Was kostet eine Einbauküche nach Maß?

Kosten einer Einbauküche nach Maß: die sechs Preistreiber (Größe, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte, Technik, Sonderlösungen), Fixpreis vor Auftrag, Budget verteilen.

Kosten, Ablauf & Entscheidung · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04

Kurz gesagt: Was eine Einbauküche nach Maß kostet, hängt von sechs Preistreibern ab: Größe und Anzahl der Schränke, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte, Technik wie Beschläge und Licht sowie Sonderlösungen für Dachschräge, Altbau oder Insel. Eine Zahl ohne Planung wäre geraten – deshalb nennen wir den Preis erst nach dem Vor-Ort-Termin, dann aber als Fixpreis mit allen Positionen, der feststeht, bevor Sie beauftragen. Bei Tischlerkultur wird das Budget gemeinsam auf diese sechs Bereiche verteilt, sodass es dort wirkt, wo Sie die Küche täglich spüren.

Die Frage „Was kostet eine Einbauküche?“ ist die erste, die fast alle stellen – und die, auf die eine ehrliche Antwort ohne Planung nicht möglich ist. Nicht, weil wir den Preis verstecken, sondern weil zwei Küchen mit derselben Länge je nach Front, Platte und Geräten weit auseinanderliegen können. Was wir Ihnen auf dieser Seite stattdessen geben, ist nützlicher als eine Zahl: die sechs Bereiche, die den Preis einer Maßküche bestimmen, die Reihenfolge, in der sie wirken, und die Art, wie wir ein Budget gemeinsam verteilen, damit es an den richtigen Stellen landet. Am Ende wissen Sie, was in einem Angebot stehen muss, warum der Preis bei uns vor dem Auftrag fix ist und was Sie für ein erstes Gespräch brauchen.

Warum es keine Preisliste für Maßküchen gibt

Eine Serienküche hat einen Katalog mit Rasterschränken und Preisgruppen; eine Maßküche hat einen Plan. Jede Zeile, jeder Hochschrank, jede Platte wird für Ihren Raum gezeichnet und in unserer Werkstatt in Münchendorf gefertigt. Das macht den Preis nicht beliebig, sondern berechenbar – aber eben erst, wenn der Plan steht. Eine Zahl, die wir vorher nennen würden, wäre entweder zu hoch, weil sie alles abdecken muss, oder zu niedrig, weil sie später nicht hält.

Was wir deshalb anders machen: Wir sprechen beim ersten Gespräch offen über das Budget, das Sie sich vorstellen, und sagen ehrlich, was damit möglich ist und was nicht. Danach planen wir in dieses Budget hinein, statt eine Wunschküche zu zeichnen, die dann gekürzt werden muss. Beim Vor-Ort-Termin nimmt ein Tischlermeister das Naturmaß, und mit der Planung entsteht das Angebot – vollständig, mit jeder Position. Dieser Preis ist fix, bevor Sie beauftragen.

Preistreiber 1: Größe und Anzahl der Schränke

Der erste und naheliegendste Faktor ist die Menge: Laufmeter Zeile, Zahl der Unter-, Ober- und Hochschränke, ob eine Insel dazukommt. Eine Hochschrankwand bis zur Decke kostet mehr als eine Zeile mit Oberschränken, bringt aber auch mehr Stauraum pro Meter. Ein Auszug mit Vollauszug und Dämpfung kostet mehr als eine Tür mit Fachboden – und wird im Alltag zehnmal so oft genutzt.

Hier liegt die erste Stellschraube, die wir gemeinsam drehen: Nicht jede Wand muss verbaut werden. Oft ist eine kürzere Zeile mit durchdachtem Innenleben besser als eine lange mit halbleeren Schränken. Beim Vor-Ort-Termin fragen wir, was heute wo liegt und was fehlt; daraus entsteht die Zahl der Schränke, die Sie wirklich brauchen. Das ist in vielen Fällen weniger, als der erste Entwurf aus dem Möbelhaus vorsah.

Preistreiber 2 und 3: Fronten und Arbeitsplatte

Die Fronten sind die größte sichtbare Fläche und einer der stärksten Preistreiber. Beschichtete Fronten sind die wirtschaftlichste Variante, Fenix und lackierte Fronten liegen darüber, Furnier und Massivholz – je nach Holzart – nochmals darüber. Der Unterschied liegt nicht nur im Material, sondern in der Arbeit: Eine Lackfront bekommt mehrere Schichten und wird geschliffen, eine Furnierfront wird so gelegt, dass die Maserung über alle Türen durchläuft. Beides sehen Sie im Schauraum nebeneinander, mit dem Preisniveau dazu.

