Alte Küche demontieren und entsorgen
Alte Küche entsorgen: Demontage durch unser Team, Verwertung, Geräte, Zeitplan zwischen Abbau und Montage – und wann sich eine Revitalisierung statt Neukauf lohnt.
Kosten, Ablauf & Entscheidung · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Die alte Küche baut auf Wunsch unser eigenes Montageteam ab – am ersten Montagetag, bevor die neue aufgestellt wird – und nimmt Korpusse, Fronten, Platten und Altgeräte zur fachgerechten Verwertung mit: Holz und Spanplatte als Altholz, Geräte als Elektroaltgeräte, Metall und Glas getrennt. Wer selbst abbaut, bringt Möbelteile zum Altstoffsammelzentrum oder Mistplatz und gibt Elektrogeräte dort oder beim Händler zurück. Vorher lohnt ein ehrlicher Blick: Ist der Korpus intakt, ist eine Revitalisierung mit neuen Fronten, Arbeitsplatte und Geräten oft die klügere Alternative zum Neukauf.
Bevor die neue Küche kommt, muss die alte weg – ein Schritt, an den viele erst spät denken und der mehr Fragen aufwirft, als man erwartet. Wer baut ab? Was passiert mit den Schränken, der Arbeitsplatte, dem Geschirrspüler? Wie lange steht die Küche leer? Und, noch grundsätzlicher: Muss die alte Küche überhaupt weg, oder steckt in ihr mehr, als man sieht? Auf dieser Seite beantworten wir diese Fragen in der Reihenfolge, in der sie sich stellen: zuerst, ob Abbau oder Revitalisierung sinnvoll ist, dann, wie die Demontage abläuft, was mit Material und Geräten geschieht, wie der Zeitplan zwischen Abbau und Montage aussieht und was Sie selbst tun können.
Zuerst die Frage: muss die alte Küche wirklich weg?
Nicht jede Küche, die alt aussieht, ist alt. Sehr oft ist der Korpus – die Schrankkörper aus beschichteter Spanplatte – nach fünfzehn oder zwanzig Jahren noch vollkommen in Ordnung, während Fronten zerkratzt, die Arbeitsplatte aufgequollen und die Geräte verbraucht sind. In diesem Fall ist eine Küchenrevitalisierung die klügere Lösung: Alles Sichtbare wird neu – Fronten, Arbeitsplatte, Rückwand, Griffe, Geräte, Beschläge, Licht –, der intakte Korpus bleibt. Das Ergebnis sieht aus wie eine neue Küche, verursacht weniger Abfall, dauert meist nur 2 bis 3 Montagetage und ist in der Regel die wirtschaftlichere Variante.
Wann die Revitalisierung nicht sinnvoll ist: wenn der Grundriss nicht mehr passt – die Küche soll eine Insel bekommen, die Wand fällt, der Raum wird geöffnet –, wenn die Korpusse Wasserschäden haben oder aus dünnem, durchhängendem Material bestehen, oder wenn Sie Arbeitshöhe und Aufteilung grundlegend ändern wollen. Dann ist der Neubau nach Maß der richtige Weg. Beim Vor-Ort-Termin schauen wir uns die bestehende Küche an und sagen ehrlich, welche der beiden Richtungen passt – ein Foto der Küche vorab reicht oft schon für eine erste Einschätzung.
- Korpus intakt, Fronten und Platte verbraucht: Revitalisierung prüfen
- Grundriss, Arbeitshöhe oder Raum ändern sich: Neubau nach Maß
- Wasserschäden oder durchhängende Böden im Korpus: Neubau
- Vor-Ort-Termin klärt beide Wege – mit Fixpreis für die gewählte Variante
Demontage durch unser Montageteam: so läuft der Abbau
Wenn Sie die Demontage mit der neuen Küche beauftragen, steht sie als eigene Position im Angebot und wird am ersten Montagetag erledigt – von demselben Team, das anschließend die neue Küche aufstellt. Das hat einen praktischen Vorteil: Zwischen Abbau und Aufbau liegen Stunden, nicht Tage, und die Küche ist nicht länger unbenutzbar als nötig.
