Welche Geräte gehören in die neue Küche?

Küchengeräte auswählen: Kochfeld, Backofen, Dampfgarer, Kühl-Gefrier, Geschirrspüler, Abzug – Nutzen, Größen, Energie, Einbauhöhen und Marken, ehrlich bewertet.

Geräte & Technik · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04

Kurz gesagt: In eine neue Küche gehören fünf Geräte, die fast jeder täglich nutzt: Induktionskochfeld, Backofen, Dunstabzug, Kühl-Gefrier-Kombination und Geschirrspüler. Alles Weitere – Dampfgarer, Wärmeschublade, Weinklimaschrank – richtet sich danach, wie Sie kochen und leben. Bei der Auswahl zählen Nischenmaße, Energieverbrauch, Lautstärke und Bedienung mehr als die Zahl der Programme; wir in Münchendorf legen die Geräte deshalb gemeinsam mit Ihnen fest, bevor der Korpus gezeichnet wird.

Die Geräteauswahl ist der Teil der Küchenplanung, bei dem die meisten Menschen am längsten zögern. Die Kataloge sind dick, die Unterschiede zwischen den Serien klein gedruckt, und am Ende hängt an jedem Gerät nicht nur Geld, sondern auch ein Stück Alltag: Wer jeden Tag kocht, spürt ein schlechtes Kochfeld schneller als eine falsche Frontfarbe. Diese Seite ordnet die Küchengeräte nach ihrem tatsächlichen Nutzen, erklärt die Maße und Begriffe, die für den Einbau wichtig sind, und zeigt, wie wir die Geräte in die Maßplanung einbinden – damit die Nische zum Gerät passt und nicht umgekehrt.

Welche Küchengeräte braucht man wirklich?

Ehrlich betrachtet kommt der Alltag in den meisten Haushalten mit fünf Geräten aus: Kochfeld, Backofen, Dunstabzug, Kühl- und Gefriergerät und Geschirrspüler. Das ist die Grundausstattung, die wir in nahezu jede Küche einplanen – unabhängig von Stil und Größe. Alles darüber hinaus ist eine Frage der Gewohnheiten. Wer viel Gemüse und Fisch zubereitet, gewinnt mit einem Dampfgarer mehr als mit einem zweiten Backofen. Wer Gäste hat, freut sich über eine Wärmeschublade. Wer selten bäckt, braucht keine Pyrolyse.

Wir fragen im Erstgespräch deshalb nicht „welche Geräte wollen Sie“, sondern „wie kochen Sie“. Wie oft gibt es warmes Essen, für wie viele Personen, was wird eingefroren, wer räumt den Geschirrspüler aus? Aus den Antworten entsteht eine Liste, die zu Ihnen passt – und oft kürzer ist, als Sie erwartet hätten. Das frei werdende Budget fließt dann lieber in das Kochfeld oder in die Arbeitsplatte, die Sie täglich sehen und berühren.

Kochfeld: Induktion ist heute die erste Wahl

Induktion hat Glaskeramik mit Strahlungsheizung in neuen Küchen weitgehend abgelöst – aus gutem Grund. Die Energie entsteht direkt im Topfboden, die Platte selbst bleibt vergleichsweise kühl, Übergekochtes brennt nicht ein, und das Ankochen geht deutlich schneller. Für Haushalte mit Kindern ist der Sicherheitsgewinn spürbar. Flexible Zonen, bei denen Töpfe und Bräter frei auf einer Fläche stehen, sind inzwischen auch in mittleren Serien erhältlich.

Beim Maß lohnt ein Blick über die üblichen 60 cm hinaus. Ein 80 oder 90 cm breites Kochfeld schafft Platz für zwei große Pfannen nebeneinander und wirkt in einer Insel ausgewogener. Die Entscheidung muss früh fallen, weil Ausschnitt in der Arbeitsplatte, Unterschrank und Stromanschluss davon abhängen. Wer über ein Kochfeld mit integriertem Abzug nachdenkt, sollte zusätzlich die Tiefe des Unterschranks und die Luftführung im Blick haben – dazu gibt es eine eigene Seite.

