Was kostet ein Einbauschrank nach Maß?
Kosten Einbauschrank nach Maß: Preistreiber (Größe, Türen, Innenausstattung, Material, Licht), Fixpreis vor Auftrag, Vergleich mit Schranksystemen.
Kosten, Ablauf & Entscheidung · Einbauschränke nach Maß · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Der Preis eines Einbauschranks nach Maß hängt von fünf Dingen ab: der Größe der Front, der Türart, dem Frontmaterial, der Innenausstattung und der Beleuchtung. Dazu kommt der Aufwand vor Ort – schiefe Wände, Dachschrägen, Altbau-Stiegenhäuser. Bei Tischlerkultur werden alle diese Positionen in einem transparenten Angebot aufgeschlüsselt, und der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen – ohne Nachträge nach der Montage.
Ein Telefonat an einem Dienstagvormittag. Ein Mann aus Schwechat beschreibt eine Nische im Schlafzimmer, 2,40 m breit, bis zur Decke, und stellt die Frage, die fast jedes erste Gespräch eröffnet: „Was kostet so etwas ungefähr?“ Die ehrliche Antwort ist, dass dieselbe Nische mit Schiebetüren in Fenix und Innenbeleuchtung ein anderes Möbel ist als mit zwei lackierten Drehtüren und Fachböden – und dass beide gute Lösungen sein können. Auf dieser Seite erklären wir, was den Preis eines Einbauschranks nach Maß bestimmt, wie unser Angebot aufgebaut ist und warum Sie den Preis kennen, bevor Sie sich entscheiden. Zahlen nennen wir hier bewusst keine; die gibt es nach dem Vor-Ort-Termin, und dann verbindlich.
Preistreiber Nummer eins: die Größe – aber nicht so, wie man denkt
Dass ein größerer Schrank mehr kostet als ein kleiner, ist klar. Weniger klar ist, dass der Preis nicht mit dem Volumen, sondern vor allem mit der Frontfläche und der Zahl der Türen wächst. Eine Schrankwand von 3 m Breite mit drei raumhohen Türen ist günstiger zu bauen als dieselbe Breite mit sechs Türen und zwölf Laden – obwohl der Stauraum gleich ist. Jede Tür braucht Scharniere, Kanten, Einstellarbeit; jede Lade einen Auszug und einen Boden.
Die Höhe spielt eine eigene Rolle. Bis etwa 2,40 m lassen sich Türen aus einer Platte fertigen; darüber brauchen sie eine Teilung oder eine besondere Konstruktion gegen das Verziehen, und sie werden schwerer, was stärkere Beschläge verlangt. Im Wiener Altbau mit 3,20 m oder mehr Raumhöhe ist der obere Teil meist als eigener Aufsatzschrank gebaut – mehr Stauraum, aber auch mehr Teile.
Die Tiefe schließlich ist fast preisneutral: Ob ein Kleiderschrank 55 oder 62 cm tief ist, verändert die Front nicht. Zurück zu der Nische aus Schwechat: Die Breite stand fest, die Frage war, ob zwei breite oder vier schmale Türen – und das war bereits die erste Entscheidung mit Preiswirkung.
Türen: Drehtür, Schiebetür oder Falttür – und was sie kosten
Die Türart ist nach der Größe der zweite große Hebel. Drehtüren sind die wirtschaftlichste Lösung: bewährte Scharniere, einfache Montage, volle Übersicht beim Öffnen. Schiebetüren liegen darüber, weil Laufwerke, Führungsschienen und Dämpfungen aufwendiger sind und die Türen stabiler gebaut werden müssen, damit sie sich nicht verziehen. Falttüren sitzen preislich zwischen beiden und verlangen Beschläge, die die Türflügel auch nach Jahren sauber führen.
Dazu kommt die Öffnungsart. Griffe sind je nach Modell ein kleiner oder ein größerer Posten; grifflose Fronten mit Griffmulde verlangen Fräsarbeit, Tip-on-Beschläge kosten je Tür etwas mehr, elektrische Öffnungen deutlich mehr. Wie sich die grifflosen Varianten im Alltag unterscheiden, beschreiben wir auf der Seite zu grifflosen Schrankfronten – hier geht es nur um die Reihenfolge: Griff, Mulde, Tip-on, elektrisch, in dieser Abfolge steigt der Preis.
Wer Schiebetüren braucht, weil Drehtüren nicht aufgehen, soll sie nehmen; wer sie nur aus Gewohnheit wählt, verschenkt Budget, das in der Innenausstattung besser aufgehoben wäre.
