Kinderzimmerschrank, der mitwächst

Kinderzimmerschrank nach Maß: verstellbare Innenausstattung, erreichbare Höhen, robuste Oberflächen, Nischen und Hochbett-Kombinationen – mitwachsend geplant.

Schränke für jeden Raum · Einbauschränke nach Maß · Stand 2026-11-04

Kurz gesagt: Ein Kinderzimmerschrank hält 15 Jahre, wenn der Korpus raumhoch und fest steht und nur das Innenleben wechselt: Kleiderstangen und Fachböden auf Lochreihen, die mit dem Kind nach oben wandern, Laden unten für Spielzeug, das später Kleidung wird, robuste Oberflächen, die Stifte und Stöße wegstecken, und eine Verankerung an der Wand. Wir in Münchendorf planen den Schrank für das Kleinkind und den Teenager zugleich, fertigen ihn in der eigenen Werkstatt und montieren ihn zum Fixpreis vor Auftrag.

Das Kinderzimmer im Haus in Tulln war 12 m² groß, und die Zwillinge darin waren drei Jahre alt. An der Wand stand ein Wickelkommoden-Schrank aus der Babyzeit, zu klein für zwei, mit Kleiderstange auf 1,70 m, an die die Kinder nicht herankamen, und Spielzeug in Kisten davor. Die Eltern sagten beim Vor-Ort-Termin den Satz, der in Kinderzimmern immer fällt: „Wir wollen nicht in fünf Jahren wieder einen neuen Schrank kaufen.“ Genau dafür ist ein Kinderzimmerschrank nach Maß da – ein Korpus, der bleibt, mit einem Innenleben, das sich alle paar Jahre umstellen lässt. Auf dieser Seite erklären wir, welche Höhen Kinder in welchem Alter erreichen, wie das Innenleben mitwächst, welche Oberflächen Kinderzimmer aushalten, wie sich der Schrank mit Hochbett und Schreibtisch verbinden lässt und wie der Schrank in Tulln für die nächsten 15 Jahre geplant wurde.

Warum ein Kinderzimmerschrank in 15 Jahren dreimal anders aussieht

Ein Kinderzimmer verändert sich schneller als jeder andere Raum. Mit drei Jahren braucht das Kind Platz für Spielzeug, kleine Kleidung und Windeln, und es soll an seine Sachen herankommen. Mit acht kommen Schulsachen, Bücher, Sammlungen und ein Schreibtisch. Mit vierzehn ist die Kleidung so groß wie bei Erwachsenen, das Spielzeug ist weg, und das Zimmer soll aussehen wie das eines Erwachsenen – nur in eigener Sprache.

Serienschränke für Kinder sind für eine dieser Phasen gebaut: niedrig und bunt für das Kleinkind, dann zu klein; oder gleich der Erwachsenenschrank, an den das Kind nicht herankommt. Ein Schrank nach Maß wird für alle drei Phasen geplant – als raumhoher Korpus, dessen Fächer, Stangen und Laden auf Lochreihen sitzen und umgesteckt werden, ohne dass der Schrank sich bewegt.

Beim Vor-Ort-Termin in Tulln zeichneten wir deshalb drei Pläne für denselben Schrank: einen für jetzt, einen für die Volksschule, einen für die Zeit danach. Der Korpus war in allen dreien gleich; nur die Innenaufteilung wanderte nach oben. Die Eltern entschieden sich für den Schrank, als sie den dritten Plan sahen.

Erreichbare Höhen: was ein Kind in welchem Alter greifen kann

Ein Dreijähriges greift bequem bis etwa 100 cm, ein Sechsjähriges bis 120 cm, ein Zehnjähriges bis 150 cm. Ein Schrank, der dem Kind Selbstständigkeit ermöglichen soll – sich selbst anziehen, Spielzeug selbst wegräumen –, muss seine wichtigsten Fächer unterhalb dieser Grenze haben. Alles oberhalb gehört den Eltern: Saisonkleidung, Dinge zum Hineinwachsen, Bettwäsche.

Für die Kleiderstange heißt das: beim Kleinkind auf 100 bis 110 cm, in der Volksschule auf 130 cm, beim Teenager auf 180 cm oder als Doppelstange. Wir setzen die Stange auf einen Träger, der auf der Lochreihe umsteckbar ist, oder planen gleich einen Kleiderlift, der eine hohe Stange nach unten holt. Fächer für gefaltete Kleidung sitzen beim Kleinkind zwischen 40 und 100 cm, später wandern sie nach oben und machen unten Platz für Laden.

