, wann im Bauablauf die Küche geplant gehört, was der Baumeister vorher wissen muss, wie Anschlüsse und Bodentank für die Insel vorbereitet werden, wie die Koordination mit Elektriker und Installateur funktioniert und wann die Küche schließlich montiert wird.
Wann plant man die Küche im Neubau?
Der richtige Zeitpunkt ist früher, als die meisten denken: sobald der Grundriss steht und bevor die Installationspläne gezeichnet werden. In dieser Phase lässt sich noch alles verschieben – ein Fenster ein Stück höher, damit die Arbeitsplatte darunter passt; eine Wand zehn Zentimeter weiter, damit die Hochschrankwand aufgeht; eine Tür, die nicht in die Küchenzeile schlägt. Später, wenn die Mauern stehen, sind diese Änderungen teuer oder unmöglich. Idealerweise sitzen wir mit Ihnen am Tisch, wenn der Einreichplan vorliegt und der Polierplan noch nicht fertig ist.
Spätestens aber muss die Küche geplant sein, bevor der Elektriker und der Installateur mit den Rohinstallationen beginnen – das ist meist einige Wochen vor dem Estrich. Ab diesem Moment liegen Leitungen in Wand und Boden, und was dann nicht vorgesehen ist, wird nachträglich gestemmt. Viele Bauherren kommen mit dem Satz „wir haben noch Zeit, die Küche kommt erst in einem Jahr“ – und haben Recht, was die Montage betrifft, aber nicht, was die Planung betrifft. Die Planung braucht ein paar Wochen, die Fertigung beginnt erst, wenn der Bau so weit ist. Wir legen den Zeitplan beim ersten Gespräch mit Ihrem Bauzeitplan übereinander.
- Ideal: Küchenplanung parallel zur Einreichplanung, solange Fenster und Wände noch verschiebbar sind
- Spätestens: vor Beginn der Elektro- und Sanitärinstallation, Wochen vor dem Estrich
- Planung früh, Fertigung erst nach Baufortschritt – der Zeitplan passt sich dem Bau an
Was der Baumeister vor dem Rohbau wissen muss
Die Küche stellt Anforderungen an das Haus, die in keinem Standardplan stehen. Fensterhöhen: Eine Arbeitsplatte liegt je nach Körpergröße zwischen 88 und 98 Zentimetern, dazu kommt eine Rückwand oder ein Spritzschutz; ein Fenster, dessen Parapet darunter liegt, kollidiert mit der Platte. Wir geben dem Planer deshalb die Parapethöhe vor, die zur Arbeitshöhe passt. Wandstärken und Vorsatzschalen: Ein Abluftrohr, ein Abflussrohr mit Gefälle oder eine Installationswand für den Geschirrspüler braucht Platz, den eine dünne Innenwand nicht hat. Nischen und Vorsprünge: Wenn der Kühlschrank in eine Mauernische soll, muss sie auf den Zentimeter passen, inklusive Belüftung.
Und dann die Abluft. Im Neubau ist ein Abluftabzug mit Mauerkasten leicht möglich, wenn das Rohr im Rohbau vorgesehen wird; nachträglich ist es ein Durchbruch durch eine gedämmte Außenwand. Bei einem Haus mit kontrollierter Wohnraumlüftung ist das Zusammenspiel mit dem Lüftungsplaner zu klären, weil Abluft die Druckverhältnisse im Haus verändert; oft ist dort Umluft oder ein Kochfeldabzug mit Umluft die passende Lösung. Alle diese Punkte stehen in unserem Installationsplan, den der Baumeister in den Polierplan übernimmt – und wir sprechen auf Wunsch direkt mit Ihrem Planer oder Ihrer Baufirma.
