Zeitplan für die neue Küche: wann anfangen?

Zeitplan Küchenplanung: Erstgespräch, Vor-Ort-Termin, Planung, Freigabe, Fertigung 5–6 Wochen, Montage – rückwärts geplant vom Wunschtermin.

Planung & Ergonomie · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-05

Kurz gesagt: Mit der Küchenplanung sollte man etwa vier bis fünf Monate vor dem Wunschtermin beginnen: Rückwärts gerechnet braucht die Montage wenige Tage, die Fertigung in der Werkstatt meist 5 bis 6 Wochen ab Freigabe, davor liegen Planung, Materialwahl und Angebot, die je nach Entscheidungstempo zwei bis acht Wochen dauern. Wer im Neubau oder bei einer Sanierung Elektriker und Installateur koordinieren muss, rechnet noch einmal einen Monat Puffer dazu. Wir in Münchendorf planen den Zeitplan beim Erstgespräch gemeinsam vom Wunschtermin aus zurück.

Der Anruf kam Mitte November, aus Baden: Ein Paar hatte eine Wohnung gekauft, Übergabe Anfang Februar, Einzug geplant für Mitte März – und die alte Küche sollte bis dahin raus und eine neue drin sein. „Geht sich das aus?“ Die Antwort war ein vorsichtiges Ja, aber nur, weil wir den Kalender sofort von hinten aufgerollt haben: Montagewoche, davor die Fertigung, davor die Freigabe, davor die Entscheidungen. Genau so entsteht ein realistischer Zeitplan für die neue Küche – nicht vom ersten Gespräch nach vorn, sondern vom Wunschtermin zurück. Auf dieser Seite zeigen wir, welche Abschnitte feste Zeiten haben und welche Sie selbst beschleunigen oder bremsen, wann der beste Zeitpunkt für den Start ist und wie aus dem knappen Fall aus Baden am Ende ein entspannter Montagetag wurde.

Rückwärts planen: Warum der Wunschtermin am Anfang steht

Die meisten Menschen beginnen eine Küchenplanung mit der Frage „Wann sollen wir anfangen?“ und hoffen, dass sich der Rest ergibt. Besser ist die umgekehrte Frage: „Wann wollen wir in der neuen Küche kochen?“ Von diesem Datum aus lassen sich alle Schritte mit ihrer typischen Dauer nach hinten legen, und am Ende steht der Tag, an dem das erste Gespräch spätestens stattfinden sollte. Das klingt banal, verändert aber die Planung grundlegend: Plötzlich ist klar, bis wann die Fronten feststehen müssen und bis wann der Elektriker fertig sein sollte.

Die Kette hat vier Glieder. Ganz hinten die Montage – bei uns wenige Tage durch das eigene Team. Davor die Fertigung in der Werkstatt, in der Regel 5 bis 6 Wochen ab dem Tag, an dem Sie Planung und Material freigeben. Davor die Phase, in der Sie entscheiden: Vor-Ort-Termin, Entwurf, Visualisierung, Muster im Schauraum, Angebot. Und ganz vorn das Erstgespräch, auf das wir innerhalb von 24 Stunden nach Ihrer Anfrage reagieren.

Für Baden hieß das: Montage in der zweiten Märzwoche, Freigabe also spätestens Ende Jänner, Vor-Ort-Termin und Planung im Dezember und Jänner, Erstgespräch sofort. Das war machbar, weil wir die Wohnung schon vor der Übergabe mit dem Verkäufer besichtigen und messen durften – ein Detail, das wir in solchen Fällen immer zuerst klären.

Welche Abschnitte feste Zeiten haben – und welche Sie steuern

Ein Zeitplan ist nur so ehrlich wie die Unterscheidung zwischen dem, was feststeht, und dem, was von Entscheidungen abhängt. Fest sind bei uns zwei Dinge: die Fertigungszeit ab Freigabe und die Montagedauer. Beides hängt von der Werkstatt und vom Montageteam ab, beides planen wir verbindlich ein, sobald Sie beauftragen. Fest ist auch die Vorlaufzeit für Geräte, die nicht lagernd sind – ein bestimmter Dampfgarer oder eine ungewöhnliche Kühlschrankgröße kann mehrere Wochen Lieferzeit haben, und diese Wochen laufen parallel zur Fertigung, nicht danach.

