Home-Office nach Maß: Schreibtisch und Stauraum integriert
Home-Office nach Maß: Schreibtisch in der Nische, Schrank mit Falttüren, Kabel und Technik versteckt, Licht, Akustik – der Arbeitsplatz, der abends verschwindet.
Schränke für jeden Raum · Einbauschränke nach Maß · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Ein vollwertiger Arbeitsplatz passt in Wohnzimmer oder Schlafzimmer, wenn er als Einbaumöbel geplant wird: eine Arbeitsfläche mit mindestens 120 cm Breite und 70 bis 80 cm Tiefe auf 72 bis 75 cm Höhe, Stauraum und Technik darüber und darunter, Kabel in einer Wanne hinter der Blende, und Türen, die den Arbeitsplatz abends schließen – Falttüren, Einschubtüren oder eine Klappe. Tischlerkultur baut das Home-Office nach Naturmaß in die Nische, die der Raum hergibt, und fertigt es in Münchendorf zum Fixpreis vor Auftrag.
Die Wohnung in Wien-Döbling hatte ein Wohnzimmer mit Kamin, und links vom Kamin eine Nische von 1,40 m Breite und 60 cm Tiefe, in der ein Beistelltisch mit Laptop stand. Die Frau, die uns zum Vor-Ort-Termin bat, arbeitete drei Tage die Woche von dort – mit zwei Monitoren auf dem Beistelltisch, einem Kabelbündel zum Kamin und Videokonferenzen, bei denen hinter ihr das Sofa zu sehen war. Abends wollte sie den Arbeitsplatz nicht mehr sehen, und morgens wollte sie ihn in zwei Handgriffen wieder haben. Das ist die Aufgabe eines Home-Office nach Maß: ein echter Arbeitsplatz, mit Ergonomie, Technik und Stauraum, der Teil des Wohnraums bleibt und sich schließen lässt. Auf dieser Seite erklären wir, welche Maße ein Arbeitsplatz braucht, wie Kabel und Geräte verschwinden, welche Türen den Schreibtisch abends zumachen, was Licht und Akustik dabei leisten und wie die Nische in Döbling zum Büro wurde.
Welche Maße ein vollwertiger Arbeitsplatz wirklich braucht
Die Arbeitsfläche entscheidet, ob man an einem Schreibtisch acht Stunden arbeiten kann oder nur eine E-Mail beantwortet. Für einen Monitor und eine Tastatur braucht es mindestens 120 cm Breite und 70 cm Tiefe; mit zwei Monitoren 140 bis 160 cm. Die Tiefe ist wichtiger, als sie aussieht: Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte 60 bis 70 cm betragen, und der Monitor selbst steht 10 bis 15 cm tief – unter 70 cm Tischtiefe sitzt man zu nah.
Die Höhe liegt bei 72 bis 75 cm für die meisten Erwachsenen; wer deutlich größer oder kleiner ist, bekommt die Platte angepasst, das ist beim Maßmöbel keine Mühe. Unter der Platte müssen die Knie frei bleiben: mindestens 65 cm Höhe und 60 cm Tiefe ohne Querleiste, ohne Ladenblock in der Mitte. Der Bürostuhl braucht hinter der Tischkante rund 80 cm, um zurückzurollen und aufzustehen.
In der Nische in Döbling waren 1,40 m Breite da – genug für zwei Monitore – aber nur 60 cm Tiefe. Die Lösung: Die Arbeitsplatte kragt 15 cm aus der Nische heraus und kommt so auf 75 cm. Das sieht man, wenn der Arbeitsplatz offen ist, und es verschwindet, sobald er geschlossen wird. Diese 15 cm waren der Unterschied zwischen Beistelltisch und Büro.
- Arbeitsfläche: mindestens 120 × 70 cm, mit zwei Monitoren 140 bis 160 cm Breite
- Höhe 72 bis 75 cm, angepasst an die Körpergröße; Knieraum 65 cm hoch, 60 cm tief
- Augenabstand zum Monitor 60 bis 70 cm, Oberkante des Bildschirms etwa auf Augenhöhe
- Stuhlraum hinter der Tischkante: rund 80 cm zum Zurückrollen
Kabel, Geräte, Steckdosen: die Technik verschwindet im Möbel
Ein Arbeitsplatz hat heute acht bis zwölf Kabel: Strom für Monitore, Laptop und Lampe, Netzwerk, Dockingstation, Drucker, Ladegeräte. Auf einem Beistelltisch liegen sie offen, in einem Einbaumöbel verschwinden sie – wenn das Möbel dafür gebaut ist. Das Herz ist eine Kabelwanne unter der Rückkante der Arbeitsplatte: eine Rinne mit 10 cm Tiefe, in der Steckdosenleiste, Netzteile und die Schleifen der Kabel liegen, verdeckt durch eine Blende.
