Vom Aufmaß zur Montage: so entsteht ein Einbauschrank
Ablauf Einbauschrank: Erstgespräch, Naturmaß vor Ort, Planung und Visualisierung, Muster, Fixpreis, Fertigung in Münchendorf, Montage an einem Tag.
Kosten, Ablauf & Entscheidung · Einbauschränke nach Maß · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Ein Einbauschrank nach Maß entsteht in sieben Schritten: kostenloses Erstgespräch, Vor-Ort-Termin mit Naturmaß durch einen Tischlermeister, Planung mit Visualisierung, Materialmuster im Schauraum, Angebot mit Fixpreis vor Auftrag, Fertigung in der eigenen Werkstatt in Münchendorf und Montage durch das eigene Team – meist an einem einzigen Tag. Von der Freigabe bis zur Montage vergehen in der Regel fünf bis sechs Wochen.
Ein Donnerstag im März, 7:30 Uhr, eine Wohnung in Wien-Hietzing. Unser Montageteam trägt die Elemente eines Ankleideschranks durch das Stiegenhaus in den dritten Stock – vormontierte Korpusse, Türen in Decken verpackt, eine Kiste mit Beschlägen und Lichtprofilen. Um 16 Uhr steht der Schrank, die Türen sind eingestellt, das Licht geht an, wenn man eine Tür öffnet, und die Besitzerin räumt die erste Lade ein. Dieser Tag ist das sichtbare Ende eines Ablaufs, der sieben Wochen zuvor mit einem Anruf begonnen hat. Auf dieser Seite erzählen wir diesen Ablauf von Anfang bis Ende: was in jedem Schritt passiert, was wir von Ihnen brauchen, wo Entscheidungen fallen und warum am Ende ein Montagetag reicht.
Schritt 1: Das Erstgespräch – ein Foto, zwei Maße, eine Idee
Alles beginnt mit einer Anfrage: ein Anruf, eine E-Mail, ein Formular auf der Website oder ein Besuch im Schauraum. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden. Für dieses erste Gespräch brauchen Sie keinen Plan und keine fertige Vorstellung. Ein Foto der Wand oder Nische, Breite und Höhe grob gemessen und ein Satz dazu, was der Schrank aufnehmen soll – das reicht, um zu sagen, ob ein Einbauschrank nach Maß die richtige Lösung ist und in welche Richtung die Planung gehen könnte.
Im Erstgespräch klären wir die Grundfragen: Welcher Raum, welche Nutzung, Dreh- oder Schiebetüren, grob welches Material, gibt es Besonderheiten wie Schrägen, Heizkörper oder Altbauhöhen. Wir fragen auch nach dem Zeitrahmen – ob ein Einzug bevorsteht, ob andere Gewerke im Haus sind, ob das Schlafzimmer in einer bestimmten Woche frei ist.
Die Hietzinger Ankleide begann genau so: ein Anruf, drei Fotos per E-Mail am selben Nachmittag, ein Rückruf am nächsten Morgen. Das Zimmer war ein ehemaliges Kabinett, 2,10 m breit und 3,30 m hoch, mit einer Tür an der Schmalseite. Schon am Telefon war klar, dass die Höhe das Thema werden würde – und dass sich ein Vor-Ort-Termin lohnt.
Schritt 2: Der Vor-Ort-Termin mit Naturmaß
Der Vor-Ort-Termin ist der wichtigste Schritt des ganzen Ablaufs, und deshalb macht ihn bei uns ein Tischlermeister, nicht ein Verkäufer. Er dauert je nach Umfang eine halbe bis eine ganze Stunde. Zuerst wird gemessen – und zwar nicht ein Maß, sondern viele: Breite der Nische an drei Höhen, Raumhöhe an mehreren Punkten, Winkel der Wände, Gefälle des Bodens, Lage von Steckdosen, Schaltern, Leisten und Fenstern. Daraus entsteht das Naturmaß, auf dem alles Weitere aufbaut.
Parallel dazu reden wir über den Alltag. Was hängt, was liegt, was braucht man täglich, was nur im Winter. Wo öffnet sich die Zimmertür, wo steht das Bett, wo kommt das Licht her. Aus diesen Antworten wird die Innenaufteilung; die Maße allein würden dafür nicht reichen. Oft bringen wir ein oder zwei Materialmuster mit, damit Sie sie in Ihrem Licht sehen.