Material: von beschichtet bis Massivholz
Das Frontmaterial bestimmt Optik, Haptik und Preis – und zwar in einer klaren Reihenfolge. Beschichtete Platten mit Holz- oder Unidekor sind die wirtschaftlichste Variante und in guter Qualität schwer von Lack zu unterscheiden. Fenix NTM liegt darüber: supermatt, fingerabdruckfrei, thermisch reparierbar, mit passenden Kanten. Lack in jeder RAL-Farbe liegt je nach Glanzgrad und Schichtaufbau auf ähnlichem Niveau oder darüber, weil jede Front mehrfach gespritzt und zwischengeschliffen wird. Echtholzfurnier verlangt Bildabgleich über alle Türen und liegt nochmals darüber; Massivholz ist in der Regel die teuerste Front.
Strukturen wie Riffelfronten setzen auf das Material noch einmal auf, weil sie zusätzliche Fräs- oder Leimarbeit bedeuten. Spiegel und Glas liegen je nach Glasart zwischen Lack und Furnier, sind aber durch das Gewicht mit stärkeren Beschlägen verbunden.
Wichtig: Das Korpusmaterial – also das, was man nach dem Öffnen sieht – ist bei uns immer eine stabile beschichtete Platte in 19 mm, mit Rückwänden, die tragen. Das ist kein Posten, an dem wir sparen, weil der Korpus die Lebensdauer bestimmt. Wer sparen will, tut das an der Front, nicht im Inneren.
- Beschichtete Fronten: wirtschaftlichste Variante, große Dekorauswahl
- Fenix NTM und Lack: mittleres Niveau, je nach Glanzgrad und Farbe
- Furnier: darüber, mit durchlaufendem Holzbild über alle Türen
- Massivholz, Riffelfronten, Spiegel: Aufschläge durch Material oder Verarbeitung
Innenausstattung: der Posten, der im Angebot am meisten überrascht
Das Innenleben ist der Posten, der in Prospekten am wenigsten auffällt und im Angebot am meisten überrascht. Ein Schrank mit Fachböden und einer Kleiderstange ist eine Sache; derselbe Schrank mit Hosenauszug, Kleiderlift, Krawattenhalter, Schuhauszügen, Laden mit Einteilung, Wäschekörben und Innenlicht eine andere. Jeder dieser Beschläge ist ein Markenprodukt mit Dämpfung und Vollauszug und hat seinen Preis.
Deshalb fragen wir beim Vor-Ort-Termin nicht, was Sie sich alles vorstellen können, sondern was heute wo liegt: Wie viele Hemden, wie viele Paar Schuhe, wie viel Bettwäsche. Daraus ergibt sich eine Innenaufteilung, die den Alltag abbildet – und die oft weniger Beschläge braucht, als man vermutet. Ein Hosenauszug ist sinnvoll, wenn man zwanzig Hosen hängt; bei fünf Hosen reicht eine Stange.
Laden machen einen Schrank praktisch – und teuer. Vier Laden mit Vollauszug und Dämpfung im unteren Teil und darüber Böden und Stangen ist ein gutes Verhältnis. Was sich im Alltag bewährt, beschreibt unsere Seite zur Innenausstattung ausführlich.
Licht, Strom und Spiegel: die Positionen, die man gern vergisst
Beleuchtung im Schrank ist ein eigener Posten mit mehreren Teilen: LED-Profile in Fachböden oder an der Kleiderstange, ein Sensor je Tür, ein Netzteil, Verkabelung im Korpus und eine Stromzuleitung, die entweder vorhanden sein muss oder von einem Elektriker gelegt wird. Pro Tür mit Sensor ist das überschaubar; bei einer ganzen Ankleide summiert es sich. Dafür ist Licht im Schrank das, was Kunden im Nachhinein am häufigsten als „nie mehr ohne“ bezeichnen.
Spiegeltüren, Vitrinen mit Glas und Beleuchtung sowie Steckdosen im Schrank – etwa für den Staubsauger-Akku in der Garderobe – sind ebenfalls eigene Positionen. Wir führen sie im Angebot einzeln auf, damit Sie sehen, was Sie weglassen können, ohne das Möbel zu verändern.
Und dann ist da der Raum selbst. Eine schiefe Wand, ein Fußboden mit 2 cm Gefälle, eine Dachschräge mit Kniestock, ein Heizkörper, der integriert werden muss – all das kostet Planungs- und Fertigungszeit, weil Teile einzeln angepasst werden. Beim Naturmaß sehen wir das und rechnen es ein; es taucht nicht als Überraschung auf, wenn der Schrank schon steht.