Die Arbeitsplatte ist die zweite große Fläche und die, die am meisten aushalten muss. Compact-Platten sind die wirtschaftlichste Lösung, Massivholz liegt in der Mitte, Dekton, Keramik und Naturstein darüber. Wir empfehlen für neue Küchen zuerst Dekton – nicht, weil es das teuerste wäre, sondern weil es über 25 Jahre Herstellergarantie Hitze, Kratzer und Flecken wegsteckt und damit die Platte ist, die man nie tauschen muss. Eine Kombination – Dekton in der Kochzeile, Holz am Esstisch – verteilt das Budget oft klug.

Preistreiber 4: die Geräte

Die Geräte machen in vielen Küchen den größten Einzelblock aus, und hier ist die Spanne zwischen Einstieg und Spitze am weitesten. Ein Induktionskochfeld in 60 cm aus der Grundserie und ein 90 cm Kochfeld mit integriertem Abzug liegen weit auseinander; dasselbe gilt für einen Backofen mit Grundfunktionen gegenüber einem Kombi-Dampfbackofen mit Pyrolyse. Jedes Extra – Weinklimaschrank, Kaffeevollautomat, Wärmeschublade – hat seinen eigenen Preis und braucht eine Nische.

Unsere Regel: Das Gerätebudget gehört dorthin, wo Sie täglich kochen. Ein sehr gutes Kochfeld und ein leiser Geschirrspüler zahlen sich jeden Tag aus; ein zweiter Backofen für zweimal Weihnachten nicht. Wir sind an keine Marke gebunden und mischen Serien, wie es für Sie passt. Im Angebot stehen alle Geräte mit Typenbezeichnung – Sie können jede Position vergleichen, streichen oder höher wählen, bevor der Preis fix ist.

Preistreiber 5 und 6: Technik und Sonderlösungen

Unter Technik fassen wir alles, was man nicht auf den ersten Blick sieht, aber täglich bedient: gedämpfte Vollauszüge, grifflose Öffnung mit Tip-on oder elektrischem Antrieb, Innenorganisation aus Holz oder Metall, Licht unter den Oberschränken, in Laden und im Sockel, Steckdosen in der Nische. Jede dieser Positionen ist für sich überschaubar; zusammen machen sie den Unterschied zwischen einer Küche, die gut aussieht, und einer, die sich gut anfühlt. Wir empfehlen, bei den Auszügen nie zu sparen und beim Licht gezielt zu wählen.

Sonderlösungen sind das, was eine Maßküche von der Serie unterscheidet: Schränke unter der Dachschräge, Zeilen, die schiefen Altbauwänden folgen, eine Insel mit Elektro im Boden, eine Nische, die auf den Millimeter gefüllt wird, ein Sitzplatz aus derselben Platte. Sie kosten Planung und Handarbeit – und ersetzen Passleisten, Blenden und verlorene Ecken. Was davon nötig ist, sieht der Tischlermeister beim Vor-Ort-Termin; was davon gewünscht ist, besprechen wir mit Ihnen.

So verteilen wir das Budget gemeinsam

Ein Budget ist kein Hindernis, sondern das wichtigste Planungswerkzeug. Wir arbeiten mit einer einfachen Reihenfolge: zuerst die Dinge, die man täglich berührt und die lange halten müssen – Auszüge, Arbeitsplatte, Kochfeld, Geschirrspüler. Dann die Flächen, die man täglich sieht – Fronten, Rückwand, Licht. Zuletzt die Extras, die Freude machen, aber verzichtbar sind. In dieser Reihenfolge fließt das Geld dorthin, wo es im Alltag wirkt, und wo es knapp wird, kürzen wir bei den Extras, nicht bei der Substanz.

In der Praxis sieht das so aus: Sie nennen uns beim Erstgespräch Ihren Rahmen. Wir sagen ehrlich, ob er für Ihren Raum und Ihre Wünsche realistisch ist – und wenn nicht, was sich ändern müsste. Im Schauraum legen wir dann Fronten und Platten mit ihrem Preisniveau nebeneinander, sodass Sie die Entscheidung mit Material in der Hand treffen. Das Ergebnis ist eine Küche, die zum Budget passt, statt eines Budgets, das zur Küche passen muss.

Was im Angebot stehen muss – und was bei uns drinsteht

Ein Angebot für eine Maßküche sollte jede Position einzeln ausweisen: jeden Schrank mit Maß und Ausstattung, Fronten mit Material und Oberfläche, Arbeitsplatte mit Material, Stärke und Kantenausführung, jedes Gerät mit Typenbezeichnung, Spüle und Armatur, Licht und Elektro, Montage, Anschlussarbeiten, Lieferung und – falls gewünscht – Demontage und Entsorgung der alten Küche. Fehlt davon etwas, ist das Angebot nicht vergleichbar, und die Position taucht später als Nachtrag auf.

Bei uns steht all das drin, und der Endbetrag ist ein Fixpreis: Er ändert sich nach der Beauftragung nicht mehr, außer Sie wünschen selbst eine Änderung. Das ist möglich, weil ein Tischlermeister vor dem Angebot das Naturmaß genommen und die Anschlüsse geprüft hat – es gibt keine Überraschungen am Montagetag, die jemand bezahlen müsste. Und weil Planung, Fertigung und Montage in einer Hand liegen, gibt es keinen Subunternehmer, der eine eigene Rechnung schreibt.