Backofen, Dampfgarer, Kombigerät: was sich lohnt

Der klassische Backofen mit Heißluft, Ober-/Unterhitze und Grill deckt neunzig Prozent aller Anwendungen ab. Die spannendere Frage ist, ob ein zweites Gerät dazukommt – und welches. Ein reiner Dampfgarer ist wunderbar für Gemüse, Reis und Fisch, bleibt aber ein Spezialist. Ein Kombi-Dampfbackofen vereint Backen und Dämpfen in einem Gehäuse und ist für viele Haushalte das vielseitigere Zweitgerät, weil er auch Brot mit Dampfzugabe oder Aufwärmen ohne Austrocknen beherrscht.

Bei der Reinigung entscheiden Sie zwischen Pyrolyse, bei der der Ofen Rückstände bei sehr hoher Temperatur zu Asche verbrennt, und katalytischen Beschichtungen oder einfacher Handreinigung. Pyrolyse ist bequem, braucht aber einen Hochschrank mit entsprechender Wärmeabfuhr und mehr Strom pro Reinigung. Wir planen Backofen und Zweitgerät fast immer übereinander in Arbeitshöhe im Hochschrank – mit einer Abstellfläche daneben, auf der das heiße Blech landen kann.

Kühlen und Gefrieren: Volumen und Nische richtig wählen

Das Volumen des Kühlschranks sollte zum Haushalt passen, nicht zur Nische. Als grobe Orientierung rechnet man für ein bis zwei Personen mit einem kleineren Kühlteil, bei Familien mit vier oder mehr Personen mit einem großen Kühlraum und einem eigenständigen Gefrierteil – oder gleich zwei getrennten Geräten nebeneinander. Vollintegrierte Einbaugeräte folgen genormten Nischenhöhen; die gängigsten sind 88 cm, 122 cm, 158 cm und 178 cm. Wer mehr Volumen will, kombiniert zwei hohe Nischen oder wählt ein freistehendes Gerät, das wir mit Seitenwangen und Oberschrank einfassen.

Wichtig für den Einbau ist die Belüftung: Die Abwärme des Kompressors muss über Sockel und Rückwand abziehen können, sonst steigt der Verbrauch und die Lebensdauer sinkt. Wir halten die Lüftungsquerschnitte des Herstellers im Korpus ein und planen den Türanschlag so, dass sich die Tür zur Arbeitsfläche hin öffnet und nicht gegen die Wand. Zu Türtechnik und Nischenmaßen gibt es eine eigene, ausführliche Seite.

Geschirrspüler: 60 oder 45 cm, Standard oder erhöht?

Die meisten Haushalte sind mit einem 60 cm breiten Geschirrspüler richtig beraten. Das 45 cm schmale Gerät ist eine gute Lösung für Singlehaushalte oder sehr kleine Küchen, hat aber bei Töpfen und Pfannen spürbar weniger Spielraum. Bei der Höhe gibt es Standardgeräte für Nischen ab etwa 81,5 cm und niedrigere Varianten für Küchen mit flacherer Arbeitshöhe; die Herstellerangaben nennen jeweils einen Bereich, der durch verstellbare Füße abgedeckt wird.

Ein Thema, das wir gerne ansprechen: der erhöhte Einbau. Ein Geschirrspüler, der 30 bis 40 cm über dem Boden sitzt, schont den Rücken beim Ein- und Ausräumen erheblich. Das kostet eine Lade darunter, bringt aber im Alltag mehr als jedes zusätzliche Spülprogramm. Ob das in Ihrer Küche passt, klären wir beim Vor-Ort-Termin – es hängt von der Lage der Spüle und der Anschlüsse ab. Zur Lautstärke: Werte um 40 dB gelten als leise und sind für offene Wohnküchen empfehlenswert.