In Hietzing ergab das Naturmaß 2,08 m vorne und 2,11 m hinten, einen Boden mit 1 cm Gefälle zur Fensterseite und eine Decke, die auf 3,28 bis 3,31 m schwankte. Alles normal für einen Altbau, alles entscheidend für die Fertigung. Mit einem Kundenmaß von „etwa 2,10 mal 3,30“ hätte der Schrank nicht gepasst.
Schritt 3: Planung und Visualisierung
Zurück in Münchendorf wird aus dem Naturmaß und dem Gespräch ein Plan. Wir zeichnen den Schrank in Ansicht, Grundriss und Schnitt, legen die Türeinteilung fest, die Innenaufteilung je Element, die Position von Licht und Steckdosen. Dazu entsteht eine Visualisierung, die zeigt, wie der Schrank im Raum wirkt – mit dem gewählten Material, den Griffen oder der grifflosen Front, der Lichtstimmung.
Diese Visualisierung ist nicht Dekoration, sondern ein Werkzeug. Viele Entscheidungen fallen erst, wenn man den Schrank sieht: Dass vier schmale Türen unruhiger wirken als drei breite; dass die Spiegeltür besser in der Mitte sitzt; dass der obere Bereich in der Frontfarbe und nicht in Weiß sein sollte. Wir gehen die Planung gemeinsam durch, telefonisch, im Schauraum oder per E-Mail, und ändern, bis sie stimmt. Zwei oder drei Runden sind normal.
Für die Hietzinger Ankleide wurden es zwei Varianten: eine mit durchgehenden raumhohen Drehtüren und eine mit einer sichtbaren Teilung auf 2,30 m, oben Klappen für Saisonware. Die Besitzerin hat sich in der Visualisierung sofort für die durchgehenden Türen entschieden, weil die Höhe dann den Raum trägt statt ihn zu teilen.
Schritt 4: Muster im Schauraum – Material, das man anfassen kann
Spätestens jetzt lohnt sich ein Besuch im Schauraum in Münchendorf oder Wien. Dort liegen die Materialien nebeneinander: Lack in verschiedenen Glanzgraden, Fenix NTM in seinen Farben, Furniere in Eiche und Nuss, beschichtete Dekore, Riffelfronten, Glas und Spiegel. Dort stehen auch Laden, die man aufziehen kann, Scharniere mit und ohne Dämpfung, Tip-on-Türen zum Drücken. Was auf dem Bildschirm gleich aussieht, fühlt sich in der Hand verschieden an.
Wir legen die Muster neben Fotos von Ihrem Raum und, wenn Sie sie mitbringen, neben Boden- oder Wandfarbe. Der Farbabgleich am echten Muster erspart die Enttäuschung, dass der Ton auf dem Bildschirm wärmer war als an der Wand. Für Lack können wir auf Wunsch ein Muster im exakten RAL-Ton anfertigen.
Im Schauraum werden auch die kleinen Dinge entschieden: Kantenfarbe, Griffleiste in Schwarz oder im Frontton, Lichtfarbe der LED, Höhe der Griffmulde. Die Hietzinger Entscheidung fiel zwischen zwei Fenix-Farben und wurde am Ende ein warmes Grau, das zum alten Parkett passte – etwas, das niemand am Bildschirm gesehen hätte.
Schritt 5: Das Angebot – alle Positionen, Fixpreis vor Auftrag
Mit freigegebener Planung und gewähltem Material schreiben wir das Angebot. Es ist nach Positionen gegliedert: Korpus, Fronten mit Material, Türen und Beschläge, Innenausstattung je Element, Beleuchtung, Sonderarbeiten, Lieferung und Montage. Jede Position hat ihren Betrag, und die Summe ist der Preis – fest, bevor Sie beauftragen. Nach der Montage gibt es keine Nachverrechnung, egal was die Wand noch für Überraschungen hatte.
Dieser Fixpreis ist nur möglich, weil wir das Naturmaß selbst genommen haben und die Fertigung in der eigenen Werkstatt kontrollieren. Wer nach Kundenmaß arbeitet oder fertigen lässt, muss sich Spielraum lassen. Wir müssen das nicht.