Wie unser Angebot aufgebaut ist – und warum der Preis vorher feststeht
Nach dem kostenlosen Erstgespräch und dem Vor-Ort-Termin, bei dem ein Tischlermeister das Naturmaß nimmt, entsteht die Planung mit Visualisierung. Auf dieser Grundlage schreiben wir das Angebot. Es ist nach Positionen aufgebaut: Korpus und Konstruktion, Fronten mit Material und Oberfläche, Türen und Beschläge, Innenausstattung je Element, Beleuchtung, Sonderarbeiten wie Anpassungen an Schrägen oder Leisten, Lieferung und Montage. Jede Position hat einen eigenen Betrag.
Der Vorteil dieser Aufschlüsselung ist, dass Sie das Angebot verändern können, ohne neu zu beginnen. Eine Lade weniger, Fenix statt Lack, Licht nur in der Ankleide statt im ganzen Schrank – wir rechnen um, und Sie sehen, was es bewirkt. Das ist der Moment, in dem die meisten Entscheidungen fallen, nicht beim ersten Telefonat.
Und dann gilt: Der Preis, der im Angebot steht, ist der Preis, den Sie bezahlen. Er steht fest, bevor Sie beauftragen. Es gibt keine Nachverrechnung, weil die Wand schiefer war als gedacht oder die Montage länger gedauert hat – das ist unser Risiko, nicht Ihres. Wer das Naturmaß selbst nimmt, kann das zusagen. Wer nach Kundenmaß oder Plan fertigt, kann es nicht.
Aus der Werkstatt: wie aus einer Nische in Schwechat zwei Angebote wurden
Zurück zu dem Dienstagstelefonat. Der Mann aus Schwechat hat uns am selben Tag drei Fotos und zwei Maße geschickt – Breite und Höhe der Nische. Es lohnte sich: Die Nische maß 2,38 m an der Vorderkante und 2,41 m an der Rückwand – keine Serienlösung hätte ohne Passleisten hineingepasst.
Beim Vor-Ort-Termin eine Woche später haben wir gemeinsam zwei Varianten entwickelt. Variante eins: vier Drehtüren in beschichteter Eiche-Optik, innen Stangen und Böden, vier Laden, kein Licht. Variante zwei: zwei raumhohe Schiebetüren in Fenix, innen Kleiderlift, Hosenauszug, acht Laden, Sensorlicht in jeder Zone. Beide Varianten haben wir als Angebot mit allen Positionen geschickt; die zweite lag deutlich über der ersten.
Die Entscheidung war eine Mischung: Drehtüren in Fenix, sechs Laden, Licht nur an den Stangen. Das Paar hat aus zwei Angeboten das dritte gebaut – und genau dafür ist die Aufschlüsselung da. Fertigung in Münchendorf, fünf Wochen später montiert an einem Tag, zum Preis, der im Angebot stand.
Was ein Einbauschrank nach Maß im Vergleich zum Schranksystem kostet
Die Frage kommt zu Recht: Ein Schranksystem aus dem Möbelhaus liegt in der Anschaffung meist unter einem Einbauschrank vom Tischler. Dafür bekommt man ein Möbel im Raster – mit festen Breiten, dünneren Rückwänden, einfacheren Beschlägen und Passleisten an Wand und Decke. In vielen Räumen ist das völlig in Ordnung, und wir sagen das auch, wenn es so ist.
Der Unterschied zeigt sich über die Jahre. Ein Einbauschrank nach Maß nutzt die Nische vollständig, hält mit seinen Beschlägen Jahrzehnte, lässt sich reparieren und bei einem Umzug oft anpassen. Ein Schranksystem wird meist nach einigen Jahren ersetzt, und beim Umzug bleibt es zurück. Wer die Kosten über die Nutzungsdauer vergleicht, kommt zu einem anderen Bild als beim Blick auf den Kassenbon.
Unsere Linie: Für eine Wohnung auf Zeit, ein Kinderzimmer, das in fünf Jahren anders aussehen soll, oder eine gerade Wand ohne Nische kann das System die richtige Wahl sein. Für eine Nische, eine Schräge, einen Altbau oder einen Raum, in dem man die nächsten zwanzig Jahre wohnen will, ist die Maßanfertigung die wirtschaftlichere Entscheidung. Den ehrlichen Vergleich im Detail finden Sie auf unserer Seite „Maßanfertigung oder Schranksystem“.