Der nächste Schritt: vom Budget zum Fixpreis

Der Weg zu Ihrem Preis ist kurz. Ein Foto der heutigen Küche, zwei Maße und ein grober Budgetrahmen reichen für eine erste Einschätzung – wir antworten innerhalb von 24 Stunden. Darauf folgt das kostenlose Erstgespräch, telefonisch oder im Schauraum in Münchendorf oder Wien, und dann der Vor-Ort-Termin mit Naturmaß. Mit Planung und Visualisierung bekommen Sie das Angebot, das alle Positionen enthält.

Erst wenn der Preis feststeht und Ihnen gefällt, beauftragen Sie. Die Fertigung in unserer Werkstatt dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen, die Montage durch unser eigenes Team wenige Tage. Wer noch unsicher ist, ob eine neue Küche überhaupt nötig ist: Auch eine Revitalisierung – alles Sichtbare neu auf intaktem Korpus – bekommt bei uns ein Angebot mit Fixpreis, und wir sagen ehrlich, welche Variante für Ihre Küche die sinnvollere ist.

Wollen Sie wissen, was Ihre Küche kostet – statt zu raten? Ein Foto, zwei Maße und Ihr Budgetrahmen genügen: Wir sagen innerhalb von 24 Stunden ehrlich, was realistisch ist, und nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin bekommen Sie den Fixpreis mit allen Positionen – bevor Sie sich entscheiden. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Sechs Preistreiber bestimmen die Kosten einer Maßküche: Größe, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte, Technik und Sonderlösungen.
  2. Budget zuerst in das investieren, was man täglich berührt und das lange hält: Auszüge, Arbeitsplatte, Kochfeld, Geschirrspüler.
  3. Beschichtete Fronten und Compact-Platten sind die wirtschaftlichste Variante; Dekton ist die Platte, die man nie tauschen muss.
  4. Ein vergleichbares Angebot weist jede Position einzeln aus – inklusive Montage, Anschluss, Lieferung und Entsorgung.
  5. Bei Tischlerkultur steht der Preis als Fixpreis fest, bevor Sie beauftragen – ohne Nachträge, ohne Subunternehmer.

Häufige Fragen

Was kostet eine Einbauküche nach Maß vom Tischler?

Das hängt von sechs Faktoren ab: Größe, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte, Technik und Sonderlösungen. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach Planung und Naturmaß – dann aber als Fixpreis mit allen Positionen. Ein Foto, zwei Maße und Ihr Budgetrahmen reichen für eine erste Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.

Ist eine Maßküche vom Tischler teurer als eine Küche aus dem Möbelhaus?

Bei gleicher Ausstattung liegt die Maßküche meist über einer Serienküche der Einstiegsklasse, aber oft auf dem Niveau einer gehobenen Serienküche – mit Fertigung nach Millimeter statt Raster, eigener Montage und längerer Lebensdauer. Den ehrlichen Vergleich finden Sie auf unserer Seite zu Maßküche und Serienküche.

Wovon hängt der Preis einer Küche am stärksten ab?

Meist von den Geräten, den Fronten und der Arbeitsplatte – in dieser Reihenfolge. Die Größe wirkt über die Zahl der Schränke, Technik und Sonderlösungen kommen dazu. Deshalb verteilen wir das Budget gemeinsam, bevor der erste Entwurf entsteht.

Wo kann man bei einer Küche sparen, ohne es später zu bereuen?

Bei verzichtbaren Extras, bei einer kürzeren Zeile mit besserem Innenleben statt einer langen mit leeren Schränken und bei Geräten, die man selten nutzt. Nicht sparen sollte man bei Auszügen, Arbeitsplatte und dem Kochfeld – das spürt man jeden Tag.

Was muss im Küchenangebot alles enthalten sein?

Jeder Schrank mit Maß und Ausstattung, Fronten und Arbeitsplatte mit Material, alle Geräte mit Typenbezeichnung, Spüle und Armatur, Licht, Elektro, Montage, Anschlussarbeiten, Lieferung und auf Wunsch Demontage der alten Küche. Fehlt eine Position, ist das Angebot nicht vergleichbar.

Bleibt der Preis nach der Beauftragung wirklich gleich?

Ja. Weil ein Tischlermeister vor dem Angebot das Naturmaß nimmt und die Anschlüsse prüft, gibt es keine Nachträge am Montagetag. Der Preis ändert sich nur, wenn Sie selbst nachträglich etwas ändern möchten.

Wie bekomme ich einen konkreten Preis für meine Küche?

Schicken Sie uns ein Foto und die groben Maße oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch. Nach dem Vor-Ort-Termin mit Naturmaß erhalten Sie Planung, Visualisierung und ein vollständiges Angebot mit Fixpreis – unverbindlich, bevor Sie sich entscheiden.

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