Von der Wanne führt eine Kabeldurchführung in der Platte nach oben – ein Schlitz oder eine Dose mit Klappe hinter den Monitoren –, und ein Kanal in der Seitenwand nach unten zur Steckdose an der Wand. Der Drucker steht in einem Auszug unter oder neben der Platte, mit Kabel durch die Rückwand, und kommt zum Drucken heraus. Die Dockingstation sitzt in der Wanne; auf der Platte bleibt ein einziges Kabel zum Laptop.
Wir planen das mit den Geräten, die tatsächlich da sind, und lassen Reserve: eine zweite Steckdosenleiste, einen Netzwerkanschluss, einen USB-Ladeplatz in der Platte. Steckdosen in der Wand hinter dem Möbel markieren wir beim Vor-Ort-Termin, damit sie vor der Montage dort sind, wo die Wanne hinkommt – nicht hinterher.
Türen, die den Arbeitsplatz abends schließen
Das Besondere am Home-Office im Wohnraum ist, dass es sich schließen lassen soll. Dafür gibt es drei Lösungen, die sich in Platzbedarf und Komfort unterscheiden. Falttüren – zwei Flügel, die sich nach außen falten und seitlich stehen bleiben – brauchen wenig Schwenkraum und öffnen den ganzen Schrank; sie bleiben aber als gefaltetes Paket sichtbar. Einschubtüren, die sich öffnen und dann seitlich in den Korpus einschieben, verschwinden ganz; sie kosten links und rechts je rund 8 cm Breite im Möbel. Eine Klappe, die nach oben oder unten schwenkt, ist die einfachste Lösung für kleine Nischen.
Bei allen drei muss der Schrank innen so tief sein, dass Monitore stehen bleiben und die Türen trotzdem schließen – in der Praxis 65 bis 70 cm Innentiefe bei flachen Monitoren, mehr bei großen. Der Bürostuhl bleibt außen oder wird unter die Platte geschoben, wenn der Knieraum dafür hoch genug ist.
In Döbling wurden es Einschubtüren. Die Nische war mit 1,40 m breit genug, um 16 cm für die Türtaschen zu verlieren, und das Paar wollte abends keine gefalteten Flügel neben dem Kamin sehen. Geschlossen zeigt die Nische jetzt zwei Türen in demselben Lack wie die Wand – offen ein Büro mit zwei Monitoren, Lampe und Regal.
Stauraum über und unter der Arbeitsfläche
Ein Arbeitsplatz braucht weniger Stauraum, als man denkt, aber den richtigen. Über der Platte: ein offenes Regal für die Ordner und Bücher, die täglich gebraucht werden, in Griffweite ab 40 cm über der Platte, damit der Monitor darunter Platz hat. Darüber geschlossene Fächer für Papier, Archiv und die Dinge, die man nicht sehen will. Unter der Platte: ein Ladenblock an der Seite, nicht in der Mitte, mit einer flachen Lade für Stifte und Kleinteile und einer tiefen für Hängeregister oder den Drucker.
Die Rückwand des Arbeitsplatzes ist die Fläche, die in Videokonferenzen zu sehen ist. Ein Regal mit Büchern, eine Holzfläche oder eine Stoffbespannung wirken dort besser als eine weiße Wand – und Stoff oder Lamellen helfen zugleich der Akustik. Wir planen die Rückwand bewusst als Hintergrund, mit einem Lichtband oben, das das Gesicht ausleuchtet, statt der Deckenleuchte von hinten.
Und ein Platz für das, was nach Feierabend auf der Platte liegt: Laptop, Notizbuch, Kopfhörer. Eine flache Lade direkt unter der Arbeitsfläche nimmt das auf, bevor die Türen zugehen – in Döbling wurde diese Lade der meistgenutzte Teil des Möbels.
Aus der Werkstatt: die Kaminnische in Wien-Döbling
Ausgangslage: eine Nische links vom Kamin, 1,40 m breit, 60 cm tief, 2,70 m hoch, Steckdose an der Seitenwand auf 30 cm Höhe, Tageslicht von einem Fenster rechts hinter dem Kamin. Zwei Monitore, Laptop mit Dockingstation, Drucker, täglich Videokonferenzen. Wunsch: ein Büro, das man abends nicht sieht, und ein Hintergrund, der im Bild gut aussieht.