Energielabel richtig lesen

Seit März 2021 gilt für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Weinlagerschränke die neue EU-Skala von A bis G ohne Plus-Klassen. Die Grenzen wurden bewusst streng gesetzt, damit Luft nach oben bleibt: Ein Gerät, das früher A++ trug, findet sich heute oft in Klasse C oder D wieder, ohne dass es schlechter geworden wäre. Für Backöfen und Dunstabzugshauben läuft die Umstellung gestaffelt; dort begegnen Ihnen teils noch die alten Klassen. Entscheidend ist also, die Skala zu kennen, auf der ein Gerät steht, bevor man Buchstaben vergleicht.

Im Alltag zählt beim Kühlschrank der Jahresverbrauch in Kilowattstunden, weil er rund um die Uhr läuft. Beim Geschirrspüler sind Wasserverbrauch und die Lautstärke in dB ebenso wichtig wie die Effizienzklasse. Wir legen Ihnen im Schauraum die Datenblätter nebeneinander und rechnen den Verbrauch auf Ihre Nutzung um – oft ist die Serie knapp über der Einstiegsklasse die wirtschaftlichere Wahl über die Lebensdauer.

Marken, Serien und Garantie: wie wir das handhaben

Wir verbauen Geräte führender Marken, die Sie in jedem Fachhandel finden, und sind an keinen Hersteller gebunden. Das erlaubt uns, innerhalb einer Küche zu mischen: ein hochwertiges Kochfeld, ein solider Geschirrspüler aus der mittleren Serie, ein Kühlschrank, dessen Verbrauch überzeugt. Gerätenummern und Datenblätter stehen im Angebot – Sie können also jederzeit vergleichen. Wichtiger als der Markenname ist uns, dass Service und Ersatzteile in Österreich gut verfügbar sind.

Viele Kund:innen fragen, ob sie Geräte selbst kaufen und anliefern lassen können. Das ist möglich, hat aber einen Haken: Passt die Nische nicht millimetergenau oder fehlt ein Zubehörteil, stehen am Montagetag zwei Parteien im Raum, die sich gegenseitig verweisen. Kommen die Geräte über uns, tragen wir die Verantwortung für Maß, Anlieferung, Einbau und Erstinbetriebnahme – und bei einem Defekt in der Garantiezeit koordinieren wir den Werkskundendienst.

Warum die Geräte vor dem Korpus feststehen müssen

In einer Maßküche ist jedes Gerät eine Maßvorgabe. Die Nischenhöhe des Kühlschranks bestimmt die Höhe des Hochschranks, die Einbautiefe des Backofens die Tiefe der Hochschrankzeile, der Ausschnitt des Kochfelds die Aufteilung des Unterschranks. Ändert sich ein Gerät nachträglich, wandert die Änderung durch die ganze Zeichnung. Deshalb legen wir die Geräteliste vor der Fertigungsfreigabe gemeinsam fest – mit Typenbezeichnung, Nischenmaß und Anschlussdaten.

Das klingt nach Aufwand, ist in der Praxis aber ein Termin: Im Schauraum besprechen wir Ihre Gewohnheiten, grenzen die Serien ein und prüfen die Datenblätter gegen den Plan. Danach steht die Liste, das Angebot enthält jede Position, und der Preis ist fix, bevor Sie beauftragen. Der Rest – Bestellung, Lieferung aufs Montagedatum, Einbau durch unser Team – läuft ohne Ihr Zutun.