Der Abbau folgt einer festen Reihenfolge. Zuerst werden Wasser und Strom abgedreht, Spüle, Armatur und Geschirrspüler abgeklemmt, das Kochfeld vom Starkstrom getrennt – fachgerecht, nicht mit der Zange. Dann kommen Geräte heraus, Arbeitsplatte und Rückwand werden gelöst, Oberschränke abgehängt, Unterschränke von Wand und Boden getrennt. Fronten, Korpusse und Platten werden sortiert ins Fahrzeug geladen, nach Material getrennt. Löcher und Dübel in den Wänden bleiben zunächst, weil die neue Küche meist andere Befestigungspunkte braucht; was sichtbar bleibt, wird vor dem Aufstellen verschlossen.
Wichtig vor dem Abbau: Alles ausräumen – Geschirr, Vorräte, Reinigungsmittel unter der Spüle, Kleinteile in den Laden. Was am Morgen des Montagetags noch im Schrank liegt, kostet Zeit, die der neuen Küche fehlt.
Was mit Korpus, Fronten und Arbeitsplatte passiert
Eine alte Einbauküche besteht überwiegend aus beschichteter Spanplatte oder MDF, dazu Massivholz- oder Kunststofffronten, eine Laminat-, Stein- oder Holzplatte, Beschläge aus Metall, Glas aus Vitrinen und eine Edelstahl- oder Keramikspüle. Beim Abbau trennen wir nach Material: Holzwerkstoffe gehen als Altholz in die stoffliche oder thermische Verwertung, Metallbeschläge und Spüle in den Metallkreislauf, Glas gesondert, Naturstein als mineralischer Abfall. Die Entsorgung läuft über die regulären Wege für gewerblichen Abfall mit entsprechendem Nachweis.
Wer die Küche selbst abbaut, bringt die Teile zum Altstoffsammelzentrum der Gemeinde oder in Wien zum Mistplatz; dort gelten Mengen- und manchmal Größengrenzen, und die Annahme kann je nach Gemeinde gebührenpflichtig sein. Eine Sperrmüllabholung lässt sich meist gesondert bestellen. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Gemeinde, was angenommen wird und ob die Teile zerlegt sein müssen.
Und die dritte Möglichkeit: Eine noch brauchbare Küche findet oft einen Abnehmer – über Kleinanzeigen, Nachbarn oder soziale Einrichtungen, die gebrauchte Möbel annehmen. Das verlangt aber, dass sie sauber und zerstörungsfrei abgebaut wird und der Zeitplan einen Puffer hat, bis sie abgeholt ist.
- Spanplatte, MDF, Holz: Altholz-Verwertung
- Beschläge, Spüle, Metallteile: Metallkreislauf
- Glas und Naturstein getrennt
- Selbst abbauen: Altstoffsammelzentrum oder Mistplatz, Regeln der Gemeinde beachten
Altgeräte: Rückgabe, Verwertung, Weiterverwendung
Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler, Kühlschrank und Dunstabzug sind Elektroaltgeräte und gehören nicht in den Sperrmüll oder Restmüll. In Österreich werden sie getrennt gesammelt: Sie können sie bei Altstoffsammelzentren und Mistplätzen abgeben, und Händler, die neue Geräte liefern, nehmen in der Regel das alte Gerät gleicher Art zurück. Kühl- und Gefriergeräte enthalten Kältemittel und müssen fachgerecht entsorgt werden – sie dürfen auf keinen Fall auf der Seite liegend transportiert oder beschädigt werden.