Anschlüsse für die Küche: Strom, Wasser, Abfluss, Licht
Eine moderne Küche braucht mehr Anschlüsse, als ein Standard-Elektroplan vorsieht. Drehstrom für das Induktionskochfeld; eigene Stromkreise für Backofen, Dampfgarer, Geschirrspüler, Kühl-Gefrier-Kombination und Kaffeevollautomat; Steckdosen in der Nische zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank, mehr als man glaubt, denn Mixer, Toaster und Wasserkocher wandern; Anschlüsse für Licht unter den Oberschränken, in Laden und Vitrinen, für Sockelbeleuchtung und für den Abzug; Leerrohre für Netzwerk oder eine Ladestation in der Lade. Jede dieser Positionen hat in unserem Installationsplan eine Höhe und eine Lage – gemessen von einem festen Bezugspunkt, nicht „ungefähr links vom Fenster“.
Beim Wasser gilt dasselbe: Kalt- und Warmwasser sowie Abfluss für die Spüle, ein eigener Anschluss für den Geschirrspüler, gegebenenfalls Wasser für Kühlschrank mit Eiswürfelbereiter oder für eine Armatur mit Kochendwasser. Der Abfluss muss mit Gefälle zur Steigleitung laufen, was die Lage der Spülzone mitbestimmt. Der Vorteil im Neubau: Alles lässt sich dort vorsehen, wo die Küche es braucht, und nichts muss nachträglich gestemmt werden. Der Nachteil: Was jetzt vergessen wird, fehlt für immer – oder kostet später ein Vielfaches. Unser Plan ist daher bewusst großzügig und mit Reserven.
- Drehstrom für Induktion, eigene Kreise für Backofen, Geschirrspüler, Kühlen
- Steckdosen in der Nische reichlich planen, Lichtkreise für Oberschrank, Laden, Sockel
- Wasser, Warmwasser und Abfluss für Spüle und Geschirrspüler, Gefälle zur Steigleitung
- Leerrohre für Netzwerk, Ladestation und spätere Erweiterungen
Bodentank für die Kochinsel: vor dem Estrich oder nie
Die Kochinsel ist der Punkt, an dem die Neubauplanung am meisten Vorsprung bringt. Eine Insel mit Kochfeld braucht Drehstrom, eine Insel mit Spüle braucht Wasser und Abfluss, und beide brauchen Steckdosen für Geräte, die auf der Insel benutzt werden – und all das kommt von unten, aus dem Boden. Dafür wird im Rohbau ein Bodentank gesetzt: ein Installationskasten, der in der Dämmebene unter dem Estrich sitzt und in dem die Leitungen enden; die Küche wird später darüber gebaut. Die Lage dieses Tanks muss auf wenige Zentimeter genau stimmen, weil er innerhalb des Sockels der Insel liegen muss, unsichtbar und zugänglich zugleich.
Das setzt voraus, dass die Insel fertig geplant ist, bevor der Estrich kommt: ihre Länge, Breite, Position im Raum, die Lage von Kochfeld oder Spüle und der Sockelrücksprung. Ein Abfluss aus dem Boden braucht zudem Gefälle zur nächsten Steigleitung und ein Estrichpaket, das hoch genug ist – auch das wird mit dem Installateur abgestimmt, bevor der Fußbodenaufbau festgelegt wird. Ist der Estrich einmal drin, bleibt für eine nachträgliche Insel nur ein Podest oder eine Kernbohrung durch die Decke. Wir markieren die Position des Bodentanks mit Ihnen gemeinsam auf dem Rohboden und geben sie dem Installateur als Maß vom Rohbau-Bezugspunkt weiter.
Koordination mit Baufirma, Elektriker und Installateur
Eine Küche im Neubau ist ein Gemeinschaftsprojekt von vier Gewerken: Baufirma, Elektriker, Installateur und Tischler. Damit das funktioniert, braucht es einen Plan, den alle lesen, und eine Reihenfolge, die alle kennen. Unser Installationsplan zeigt Grundriss und Ansichten der Küche mit jedem Anschluss – Höhe, Lage, Art, Leistung – und den Bodentank, und er geht an alle Beteiligten. Wir sprechen auf Wunsch direkt mit Ihrem Elektriker und Installateur, klären Rückfragen und prüfen vor dem Estrich und vor dem Verputzen gemeinsam, ob alles dort sitzt, wo es sitzen soll. Ein Nachmessen im Rohbau, bevor die Leitungen verschwinden, erspart jeden Streit darüber, wer eine Steckdose vergessen hat.