Viele Kundinnen und Kunden nutzen das Angebot, um ein letztes Mal zu justieren: eine Lade weniger, Licht nur in der Ankleide, eine andere Türteilung. Wir rechnen um und schicken das Angebot neu. Erst wenn alles passt, kommt die Freigabe – ein unterschriebenes Angebot oder eine kurze Bestätigung per E-Mail. Ab diesem Moment beginnt die Zeit zu laufen.
- Angebot nach Positionen: Korpus, Fronten, Beschläge, Innenausstattung, Licht, Sonderarbeiten, Montage
- Fixpreis vor Auftrag – keine Nachverrechnung nach der Montage
- Änderungen vor der Freigabe sind unkompliziert; nach der Freigabe läuft die Fertigung
Schritt 6: Fertigung in der Werkstatt in Münchendorf
Nach der Freigabe entsteht die Werkplanung: Jedes Teil wird mit seinen Maßen, Bohrungen und Kanten gezeichnet, aus dem Naturmaß abgeleitet. Dann werden Platten zugeschnitten, bekantet, gebohrt und gefräst; Fronten werden lackiert, furniert oder mit Fenix belegt; Riffelungen gefräst, Griffmulden geschnitten. Die Korpusse werden in der Werkstatt zusammengebaut, die Türen eingehängt und eingestellt, die Laden eingesetzt, das Licht probeweise angeschlossen.
Dass der Schrank in der Werkstatt einmal komplett steht, bevor er zu Ihnen kommt, ist der Grund, warum die Montage an einem Tag gelingt. Was hier nicht passt, wird hier korrigiert – nicht in Ihrem Schlafzimmer. Für den Transport wird der Schrank wieder in Elemente zerlegt, die durch Stiegenhäuser und Türen passen; bei Altbauten mit engen Treppen planen wir die Elementgrößen schon in der Werkplanung.
Die Fertigung dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen ab Freigabe. In dieser Zeit klären wir mit Ihnen den Montagetermin und, falls nötig, Vorarbeiten: eine Steckdose für das Schranklicht, ein zu entfernender alter Schrank, eine frisch gestrichene Wand, die trocken sein muss. Bei der Hietzinger Ankleide waren es sechs Wochen, weil die Fenix-Fronten in einer Sonderfarbe bestellt wurden.
Schritt 7: Die Montage – meist an einem Tag
Der Montagetag beginnt mit dem Tragen. Unser eigenes Team – feste Mitarbeiter, keine Subunternehmer – bringt die Elemente in den Raum, legt Decken aus und schützt Boden und Türstöcke. Dann werden die Korpusse aufgestellt, mit Keilen auf den unebenen Boden ausgerichtet, untereinander verbunden und an der Wand befestigt. Der Deckenanschluss wird angepasst, die Seiten folgen der Wand. Türen werden eingehängt und in allen drei Richtungen eingestellt, bis die Fugen gleichmäßig sind. Laden, Auszüge und Kleiderlift kommen hinein, das Licht wird angeschlossen und geprüft.
Für die meisten Einbauschränke reicht ein Tag, auch für eine komplette Ankleide. Bei sehr großen Projekten – eine Wohnwand mit Vitrine und Technik, mehrere Räume gleichzeitig – sind es zwei. Am Ende räumen wir auf, nehmen Verpackung und alten Schrank auf Wunsch mit, und gehen mit Ihnen den Schrank durch: jede Tür, jede Lade, jedes Licht.
In Hietzing war um 16 Uhr Übergabe. Die Besitzerin hat die erste Lade eingeräumt, während unser Team die Decken zusammenlegte. Zwei Wochen später kam eine Nachricht: Eine Tür hatte sich minimal gesetzt, wie es bei Altbauböden vorkommt – ein Kollege war am nächsten Tag dort, zehn Minuten, eingestellt, erledigt. Das gehört zum Ablauf dazu.
Was Sie selbst beitragen – und was nicht
Der Ablauf verlangt von Ihnen wenig, aber ein paar Dinge erleichtern ihn. Zum Erstgespräch: Fotos und grobe Maße. Zum Vor-Ort-Termin: ein freier Blick auf die Wand, idealerweise ohne den alten Schrank davor, und die Antworten auf die Frage, was im Schrank wohnen soll. Zur Planung: ehrliche Rückmeldung, auch wenn etwas nicht gefällt – wir ändern lieber dreimal am Plan als einmal am fertigen Möbel. Zur Montage: ein leerer Raum, eine Steckdose, wenn Licht geplant ist, und jemand, der uns die Tür aufmacht.