Variabel ist die Phase davor. Manche Paare kommen mit einem klaren Bild, sehen die Visualisierung, legen im Schauraum zwei Muster nebeneinander und geben nach zwei Wochen frei. Andere brauchen drei Runden, weil die Insel erst zu groß, dann zu klein und dann genau richtig ist – und das ist völlig in Ordnung, denn eine Küche, die zwanzig Jahre bleibt, verträgt drei Wochen mehr Nachdenken. Wichtig ist nur, dass man diese Phase nicht unterschätzt, wenn der Termin knapp ist.

Deshalb nennen wir im Erstgespräch nicht nur ein Datum, sondern einen Entscheidungsplan: Bis wann sollte die Form stehen, bis wann die Geräte, bis wann Fronten und Platte. Wer diese Zwischentermine hält, hält den Montagetermin. Wer sie reißt, verschiebt ihn – aber dann wissentlich und ohne Überraschung.

Wann sollte ich mit der Küchenplanung beginnen? Vier typische Situationen

Die Frage nach dem richtigen Startzeitpunkt hat je nach Situation eine andere Antwort. Erste Situation: Sie tauschen eine bestehende Küche in einer bewohnten Wohnung. Hier brauchen Sie keinen Baustellenplan, nur den Übergang zwischen alt und neu. Vier Monate vor dem Wunschtermin zu beginnen ist komfortabel, drei Monate gehen bei zügigen Entscheidungen. Die alte Küche bleibt bis zum Tag vor der Montage in Betrieb, wir demontieren sie am ersten Montagetag.

Zweite Situation: Wohnungskauf mit Sanierung, wie in Baden. Hier konkurriert die Küche mit Boden, Elektrik, Malerarbeiten und oft einem Bad. Die Küche kommt als letztes Gewerk, aber sie muss als erstes geplant sein, weil Elektriker und Installateur ihre Anschlüsse nach unserem Plan setzen. Beginnen Sie also mit der Küchenplanung, bevor die anderen Gewerke starten – fünf bis sechs Monate vor dem Einzug sind hier realistisch.

Dritte Situation: Neubau. Dort ist der Zeitpunkt noch früher, weil Steckdosen in der Insel, Abluft durch die Wand und die Höhe der Fensterbrüstung schon im Rohbau entschieden werden. Idealerweise planen wir die Küche, sobald der Grundriss feststeht, auch wenn die Montage erst ein Jahr später ist. Vierte Situation: Ein fixer Termin wie eine Hochzeit, ein Familienfest oder die Geburt eines Kindes. Hier rechnen wir rückwärts und sagen ehrlich, ob es sich ausgeht – und wenn nicht, welche Vereinfachung es möglich machen würde.

Aus der Werkstatt: die Wohnung in Baden und der knappe Februar

Zurück nach Baden. Die Ausgangslage im November: Wohnung aus den 1970er-Jahren, 11 Quadratmeter Küche, ein Fenster, Übergabe am 3. Februar, Einzug Mitte März, dazwischen sollten Boden und Wände neu gemacht werden. Die Wünsche: L-Küche mit Hochschrankwand, Dekton-Platte, weiße Mattlackfronten, Geschirrspüler erhöht. Das Problem: Zwischen Übergabe und Einzug lagen nur sechs Wochen, und die Fertigung allein braucht fünf bis sechs.

Die Entscheidung: Wir haben den Verkäufer um einen Vor-Ort-Termin vor der Übergabe gebeten, Ende November das Naturmaß genommen und bis Mitte Dezember die Planung mit Visualisierung fertiggestellt. Das Paar hat zwischen den Feiertagen die Muster im Schauraum in Wien angesehen – Dekton in heller Marmoroptik gegen eine ruhige Sandfarbe, am Ende wurde es die ruhige – und am 10. Jänner freigegeben. Die Fertigung lief ab diesem Tag in Münchendorf, während die Wohnung noch dem Verkäufer gehörte. Elektriker und Maler bekamen unseren Plan mit allen Anschlusspunkten und arbeiteten in den ersten drei Februarwochen.

Das Ergebnis: Montage am 24. und 25. Februar, Übergabe am Nachmittag des zweiten Tages, drei Wochen vor dem Einzug. Der Puffer war am Ende größer als gedacht, weil die Entscheidungsphase so zügig lief – nicht, weil wir schneller gefertigt hätten. Genau das ist die Lehre aus Baden: Die Zeit, die Sie gewinnen können, liegt vorn im Kalender, nicht hinten.