Unsicher, welche Geräte in Ihre Küche gehören? Erzählen Sie uns kurz, wie Sie kochen – wir stellen daraus im Schauraum eine Geräteliste zusammen, die zu Ihrem Alltag und zum Budget passt. Kostenlos, unverbindlich, Antwort innerhalb von 24 Stunden. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Fünf Geräte decken den Alltag ab: Induktionskochfeld, Backofen, Abzug, Kühl-Gefrier-Kombination, Geschirrspüler – alles Weitere folgt den Kochgewohnheiten.
  2. Induktion ist in neuen Küchen Standard; 80 oder 90 cm Breite bringen spürbar mehr Platz als 60 cm.
  3. Nischenmaße (Kühlschrank 88/122/158/178 cm, Geschirrspüler 45/60 cm) bestimmen den Korpus – Geräte deshalb vor der Fertigung festlegen.
  4. Beim Energielabel die Skala beachten: Seit 2021 gilt A–G ohne Plus-Klassen, ein C von heute ist kein schlechtes Gerät.
  5. Geräte über den Tischler bedeuten eine Verantwortung für Maß, Einbau und Service – kein Hin und Her am Montagetag.

Häufige Fragen

Welche Küchengeräte sind die wichtigsten?

Kochfeld, Backofen, Dunstabzug, Kühl-Gefrier-Gerät und Geschirrspüler bilden die Grundausstattung. Sie werden täglich genutzt und sollten den größten Teil des Gerätebudgets bekommen. Dampfgarer, Wärmeschublade oder Weinklimaschrank sind sinnvolle Ergänzungen, wenn sie zu Ihren Gewohnheiten passen.

Induktion oder Ceranfeld – was ist besser?

Induktion kocht schneller, verbraucht weniger Energie, bleibt an der Oberfläche kühler und lässt sich leichter reinigen. Glaskeramik mit Strahlungsheizung ist günstiger in der Anschaffung, aber in neuen Küchen kaum mehr die erste Wahl. Voraussetzung für Induktion ist magnetisierbares Kochgeschirr.

Wie groß sollte der Kühlschrank für eine Familie sein?

Für vier oder mehr Personen empfehlen wir eine hohe Nische von 178 cm mit großem Kühlteil oder zwei getrennte Geräte für Kühlen und Gefrieren nebeneinander. Entscheidend ist das Nutzvolumen laut Datenblatt, nicht die Außenhöhe.

Was bedeuten die neuen Energielabel-Klassen?

Seit 2021 gilt für Kühlgeräte, Geschirrspüler und Weinlagerschränke eine Skala von A bis G ohne Plus-Klassen. Die Grenzen sind strenger als früher, deshalb landen sehr sparsame Geräte heute oft in B, C oder D. Vergleichen Sie zusätzlich den Jahresverbrauch in kWh.

Kann ich meine Küchengeräte selbst kaufen und vom Tischler einbauen lassen?

Grundsätzlich ja. Wir empfehlen es aber nicht, weil bei Maß- oder Zubehörproblemen am Montagetag die Verantwortung geteilt ist. Kommen die Geräte über uns, prüfen wir die Datenblätter gegen den Plan, liefern passend zum Montagetermin und übernehmen Einbau und Inbetriebnahme.

Welche Geräte sollte man in Arbeitshöhe einbauen?

Backofen und Dampfgarer gehören in den Hochschrank, sodass die Ofentür etwa zwischen Hüfte und Brust liegt. Auch der Geschirrspüler lässt sich 30 bis 40 cm erhöht einbauen, was den Rücken beim Ausräumen schont. Beides planen wir beim Vor-Ort-Termin anhand Ihrer Körpergröße.

Wie starte ich mit der Geräteauswahl für meine neue Küche?

Notieren Sie, was Sie heute täglich nutzen und was Sie vermissen, und schicken Sie uns ein Foto der aktuellen Küche. Beim kostenlosen Erstgespräch im Schauraum grenzen wir die Geräte gemeinsam ein; die Liste mit Typen und Maßen steht dann vor der Planung fest – und mit ihr der Fixpreis.

Das passt dazu: Kochfeld mit Abzug · Dunstabzug · Geräte in Arbeitshöhe · Kühlschrank einplanen · Spülzone · Elektroplanung · /kuechenrenovierung/elektrogeraete · /einbaukuechen · Einbauküchen-Wissen

Telefon: +43 699 17777 455 · Anfrage stellen · Küchenrevitalisierung · Ablauf · Erstgespräch · Impressum