Die Entscheidung: ein Einbau über die volle Nischenhöhe mit Einschubtüren. Die Arbeitsplatte aus Eiche auf 74 cm, 15 cm aus der Nische kragend, darunter rechts ein Ladenblock mit flacher Lade und Druckerauszug, links Knieraum. Hinter der Platte die Kabelwanne mit zwei Steckdosenleisten und der Dockingstation; die Wandsteckdose wurde auf Wannenhöhe versetzt. Die Rückwand in Eiche mit einem offenen Regal auf 45 cm über der Platte und einem LED-Band darüber, das nach vorne auf das Gesicht leuchtet. Oben zwei geschlossene Fächer für Papier und Archiv.
Die Türen in mattem Lack im Weißton der Wand, Einschubbeschläge mit Dämpfung, innen in Eiche. Fertigung in Münchendorf in sechs Wochen, Montage an einem Tag inklusive Verkabelung. Die Monitore bleiben stehen, wenn die Türen schließen – 68 cm Innentiefe reichen dafür –, und morgens sind es zwei Handgriffe: Türen auf, Laptop andocken.
Licht und Akustik: woran man beim Arbeitsplatz im Wohnraum selten denkt
Ein Arbeitsplatz braucht mehr Licht als ein Wohnzimmer. Als Richtwert gelten rund 500 Lux auf der Arbeitsfläche, was eine Deckenleuchte im Wohnraum nicht liefert. Wir planen deshalb ein Lichtband unter dem ersten Regalboden oder unter den Oberschränken, das die Platte gleichmäßig ausleuchtet, in neutralweißem Licht um 4 000 Kelvin, dimmbar – abends, wenn der Arbeitsplatz zur Leseecke wird, darf es wärmer sein.
Tageslicht ist der zweite Punkt. Der Monitor sollte seitlich zum Fenster stehen, nicht davor und nicht gegenüber: Vor dem Fenster blendet das Licht die Augen, gegenüber spiegelt es im Bildschirm. In einer Nische, deren Lage feststeht, hilft eine Rückwand, die nicht glänzt, und ein Blendschutz am Fenster.
Akustik ist im Wohnraum das unterschätzte Thema. Videokonferenzen hallen in Räumen mit Parkett und glatten Wänden, und wer im Nebenraum sitzt, hört jedes Wort. Stoffbespannte Rückwände, Lamellenflächen aus Holz oder ein Regal voller Bücher nehmen den Hall; eine geschlossene Nische mit Türen dämpft zusätzlich. Keine dieser Lösungen macht den Raum schalldicht, aber sie machen das Gespräch angenehmer – auf beiden Seiten.
Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Gang: wo das Home-Office hinpasst
Nicht jede Wohnung hat eine Nische neben dem Kamin. Das Home-Office nach Maß findet seinen Platz auch anderswo: als Teil einer Wohnwand, bei der ein Feld mit Klappe zum Schreibtisch wird; als Abschnitt eines Schlafzimmerschranks, in dem hinter zwei Türen ein Arbeitsplatz steckt; in einem breiten Gang, wo eine 35 cm tiefe Schrankwand ein ausklappbares Tischblatt bekommt; oder als Raumteiler, dessen Rückseite zum Büro wird.
Im Schlafzimmer gilt besonders, dass der Arbeitsplatz schließbar sein muss – wer neben offenen Monitoren einschläft, schläft schlechter. Im Gang zählt die Tiefe: Ein Klapptisch mit 60 cm Tiefe, der an der Wand hochgeklappt wird, braucht im geschlossenen Zustand nur 12 cm. In der Wohnwand ist die Höhe wichtig: Die Platte auf 74 cm, der Fernseher daneben auf Augenhöhe im Sitzen, beides in einer Front.
Beim Vor-Ort-Termin schauen wir uns alle Wände an, nicht nur die, die Sie im Kopf haben. Oft ist die beste Stelle die, an der heute ein Möbel steht, das ohnehin ersetzt werden sollte. Ein Foto der infrage kommenden Wände und die Maße genügen für eine erste Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.
Material, Oberfläche und der Weg zum eigenen Home-Office
Die Arbeitsplatte wird täglich berührt und sollte sich gut anfühlen: Massivholz oder Furnier mit geölter Oberfläche ist warm und lässt sich nachbessern; Fenix ist supermatt, fingerabdruckfrei und bei kleinen Kratzern thermisch reparierbar – für Platten, auf denen viel geschrieben wird, eine gute Wahl. Lackierte Platten sind möglich, zeigen aber Kratzer von Laptop und Maus schneller.