Laden sind für Kinder das beste Fach: Man sieht von oben hinein, kann nichts umstoßen, und ein Vollauszug mit Dämpfung klemmt keine Finger. Für Kleinkinder planen wir die unteren Laden tief – 25 bis 30 cm für Bausteine und Stofftiere –, später sind sie für Pullover und Sportsachen genau richtig.

Das Innenleben, das mitwächst: Lochreihen, Träger, Umbau in einer Stunde

Der Trick des mitwachsenden Schranks ist unspektakulär: Lochreihen im Raster von 32 mm an allen Seitenwänden, auf denen Fachböden, Stangenträger und Ladenschienen sitzen. Was heute eine Lade auf 40 cm Höhe ist, wird in fünf Jahren ein Fachboden auf 140 cm – mit demselben Beschlag, ohne Bohren. Wir liefern die Böden und Träger für die späteren Phasen gleich mit, damit sie da sind, wenn der Umbau ansteht.

Die Seitenwände müssen dafür stärker sein als in Serienschränken: 19 mm halten die Lochreihen über Jahre nur, wenn die Beschläge nicht ständig gewechselt werden; wir verwenden 22 bis 25 mm und Metallträger statt Kunststoffstiften, damit die Löcher nicht ausleiern. Laden laufen auf Schienen, die sich in der Höhe versetzen lassen, und die Fronten der Laden sind so geplant, dass sie auch in anderer Reihenfolge eine Fläche ergeben.

Die Fronten selbst bleiben. Wer die Türen in einer neutralen Farbe plant, muss in 15 Jahren nichts tauschen; wer Farbe will, bekommt sie innen – in den Laden, an der Rückwand – oder als austauschbare Front an einem einzelnen Feld. In Tulln wurden die Laden innen gelb und grün, die Türen außen in einem warmen Weiß, das auch in zehn Jahren niemanden stört.

Oberflächen, die Kinderzimmer aushalten: Stifte, Stöße, Aufkleber

Kein Raum wird härter benutzt. Türen werden zugeworfen, Fronten bemalt, mit Aufklebern beklebt, mit Spielzeugautos gerammt. Die Oberfläche muss das wegstecken und sich reinigen lassen: Supermatte Oberflächen wie Fenix sind fingerabdruckfrei, nehmen Filzstift ab und lassen kleine Kratzer mit Wärme ausbessern – im Kinderzimmer eine der besten Wahlen. Matter Lack ist robust und in jeder Farbe möglich, zeigt aber Kratzer; beschichtete Fronten sind die wirtschaftliche Variante und halten erstaunlich viel aus.

Die Kanten zählen mehr als die Fläche. Wir runden Kanten an Laden, Türen und Arbeitsplatten, verwenden keine vorstehenden Griffe, an denen man hängen bleibt – Griffmulden oder Tip-on –, und setzen Dämpfer an jede Tür und jede Lade, damit keine Finger geklemmt werden und das Zuknallen leise bleibt. Scharniere mit Dämpfung halten im Kinderzimmer auch länger, weil sie den Schlag abfangen.

Und die Rückwand im offenen Regalteil wird gerne bemalt. Eine Tafelfläche aus schwarzem Lack oder eine Platte, die man austauschen kann, nimmt das vorweg – das Kind malt dort, wo es darf, und die Front bleibt sauber.

Aus der Werkstatt: der Zwillingsschrank in Tulln

Ausgangslage: Kinderzimmer mit 12 m², eine freie Wand von 3,20 m, Raumhöhe 2,60 m, Fenster an der Stirnseite, Tür in der Ecke. Zwei Kinder, drei Jahre alt, die Eltern wünschten sich einen Schrank für beide, der bis zum Auszug hält, Platz für Spielzeug jetzt, und eine Lösung für die Zeit, in der zwei Schreibtische ins Zimmer müssen.

Die Entscheidung: eine Schrankwand über die volle Breite, raumhoch, in zwei spiegelgleichen Hälften – eine je Kind –, dazwischen ein offenes Regal mit 60 cm Breite für Bücher und Spielzeug, dessen Rückwand als Tafel lackiert ist. Je Hälfte unten drei tiefe Laden, darüber die Stange auf 105 cm, darüber Fächer, ganz oben die Elternzone hinter Türen. Lochreihen im ganzen Korpus, Fachböden für zwei weitere Phasen mitgeliefert. Für die Schulzeit ist das Regal so geplant, dass sein unterer Teil eine ausklappbare Arbeitsplatte aufnimmt; die Steckdose dafür sitzt schon in der Rückwand.