Auf der Baustelle gilt die Reihenfolge: Rohinstallation, Estrich, Verputzen, Malerarbeiten, Boden, dann die Küche – und nach der Küche nur noch Feinmontage von Armatur, Geräten und Licht. Wird die Küche zu früh montiert, leidet sie unter Staub, Feuchtigkeit und Handwerkern; zu spät, und die Familie zieht ohne Küche ein. Wir legen den Montagetermin mit Ihrer Baufirma fest, stimmen ihn mit dem Bodenleger ab und brauchen dafür einen trockenen, verputzten, ausgemalten Raum mit fertigem Boden und funktionierenden Anschlüssen. Die Fertigung in unserer Werkstatt beginnt erst, wenn das Naturmaß im verputzten Rohbau genommen ist – nach Plan bauen wir nicht, weil Pläne und Häuser selten gleich groß sind.
- Ein Installationsplan für alle Gewerke: Lage, Höhe, Art und Leistung jedes Anschlusses
- Gemeinsame Kontrolle vor Estrich und vor dem Verputzen
- Reihenfolge: Rohinstallation, Estrich, Putz, Maler, Boden, dann Küche
- Naturmaß im verputzten Raum, erst dann beginnt die Fertigung
Typische Fehler bei der Küche im Neubau
Der häufigste Fehler ist das Fenster: Es sitzt auf der Standardhöhe des Hausplans, die Arbeitsplatte soll aber darunter durchlaufen, und am Ende steht die Platte fünf Zentimeter zu hoch oder das Fenster wird zum Problem für die Rückwand. Der zweite ist die vergessene Insel: Im Plan war nur eine Zeile vorgesehen, beim Einzug soll es doch eine Insel sein, und der Estrich ist längst drin. Der dritte sind die Steckdosen – zu wenige, an der falschen Stelle, auf der falschen Höhe, weil der Elektriker nach Hausstandard und nicht nach Küchenplan gesetzt hat. Der vierte ist die Abluft, die niemand im Rohbau vorgesehen hat, und der fünfte die Türe, die in die Küchenzeile schlägt.
Alle fünf haben dieselbe Ursache: Die Küche wurde nach dem Haus geplant statt mit ihm. Deshalb bestehen wir darauf, vor dem Installationsplan am Tisch zu sitzen, und deshalb bekommen Baufirma und Installateure von uns einen Plan, der jedes dieser Themen vorwegnimmt. Was es nicht gibt, sind Nachbesserungen am fertigen Haus, die aus dem Budget für die Küche bezahlt werden – im Angebot steht jede Position, der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen, und was das Haus braucht, steht in einem eigenen Plan für die Gewerke des Baus.
So starten Sie die Küchenplanung im Neubau
Sie brauchen für ein erstes Gespräch nicht mehr als Ihren Grundriss – gerne der Einreichplan oder eine Skizze mit Maßen – und eine Vorstellung, wie Sie kochen und leben: Insel oder Zeile, Esstisch in der Küche, wie viele Personen, welche Geräte. Daraus entwickeln wir einen Vorentwurf und eine erste Liste dessen, was das Haus vorsehen muss. Dieser Vorentwurf geht an Ihren Planer, bevor die Installationspläne gezeichnet werden. Wenn der Rohbau steht, folgen Naturmaß, Detailplanung, Visualisierung und die Materialwahl im Schauraum in Münchendorf oder Wien – Fronten, Dekton als Arbeitsplatte, Geräte, Licht.
Das Angebot enthält alle Positionen und einen Fixpreis vor Auftrag; die Fertigung dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen ab Freigabe und wird so gelegt, dass die Küche fertig ist, wenn das Haus es ist. Montage in wenigen Tagen durch unser eigenes Team, abgestimmt mit Ihrer Baufirma. Wir betreuen Neubauten in ganz Niederösterreich und Wien – von Mödling und Baden bis Wiener Neustadt, Tulln und St. Pölten. Schicken Sie uns den Grundriss, und Sie haben innerhalb von 24 Stunden eine Antwort, was in Ihrem Bauzeitplan jetzt zu tun ist.