Die Fronten folgen dem Raum. Im Wohnzimmer meist in der Wandfarbe, damit die geschlossene Nische verschwindet; im Schlafzimmer in derselben Front wie der Schrank. Innen darf es anders sein: Holz oder ein Farbton, der beim Öffnen den Arbeitsbereich vom Wohnbereich trennt. Im Schauraum lassen sich Platten und Fronten nebeneinander anschauen – mit Laptop darauf, nicht leer.
Der Weg: Foto, Maße der Wand oder Nische, Zahl der Monitore. Daraus entsteht innerhalb von 24 Stunden eine erste Einschätzung, danach der Vor-Ort-Termin mit Naturmaß und Elektrik, die Planung mit Visualisierung und ein Angebot mit allen Positionen. Der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen; Fertigung in der Regel fünf bis sechs Wochen in Münchendorf, Montage an einem Tag durch unser eigenes Team.
Ihr Arbeitsplatz steht auf einem Beistelltisch, den Sie abends nicht mehr sehen wollen? Ein Foto der Nische oder Wand und drei Maße reichen – wir sagen Ihnen innerhalb von 24 Stunden, ob dort ein vollwertiges Büro Platz hat und wie es sich schließen lässt. Naturmaß vor Ort, Fixpreis vor Auftrag. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Arbeitsfläche mindestens 120 × 70 cm, Höhe 72 bis 75 cm, Knieraum 65 cm hoch – darunter ist es ein Beistelltisch, kein Büro.
- Kabel in eine Wanne hinter der Blende, Dockingstation und Netzteile darin, ein Kabel zum Laptop, Drucker im Auszug.
- Einschubtüren verschwinden ganz, Falttüren brauchen wenig Platz, Klappen passen in kleine Nischen – alle mit 65 bis 70 cm Innentiefe.
- Rund 500 Lux auf der Platte durch ein Lichtband, Monitor seitlich zum Fenster, Stoff oder Holzlamellen gegen den Hall.
- Naturmaß, Elektrik vor der Montage geklärt, Fixpreis vor Auftrag, Montage an einem Tag inklusive Verkabelung.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein Schreibtisch im Home-Office mindestens sein?
Mindestens 120 cm breit und 70 cm tief für einen Monitor, 140 bis 160 cm breit für zwei. Die Tiefe sorgt für 60 bis 70 cm Augenabstand zum Bildschirm. Die Höhe liegt bei 72 bis 75 cm und wird beim Maßmöbel an die Körpergröße angepasst.
Kann man einen Arbeitsplatz in einen Schrank einbauen?
Ja. Der Schrank braucht 65 bis 70 cm Innentiefe, damit die Monitore stehen bleiben, wenn die Türen schließen, und Einschubtüren, Falttüren oder eine Klappe. Darunter bleibt der Knieraum frei, der Stuhl steht außen oder wird untergeschoben.
Wie versteckt man die Kabel am Schreibtisch?
In einer Kabelwanne unter der Rückkante der Platte, verdeckt durch eine Blende, mit Steckdosenleiste, Netzteilen und Dockingstation darin. Eine Durchführung in der Platte führt zu den Monitoren, ein Kanal in der Seitenwand zur Wandsteckdose.
Welches Licht braucht ein Arbeitsplatz im Wohnzimmer?
Rund 500 Lux auf der Arbeitsfläche, was eine Wohnzimmerleuchte nicht liefert. Ein LED-Band unter dem Regal oder den Oberschränken, neutralweiß um 4 000 Kelvin und dimmbar, leuchtet die Platte aus; der Monitor steht seitlich zum Fenster.
Passt ein Home-Office ins Schlafzimmer?
Ja, als Abschnitt des Einbauschranks hinter zwei Türen. Wichtig ist, dass der Arbeitsplatz abends geschlossen wird – offene Monitore neben dem Bett stören den Schlaf. Innen 65 bis 70 cm Tiefe, Platte auf 74 cm, Knieraum frei.
Was brauche ich für ein erstes Gespräch über mein Home-Office?
Ein Foto der Wand oder Nische, ihre Breite, Tiefe und Höhe, und die Zahl der Monitore. Damit sagen wir innerhalb von 24 Stunden, welche Lösung passt. Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir das Naturmaß und klären die Steckdosen; der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen.
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