So kommen Sie schnell zu einer ersten Einschätzung
Sie müssen für ein erstes Gespräch nichts vorbereiten außer drei Dingen: ein Foto der Wand oder Nische, Breite und Höhe grob gemessen, und eine Vorstellung, was im Schrank wohnen soll – Kleidung, Bücher, Technik, Vorräte. Damit können wir in einem kurzen Telefonat sagen, welche Richtung sinnvoll ist und ob sich ein Vor-Ort-Termin lohnt. Wir antworten auf Anfragen innerhalb von 24 Stunden.
Im Schauraum in Münchendorf oder Wien sehen Sie dann, was die Materialstufen bedeuten: eine beschichtete Front neben Fenix neben Lack neben Furnier, Laden mit und ohne Vollauszug, Licht an und aus. Viele merken dort, dass sie an einer Stelle mehr und an einer anderen weniger wollen als gedacht.
Das Angebot, das danach kommt, ist kostenlos und unverbindlich, aber verbindlich in der anderen Richtung: Der Preis steht, bevor Sie zusagen. Sie entscheiden in Ruhe, mit allen Positionen vor sich.
Sie möchten wissen, was Ihr Einbauschrank kostet – bevor Sie sich festlegen? Ein Foto und zwei Maße reichen für eine erste Einschätzung innerhalb von 24 Stunden. Nach dem Vor-Ort-Termin erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen, und der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preis wächst mit Frontfläche und Zahl der Türen und Laden, kaum mit der Tiefe.
- Reihenfolge der Türarten nach Preis: Drehtür, Falttür, Schiebetür; bei der Öffnung: Griff, Mulde, Tip-on, elektrisch.
- Material von günstig nach teuer: beschichtet, Fenix und Lack, Furnier, Massivholz – am Korpus wird nicht gespart.
- Innenausstattung und Licht sind die Positionen, die am meisten überraschen; wir planen sie nach dem, was heute wirklich im Schrank liegt.
- Das Angebot listet jede Position einzeln, und der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen – ohne Nachträge nach der Montage.
Häufige Fragen
Wovon hängt der Preis eines Einbauschranks ab?
Von der Größe der Front und der Zahl der Türen und Laden, von der Türart (Dreh-, Falt- oder Schiebetür), vom Frontmaterial, von der Innenausstattung mit ihren Beschlägen, von Beleuchtung und Spiegeln sowie vom Aufwand vor Ort bei schiefen Wänden, Schrägen oder Altbau. Alle diese Positionen stehen einzeln im Angebot.
Was ist der größte Preistreiber beim Einbauschrank nach Maß?
Meist die Innenausstattung in Verbindung mit der Zahl der Laden – jede Lade mit Vollauszug und Dämpfung ist ein Markenbeschlag. Danach kommen Türart und Frontmaterial. Die Tiefe des Schranks verändert den Preis kaum.
Bekomme ich einen Preis, bevor ich beauftrage?
Ja. Nach dem Vor-Ort-Termin mit Naturmaß und der Planung erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen. Dieser Preis ist fix, bevor Sie zusagen – es gibt keine Nachverrechnung wegen Mehraufwand bei der Montage.
Ist ein Einbauschrank vom Tischler teurer als ein Schranksystem?
In der Anschaffung in der Regel ja. Dafür nutzt die Maßanfertigung die Nische vollständig, hat stärkere Materialien und Beschläge und hält deutlich länger. Über die Nutzungsdauer gerechnet ist sie bei Nischen, Schrägen und Altbauten meist die wirtschaftlichere Lösung.
Wie kann ich beim Einbauschrank sparen, ohne Qualität zu verlieren?
Weniger, dafür breitere Türen; Drehtüren statt Schiebetüren, wo der Platz es erlaubt; beschichtete Fronten oder Fenix statt Furnier; Laden nur im unteren Bereich; Licht nur in den Zonen, die man täglich nutzt. Am Korpus und an den Beschlägen sollte man nicht sparen.
Kostet die Beratung und das Angebot etwas?
Nein. Erstgespräch, Vor-Ort-Termin mit Naturmaß, Planung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Wir antworten auf Anfragen innerhalb von 24 Stunden.
Was brauche ich für eine erste Preiseinschätzung?
Ein Foto der Wand oder Nische, Breite und Höhe grob gemessen und eine Vorstellung, was im Schrank Platz finden soll. Damit sagen wir Ihnen im ersten Gespräch, welche Richtung sinnvoll ist – den verbindlichen Preis gibt es nach dem Vor-Ort-Termin.
Das passt dazu: Maß oder System · Ablauf · Innenausstattung · Fronten-Material · Schiebe- oder Drehtüren · Schrankbeleuchtung · /ablauf · /moebel-nach-mass · /ratgeber/kosten · Einbauschränke nach Maß
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