Die anderen Gewerke: Elektriker, Installateur, Boden – in welcher Reihenfolge?

Eine neue Küche ist selten das einzige, was sich in einer Wohnung ändert. Und die Reihenfolge der Gewerke entscheidet oft mehr über den Zeitplan als die Küche selbst. Die Grundregel: Zuerst alles, was in Wänden und Böden passiert, dann die Küche, dann das Finish. Konkret heißt das, dass Elektro- und Wasserleitungen vor der Küchenmontage verlegt und geprüft sein müssen, die Wände gespachtelt und mindestens grundiert, der Boden verlegt – ja, auch unter der Küche, weil eine Küche, die auf dem Estrich steht, bei einem späteren Bodentausch zum Problem wird.

Dafür müssen Elektriker und Installateur wissen, wo die Anschlüsse hinkommen. Wir geben nach der Freigabe einen Installationsplan mit allen Positionen aus: Starkstrom fürs Kochfeld, Steckdosen in Nische und Insel, Wasser und Abfluss, Abluft, Lichtkreise. Dieser Plan ist der Grund, warum die Küchenplanung vor den anderen Gewerken fertig sein muss – nicht die Montage, die Planung.

In der Praxis koordinieren wir die Termine gerne mit: Wir sagen dem Elektriker, bis wann wir die Anschlüsse brauchen, und prüfen beim Montagestart, ob alles an der richtigen Stelle sitzt. Für den Endanstrich der Wände empfehlen wir übrigens, ihn nach der Montage zu machen, weil bei der Montage immer eine Spur an der Wand bleibt. Der Maler kommt also zweimal: einmal grob vor uns, einmal fein nach uns.

Jahreszeiten, Feiertage, Urlaub: was den Kalender heimlich verschiebt

Ein Zeitplan auf Papier kennt keine Feiertage. Der echte Kalender schon. Die Wochen um Weihnachten und Neujahr sind für Entscheidungen oft gut – man hat Zeit, sitzt zusammen, kann in den Schauraum fahren –, für Lieferungen aber schlecht, weil Gerätehersteller und Spediteure Betriebsurlaub haben. Wer im Jänner montieren will, sollte die Geräte im November bestellt haben. Der Sommer ist umgekehrt: Fertigung und Montage laufen normal, aber die Entscheidungsphase stockt, weil jemand drei Wochen am Meer ist.

Die zweite Falle sind die Nachbarn. In Wiener Wohnhäusern gibt es Hausordnungen mit Ruhezeiten, in manchen Anlagen darf an Samstagen nicht gebohrt werden. Wir fragen das vor dem Montagetermin ab, aber es hilft, wenn Sie beim Erstgespräch schon wissen, was im Haus gilt. Und die dritte Falle ist man selbst: Jede aufgeschobene Entscheidung – und sei es nur der Griff – verschiebt die Freigabe, und die Freigabe ist der Startschuss für die Fertigung.

Was Sie heute schon tun können, auch ohne Termin

Viele Menschen schieben die Küchenplanung auf, weil sie glauben, erst alles wissen zu müssen. Das Gegenteil ist richtig: Je früher das erste Gespräch, desto mehr Zeit bleibt für die Entscheidungen, die ohnehin gefällt werden müssen. Für ein Erstgespräch reichen ein paar Fotos vom Raum, die groben Maße der Wände und Ihre Vorstellung, wann Sie in der neuen Küche kochen wollen. Mehr brauchen wir nicht, um zu sagen, ob der Termin realistisch ist und wann der Vor-Ort-Termin stattfinden sollte.

Parallel lohnt es sich, drei Dinge zu klären, die später Zeit kosten: Welche Geräte Sie behalten oder neu wollen, weil Nischenmaße die Planung bestimmen. Ob andere Gewerke beteiligt sind und wer sie koordiniert. Und ob es im Haus Regeln für Lieferung und Montage gibt. Wer das beim Vor-Ort-Termin mitbringt, spart in der Entscheidungsphase meist eine ganze Runde. Der Zeitplan selbst wird Teil des Angebots: Mit dem Fixpreis vor Auftrag bekommen Sie auch den Fertigungs- und Montagezeitraum schriftlich.

Was passiert, wenn der Zeitplan trotzdem wackelt?