Wenn wir die Demontage übernehmen, nehmen wir auch die Altgeräte mit und führen sie der Sammlung zu. Oft stellt sich aber vorher die Frage, ob alle Geräte ersetzt werden müssen. Ein drei Jahre alter Geschirrspüler oder ein guter Backofen können in die neue Küche übernommen werden – wir planen die Nische dann nach dem bestehenden Gerät. Das ist bei der Revitalisierung Standard und beim Neubau nach Maß ohne Weiteres möglich, weil wir nicht an Rastermaße gebunden sind. Welche Geräte bleiben, klären wir beim Vor-Ort-Termin: Alter, Zustand, Energieverbrauch und ob sie zur neuen Arbeitshöhe passen.
Der Zeitplan: wie lange die Küche leer steht
Die Zeit ohne Küche ist der Punkt, der im Alltag am meisten stört. Mit Demontage durch unser Team ist sie so kurz wie möglich: Abbau am Morgen des ersten Montagetags, Aufstellen der neuen Korpusse am selben Tag, Fertigstellung in wenigen Tagen. Sie kochen in dieser Zeit improvisiert – Kühlschrank in einem Nebenraum, Wasserkocher und Kochplatte reichen den meisten für ein paar Tage.
Wer selbst abbaut, sollte das kurz vor dem Montagetermin tun, nicht Wochen davor – und die Anschlüsse erst nach dem Abbau durch Installateur und Elektriker nach unserem Plan versetzen lassen, falls das nötig ist. Hier liegt die häufigste Lücke im Zeitplan: Zwischen dem Abbau und dem fertigen Anschluss vergehen Tage, in denen die Küche leer ist und niemand arbeitet. Wir stimmen deshalb bei der Freigabe mit Ihnen ab, wann abgebaut wird, wann die Handwerker kommen und wann wir – und sagen, wenn ein Termin zu knapp sitzt.
Selbst abbauen: was geht, was man lieber lässt
Oberschränke abhängen, Fronten abschrauben, Unterschränke lösen – das ist mit zwei Personen, Akkuschrauber und etwas Geduld machbar. Drei Dinge sollten Sie nicht selbst tun: das Kochfeld vom Starkstrom trennen, das ist Sache des Elektrikers; die Gasleitung abklemmen, falls vorhanden – ausschließlich der Installateur; und eine Steinplatte oder lange Arbeitsplatte allein bewegen, weil sie schwerer ist, als sie aussieht, und beim Kippen bricht. Wasser abdrehen und die Spüle abklemmen geht mit Eckventilen meist selbst, wenn man einen Eimer bereithält.
Rechnen Sie bei einer mittleren Küche mit einem Tag für zwei Personen plus Fahrten zum Sammelzentrum. Und bedenken Sie: Eine zerstörungsfreie Demontage, bei der die Küche weitergegeben wird, dauert deutlich länger als ein Abbau zur Entsorgung. Falls Sie nach dieser Aufzählung lieber doch nicht selbst abbauen möchten – die Demontage als Position im Angebot ist der einfachste Weg, und der Preis dafür steht wie alles andere fest, bevor Sie beauftragen.
Revitalisierung statt Neukauf: wann sich der Blick lohnt
Zum Abschluss noch einmal der Gedanke vom Anfang, weil er so oft übersehen wird: Die beste Entsorgung ist die, die nicht stattfindet. Bei vielen Küchen aus den 2000er-Jahren – gerade bei den hochwertigeren – ist der Korpus stabil, die Aufteilung vernünftig, der Grundriss noch passend. Was stört, sind Fronten, die aus der Mode sind, eine verbrauchte Platte und Geräte, die zu viel Strom brauchen. Genau das sind die Teile, die eine Revitalisierung austauscht: neue Fronten in Fenix, Lack oder Holz nach Maß auf den alten Korpus, Dekton als Arbeitsplatte und Rückwand, neue Auszüge und Dämpfungen, neue Geräte, Licht in Nische und Sockel.