Was Sie nicht brauchen: eigene Maße, einen Plan vom Architekten, Vorkenntnisse zu Beschlägen oder Materialien, einen zweiten Handwerker. Elektrische Anschlüsse im Schrank sind steckfertig vorbereitet; sollte eine neue Steckdose nötig sein, sagen wir das beim Vor-Ort-Termin und nicht am Montagetag.
Und Sie brauchen keine Eile. Der Ablauf hat an zwei Stellen einen natürlichen Halt – nach der Planung und nach dem Angebot –, an denen Sie in Ruhe entscheiden. Bis zur Freigabe ist alles kostenlos und unverbindlich. Danach wissen Sie, was Sie bekommen, wann Sie es bekommen und was es kostet.
Sie möchten wissen, wie Ihr Schrank in sieben Wochen aussehen könnte? Ein Foto und zwei Maße genügen für den ersten Schritt. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, nehmen beim Vor-Ort-Termin das Naturmaß und planen mit Ihnen – kostenlos bis zur Freigabe, mit Fixpreis vor Auftrag. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Sieben Schritte: Erstgespräch, Naturmaß vor Ort, Planung mit Visualisierung, Muster im Schauraum, Angebot mit Fixpreis, Fertigung in Münchendorf, Montage.
- Das Naturmaß nimmt ein Tischlermeister an vielen Punkten – Wände sind nie parallel, Böden nie eben, und das Maß entscheidet über die Passform.
- Der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen; bis zur Freigabe ist alles kostenlos und unverbindlich.
- Fertigung meist fünf bis sechs Wochen ab Freigabe; der Schrank wird in der Werkstatt komplett aufgebaut und geprüft.
- Montage durch das eigene, feste Team – bei den meisten Schränken und Ankleiden an einem Tag, inklusive Einstellen und Licht.
Häufige Fragen
Wie läuft die Planung eines Einbauschranks ab?
Erstgespräch mit Fotos und groben Maßen, dann Vor-Ort-Termin mit Naturmaß durch einen Tischlermeister, danach Planung mit Visualisierung und Materialwahl im Schauraum. Nach dem Angebot mit Fixpreis und Ihrer Freigabe wird in Münchendorf gefertigt und vom eigenen Team montiert.
Wie lange dauert ein Einbauschrank nach Maß von der Anfrage bis zur Montage?
Erstgespräch, Vor-Ort-Termin und Planung dauern je nach Entscheidungstempo ein bis drei Wochen. Ab Freigabe des Angebots rechnen Sie mit fünf bis sechs Wochen Fertigung. Die Montage selbst ist meist an einem Tag erledigt.
Muss ich selbst Maß nehmen?
Nein. Für das Erstgespräch reichen grobe Maße und Fotos. Das verbindliche Naturmaß nimmt ein Tischlermeister beim Vor-Ort-Termin an mehreren Punkten – das ist die Grundlage für Fertigung und Fixpreis.
Was kostet die Planung und das Angebot?
Nichts. Erstgespräch, Vor-Ort-Termin, Planung, Visualisierung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Bezahlt wird erst, wenn Sie das Angebot freigeben – zum Preis, der darin steht.
Wie lange dauert die Montage eines Einbauschranks?
Die meisten Einbauschränke und auch komplette Ankleiden montiert unser Team an einem Tag, weil die Elemente in der Werkstatt vormontiert und geprüft wurden. Sehr große Projekte mit mehreren Räumen brauchen zwei Tage.
Wer montiert den Schrank?
Unser eigenes, festes Montageteam aus Münchendorf – keine Subunternehmer. Die Monteure kennen den Schrank aus der Werkstatt und sind auch für Einstellarbeiten nach der Montage Ihr Ansprechpartner.
Was brauche ich, um zu starten?
Ein Foto der Wand oder Nische, Breite und Höhe grob gemessen und ein paar Sätze dazu, was der Schrank aufnehmen soll. Senden Sie uns das per E-Mail oder Formular – wir antworten innerhalb von 24 Stunden und vereinbaren bei Bedarf den Vor-Ort-Termin.
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