Nicht jeder Plan hält. Die Baufirma ist zwei Wochen hinten, der Estrich trocknet langsamer, ein Gerät ist plötzlich nicht lieferbar. Dann zählt, wie flexibel die Kette ist. Die Fertigung lässt sich nicht verkürzen, aber sie lässt sich entkoppeln: Eine fertige Küche kann einige Zeit in unserer Werkstatt bleiben, wenn die Wohnung noch nicht so weit ist. Umgekehrt lässt sich eine Montage in zwei Etappen teilen – Korpusse zuerst, Arbeitsplatte und Geräte später. Bei nicht lieferbaren Geräten schlagen wir Alternativen mit gleichem Nischenmaß vor. Und wenn ein Termin wirklich platzt, sagen wir das früh und nennen den nächsten. Weil wir mit eigenen Montageteams arbeiten statt mit Subunternehmern, telefonieren wir dafür intern, nicht über drei Firmen – Sie haben eine Ansprechperson von der Anfrage bis zur Übergabe.

Sie haben einen Termin im Kopf und wissen nicht, ob er sich ausgeht? Schicken Sie uns Wunschtermin, Fotos und grobe Maße – wir rechnen den Zeitplan rückwärts durch und sagen Ihnen innerhalb von 24 Stunden, was realistisch ist und wann wir starten sollten. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Den Zeitplan für die neue Küche vom Wunschtermin aus rückwärts rechnen: Montage, davor 5 bis 6 Wochen Fertigung, davor die Entscheidungsphase.
  2. Vier bis fünf Monate vor dem Einzug beginnen; bei Sanierung oder Neubau früher, weil Elektriker und Installateur den Küchenplan brauchen.
  3. Fest sind Fertigung und Montage – variabel ist die Entscheidungsphase davor. Dort gewinnt oder verliert man Zeit.
  4. Feiertage, Urlaub, Gerätelieferzeiten und Hausordnungen gehören in den Kalender, bevor der Montagetermin fixiert wird.
  5. Mit der Freigabe ist alles entschieden – und Sie bekommen mit dem Fixpreis auch den Fertigungs- und Montagezeitraum schriftlich.

Häufige Fragen

Wann sollte ich mit der Küchenplanung beginnen?

Beim Tausch einer bestehenden Küche etwa vier Monate vor dem Wunschtermin, bei Sanierung mit mehreren Gewerken fünf bis sechs Monate, im Neubau sobald der Grundriss feststeht. Früher zu beginnen kostet nichts – die Fertigung startet ohnehin erst mit Ihrer Freigabe.

Wie lange dauert es von der Freigabe bis zur fertigen Küche?

Die Fertigung in unserer Werkstatt in Münchendorf dauert in der Regel 5 bis 6 Wochen ab Freigabe, die Montage anschließend wenige Tage. Geräte mit längerer Lieferzeit bestellen wir sofort nach der Freigabe, damit sie parallel zur Fertigung eintreffen.

Ich ziehe in drei Monaten ein – reicht die Zeit für eine Maßküche?

Meist ja, wenn die Entscheidungsphase zügig läuft: Vor-Ort-Termin in der ersten Woche, Planung und Muster in den folgenden zwei bis drei, Freigabe nach etwa vier Wochen, dann Fertigung und Montage. Knapp wird es, wenn andere Gewerke noch nicht beauftragt sind oder Geräte lange Lieferzeiten haben.

Muss die alte Küche lange vor der Montage raus?

Nein. In bewohnten Wohnungen bleibt die alte Küche bis zum Tag vor der Montage in Betrieb; unser Team demontiert sie am ersten Montagetag. Nur wenn Boden oder Leitungen unter der Küche erneuert werden, muss sie früher weichen.

In welcher Reihenfolge kommen Elektriker, Installateur, Boden und Küche?

Zuerst die Küchenplanung, damit die Anschlusspunkte feststehen. Dann Leitungen in Wand und Boden, Spachteln und Grundieren, Bodenbelag auch unter der Küche. Dann die Küchenmontage, zuletzt der Endanstrich der Wände.

Was brauche ich, damit Sie mir sagen können, ob mein Termin realistisch ist?

Ein paar Fotos vom Raum, die groben Wandmaße und Ihren Wunschtermin. Damit antworten wir innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung und einem Vorschlag für den Vor-Ort-Termin – kostenlos und unverbindlich.

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