Ihr Haus ist in Planung oder im Rohbau – und die Küche noch nicht? Dann ist jetzt der richtige Moment: Schicken Sie uns den Grundriss, und wir sagen Ihnen innerhalb von 24 Stunden, was Baumeister, Elektriker und Installateur vor dem Estrich von Ihrer Küche wissen müssen – damit nichts nachträglich gestemmt wird. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Die Küche im Neubau wird im Rohbau entschieden – planen, bevor Elektriker und Installateur beginnen, lange vor dem Estrich.
- Fensterhöhen, Wandstärken, Nischen und Abluftweg gehören in den Polierplan, nicht in die Nachbesserung.
- Ein Installationsplan mit Lage, Höhe und Leistung jedes Anschlusses für alle Gewerke – und ein gemeinsames Nachmessen vor dem Estrich.
- Die Kochinsel braucht einen Bodentank in der Dämmebene unter dem Estrich – mit fertiger Inselplanung, sonst bleibt nur das Podest.
- Reihenfolge einhalten: Rohinstallation, Estrich, Putz, Maler, Boden, dann Küche; Naturmaß im verputzten Raum vor der Fertigung.
Häufige Fragen
Wann sollte ich die Küche beim Hausbau planen?
Sobald der Grundriss steht und bevor Elektro- und Sanitärpläne gezeichnet werden – idealerweise parallel zur Einreichplanung. Spätestens muss die Küche vor Beginn der Rohinstallation feststehen, also Wochen vor dem Estrich. Die Fertigung beginnt dann erst, wenn der Bau so weit ist.
Was braucht eine Kochinsel im Neubau an Vorbereitung?
Einen Bodentank unter dem Estrich, in dem Drehstrom, Steckdosen und bei einer Spüle Wasser und Abfluss ankommen. Seine Lage muss auf wenige Zentimeter genau innerhalb des Inselsockels liegen, deshalb muss die Insel vor dem Estrich fertig geplant sein. Nachträglich bleibt nur ein Podest oder eine Kernbohrung.
Welche Anschlüsse braucht eine neue Küche?
Drehstrom für das Induktionskochfeld, eigene Stromkreise für Backofen, Geschirrspüler und Kühlgeräte, reichlich Steckdosen in der Nische, Lichtkreise für Oberschränke, Laden und Sockel, Anschluss für den Abzug, Kalt- und Warmwasser sowie Abfluss für Spüle und Geschirrspüler. Wir liefern dafür einen Installationsplan mit allen Maßen.
Wer koordiniert Baufirma, Elektriker und Installateur für die Küche?
Wir liefern den Plan und sprechen auf Wunsch direkt mit den Gewerken. Vor dem Estrich und vor dem Verputzen prüfen wir gemeinsam, ob alle Anschlüsse dort sitzen, wo der Plan sie vorsieht – so gibt es keine vergessenen Steckdosen und keine Diskussion, wer verantwortlich war.
Wann wird die Küche im Neubau montiert?
Nach Estrich, Putz, Malerarbeiten und Boden, wenn der Raum trocken ist und die Anschlüsse funktionieren. Das Naturmaß nehmen wir im verputzten Raum, die Fertigung dauert dann meist fünf bis sechs Wochen, die Montage wenige Tage – abgestimmt mit Ihrer Baufirma.
Brauche ich im Neubau Abluft oder Umluft?
Im Neubau ist Abluft leicht vorzusehen, wenn das Rohr im Rohbau geplant wird. Bei Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung ist das Zusammenspiel mit dem Lüftungsplaner zu klären; oft ist dort ein Kochfeldabzug mit Umluft die stimmigere Lösung. Beides planen wir mit dem Lüftungskonzept des Hauses.
Was brauche ich für ein erstes Gespräch über die Küche im Neubau?
Den Grundriss – Einreichplan oder Skizze mit Maßen – und ein paar Sätze zu Ihrem Alltag: Insel oder Zeile, Personenzahl, Geräte. Daraus machen wir einen Vorentwurf und eine Liste für Ihren Planer. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.
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