Das Ergebnis unterscheidet sich im Alltag kaum von einer neuen Küche, die Montage dauert meist 2 bis 3 Tage, und die alte Küche verlässt das Haus nur in Teilen. Ob Ihre Küche dafür geeignet ist, sehen wir beim Vor-Ort-Termin innerhalb weniger Minuten: Wir öffnen ein paar Schränke, prüfen Böden, Rückwände und Beschläge und sagen Ihnen offen, ob Revitalisierung oder Neubau der richtige Weg ist. Für beide Varianten gibt es dann ein Angebot mit allen Positionen und Fixpreis.
Neubau oder Revitalisierung – was passt zu Ihrer alten Küche? Zwei Fotos mit offenen Schranktüren genügen für eine erste Einschätzung. Beim Vor-Ort-Termin sagen wir Ihnen ehrlich, welcher Weg der sinnvollere ist – mit Fixpreis für beide Varianten. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Vor der Entsorgung prüfen: Ist der Korpus intakt, ist eine Revitalisierung oft klüger als der Neukauf.
- Demontage durch unser Montageteam am ersten Montagetag – kurze Zeit ohne Küche, fachgerechte Trennung nach Material.
- Altgeräte sind Elektroaltgeräte: Abgabe beim Sammelzentrum oder Händler, Kühlgeräte nur fachgerecht.
- Gute Geräte können in die neue Küche übernommen werden – die Maßküche plant die Nische danach.
- Selbst abbauen ist machbar; Starkstrom, Gas und schwere Steinplatten gehören in Fachhände.
Häufige Fragen
Wer baut die alte Küche ab, wenn ich eine neue bestelle?
Auf Wunsch unser eigenes Montageteam – als Position im Angebot, erledigt am ersten Montagetag direkt vor dem Aufstellen der neuen Küche, inklusive Abtransport und Verwertung. Alternativ bauen Sie selbst ab.
Was passiert mit der alten Küche nach dem Abbau?
Wir trennen nach Material: Holzwerkstoffe als Altholz, Beschläge und Spüle als Metall, Glas und Naturstein gesondert, Geräte als Elektroaltgeräte. Alles geht in die fachgerechte Verwertung.
Wo kann ich eine alte Küche selbst entsorgen?
Beim Altstoffsammelzentrum der Gemeinde oder in Wien beim Mistplatz; Elektrogeräte dort oder beim Händler, der die neuen liefert. Mengen, Größen und Gebühren regelt die Gemeinde – vorher nachfragen. Eine Sperrmüllabholung lässt sich meist gesondert bestellen.
Kann ich meine Geräte in die neue Küche übernehmen?
Ja, wenn Alter, Zustand und Verbrauch passen. Weil wir nach Maß fertigen, planen wir die Nische nach dem bestehenden Gerät. Beim Vor-Ort-Termin sehen wir uns die Geräte gemeinsam an.
Wie lange bin ich ohne Küche?
Mit Demontage durch unser Team: vom Morgen des ersten Montagetags bis zur Übergabe wenige Tage später. Bei einer Revitalisierung meist 2 bis 3 Tage. Wer selbst abbaut, sollte das kurz vor dem Montagetermin tun.
Wann lohnt sich eine Revitalisierung statt einer neuen Küche?
Wenn der Korpus stabil und trocken ist und der Grundriss bleiben kann. Dann werden Fronten, Arbeitsplatte, Rückwand, Geräte, Beschläge und Licht neu – in 2 bis 3 Montagetagen und meist als wirtschaftlichere Variante. Bei neuem Grundriss oder beschädigtem Korpus ist der Neubau nach Maß richtig.
Wie finde ich heraus, ob meine alte Küche noch etwas taugt?
Schicken Sie uns zwei, drei Fotos – außen und mit offenen Schranktüren. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung und klären beim Vor-Ort-Termin, ob Revitalisierung oder Neubau sinnvoll ist. Beides kostenlos und unverbindlich.
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