Fronten in Fenix in warmem Weiß, grifflos mit Griffmulde, Laden innen farbig. Der Schrank ist mit vier Ankern in der Ziegelwand verschraubt und steht auf einem durchgehenden Sockel. Fertigung in Münchendorf in fünf Wochen, Montage an einem Tag. Beim zweiten Umbau, etwa in drei Jahren, wandern Stange und Fächer nach oben – eine Stunde Arbeit, die die Eltern mit der Anleitung selbst schaffen oder unser Team übernimmt.

Kippsicherung und Standfestigkeit: der Schrank, auf den geklettert wird

Kinder klettern. Auf offene Laden, in Regale, an Türen hoch. Ein freistehender Schrank mit ausgezogenen Laden kann nach vorne kippen, und das ist kein theoretisches Risiko. Ein Einbauschrank nach Maß wird deshalb immer an der Wand verankert – in Ziegel oder Beton mit Dübeln, in Leichtbauwänden mit Hohlraumankern oder einer Traverse –, und er steht auf einem durchgehenden Sockel, nicht auf Füßen.

Dazu kommt die Konstruktion: Laden mit Vollauszug sind schwerer als Teilauszüge, wenn ein Kind daraufsteigt, deshalb bekommen sie Auszüge mit hoher Traglast, und mehrere offene Laden gleichzeitig verhindert ein Sperrmechanismus, wie man ihn aus Bürocontainern kennt. Fachböden sind fest oder mit Sicherungsträgern gehalten, damit sie nicht aushebeln, wenn ein Kind daran zieht.

Unser Montageteam prüft die Wand vor dem Setzen der Anker und wählt die Befestigung nach dem Material – das ist bei einem Kinderzimmerschrank kein Punkt, an dem gespart wird. Bei Hochbetten oder Podesten, die an den Schrank anschließen, ist die Verankerung Teil der Statik des ganzen Möbels.

Schrank plus Hochbett, Schreibtisch und Nische: das Zimmer als Ganzes

Kinderzimmer sind klein, und der Schrank ist selten das einzige Möbel, das Platz braucht. Nach Maß lässt sich kombinieren: ein Hochbett, dessen Unterbau Schrank und Laden ist; eine Schrankwand, deren Mitte ein Podest mit Bett darauf aufnimmt; ein Schreibtisch, der als Fortsetzung des Schranks an der Wand entlangläuft, mit Stauraum darüber. Das spart in einem 12-m²-Zimmer leicht zwei Quadratmeter Boden – Fläche, die zum Spielen bleibt.

Die Kombination muss zum Alter passen. Ein Hochbett ist ab etwa sechs Jahren sinnvoll, davor plant man den Platz dafür und lässt ihn frei oder nutzt ihn mit einem niedrigen Bett. Der Schreibtisch kommt mit der Schule – und wird im Schrank als ausklappbare Platte oder als eigenes Element vorbereitet, mit Steckdose und Licht, damit er später nicht nachträglich angebaut wird.

Nischen neben Tür oder Fenster, die im Kinderzimmer oft übrig bleiben, werden zu Regalen für Bücher und Sammlungen – in Tiefen von 20 bis 25 cm, die ein Serienregal nicht hat. Beim Vor-Ort-Termin schauen wir das Zimmer als Ganzes an und zeichnen Schrank, Bett und Tisch in einer Planung, auch wenn der Schrank zuerst gebaut wird.

Farbe, Ruhe und der Weg zum Kinderzimmerschrank nach Maß

Farbe im Kinderzimmer ist eine Frage der Lebensdauer. Was mit drei Jahren begeistert, ist mit zehn peinlich. Deshalb empfehlen wir die Farbe an den Stellen, die sich leicht ändern lassen – Ladeninnenseiten, Rückwände, ein einzelnes austauschbares Frontfeld – und Ruhe an den Türen: Weiß, ein warmer Grauton, helles Holz. Ein Schrank in Eiche oder einem hellen Furnier sieht im Kinderzimmer freundlich aus und im Jugendzimmer erwachsen.

Im Schauraum zeigen wir Fenix, Lack und Furnier mit den Spuren, die Kinder hinterlassen – ein Muster, auf dem ein Filzstift ausprobiert wurde, sagt mehr als ein Datenblatt. Und wir zeigen die Beschläge: gedämpfte Laden, Griffmulden, Lochreihen mit Metallträgern.

Der Weg: ein Foto des Zimmers, die Maße der Wand, das Alter der Kinder. Daraus entsteht innerhalb von 24 Stunden eine erste Einschätzung. Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir das Naturmaß und zeichnen die Phasen, danach kommen die Visualisierung und ein Angebot mit allen Positionen – der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen. Fertigung in der Regel fünf bis sechs Wochen in Münchendorf, Montage an einem Tag durch unser eigenes Team.

Sie wollen nicht in fünf Jahren wieder einen Kinderzimmerschrank kaufen? Ein Foto des Zimmers, die Wandmaße und das Alter der Kinder genügen – wir zeigen Ihnen innerhalb von 24 Stunden, wie ein Schrank für das Kleinkind und den Teenager zugleich aussieht. Naturmaß vor Ort, Fixpreis vor Auftrag. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Der Korpus bleibt 15 Jahre, das Innenleben wandert: Lochreihen, umsteckbare Stangen und Fachböden, mitgelieferte Böden für spätere Phasen.
  2. Greifhöhen: 100 cm mit drei, 120 cm mit sechs, 150 cm mit zehn Jahren – die Stange beginnt auf 105 cm und endet bei 180 cm.
  3. Laden unten für Spielzeug, später für Kleidung; alles über 150 cm gehört den Eltern.
  4. Fenix oder matter Lack, gerundete Kanten, Griffmulden, Dämpfer an jeder Tür und Lade – und Farbe nur dort, wo sie sich tauschen lässt.
  5. Verankerung in der Wand, durchgehender Sockel, Sperre gegen mehrere offene Laden: Kinder klettern, der Schrank bleibt stehen.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte die Kleiderstange im Kinderzimmerschrank sein?

So hoch, dass das Kind selbst hinkommt: etwa 100 bis 110 cm mit drei Jahren, 130 cm in der Volksschule, 180 cm oder als Doppelstange beim Teenager. Beim Maßschrank sitzt die Stange auf umsteckbaren Trägern und wandert ohne Bohren mit.

Welche Oberfläche hält im Kinderzimmer am besten?

Fenix – supermatt, fingerabdruckfrei, Filzstift lässt sich abwischen, kleine Kratzer werden mit Wärme ausgebessert. Matter Lack ist robust und farbig, zeigt aber Kratzer; beschichtete Fronten sind die wirtschaftliche Alternative. Wichtiger als die Fläche sind gerundete Kanten und Dämpfer.

Muss ein Kinderzimmerschrank an der Wand befestigt werden?

Ja, immer. Kinder klettern auf offene Laden, und ein nicht verankerter Schrank kann kippen. Wir verschrauben den Schrank mit Ankern in Ziegel, Beton oder mit Hohlraumankern in Leichtbauwänden und stellen ihn auf einen durchgehenden Sockel.

Kann der Schrank mit einem Hochbett oder Schreibtisch kombiniert werden?

Ja. Ein Hochbett ab etwa sechs Jahren kann auf einem Unterbau aus Schrank und Laden sitzen, ein Schreibtisch als ausklappbare Platte oder eigenes Element an den Schrank anschließen. Wir planen das Zimmer als Ganzes, auch wenn der Schrank zuerst gebaut wird.

Wie lange hält ein Kinderzimmerschrank nach Maß?

Der Korpus über die gesamte Kindheit und darüber hinaus. Seitenwände mit 22 bis 25 mm, Metallträger in den Lochreihen und gedämpfte Beschläge halten mehrere Umbauten aus. Was sich ändert, ist nur die Innenaufteilung – etwa alle vier bis fünf Jahre, in einer Stunde.

Was brauche ich für ein erstes Gespräch über einen Kinderzimmerschrank?

Ein Foto des Zimmers, die Maße der Wand und das Alter der Kinder. Damit schlagen wir innerhalb von 24 Stunden eine Aufteilung für jetzt und später vor. Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir das Naturmaß, und der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen.

Das passt dazu: Innenausstattung · Fronten-Material · Grifflose Fronten · Schrank in der Nische · Pflege · Maße & Tiefen · /moebel-nach-mass · /showroom · /ablauf · Einbauschränke nach Maß

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