Die Küchenmontage: so laufen die Einbautage
Küchenmontage Schritt für Schritt: Anlieferung, Korpusse, Geräte, Arbeitsplatte, Anschlüsse, Feinjustierung, Übergabe – und was Sie vorher erledigen sollten.
Kosten, Ablauf & Entscheidung · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: An den Montagetagen liefert unser eigenes Team die Küche an, stellt die Korpusse auf und richtet sie exakt aus, setzt Fronten und Beschläge, baut Geräte ein, montiert Arbeitsplatte und Rückwand aus Dekton, schließt Wasser, Strom und Licht an und justiert am Ende jede Front und jede Lade. Sie bereiten vor, dass der Raum leer ist, der Zugang frei, Strom und Wasser verfügbar und die Anschlüsse nach unserem Plan gesetzt. Dann ist die Küche in wenigen Tagen fertig – und die Übergabe mit gemeinsamer Abnahme der letzte Schritt.
Die Montage ist der Moment, in dem aus Plan und Werkstattarbeit eine Küche wird – und zugleich der Teil, vor dem viele am meisten Respekt haben: Fremde im Haus, Lärm, Staub, die Frage, ob alles passt. Bei einer Maßküche, die vom selben Betrieb geplant, gefertigt und montiert wird, läuft dieser Teil bemerkenswert ruhig ab, weil das Montageteam die Küche kennt, bevor es sie sieht. Auf dieser Seite beschreiben wir, was an den Montagetagen in welcher Reihenfolge passiert, was Sie vorher erledigen sollten, wie Sie sich die Tage vorstellen können und was bei der Übergabe geschieht. So wissen Sie vorher, worauf Sie sich einstellen.
Vor der Montage: was Sie vorbereiten sollten
Eine gute Montage beginnt einige Tage vorher bei Ihnen. Der Küchenraum muss leer sein: Die alte Küche ist abgebaut – oder Sie haben die Demontage bei uns mitbeauftragt, dann erledigt das unser Team am ersten Tag –, Schränke und Laden sind ausgeräumt, Geschirr und Vorräte sind in einem anderen Raum untergebracht. Wände und Boden sind fertig; wenn Fliesen, Parkett oder Wandfarbe erneuert werden, geschieht das vor der Montage, nicht danach.
Die Anschlüsse müssen nach unserem Installationsplan gesetzt sein: Steckdosen in Nische und Insel, der Starkstromanschluss fürs Kochfeld, Wasser- und Abflussanschluss an der geplanten Stelle, die Zuleitungen für Lichtlinien, bei Abluft der Mauerkasten. Elektriker und Installateur bekommen diesen Plan nach der Freigabe; am Montagetag prüfen wir ihn als Erstes. Dazu braucht das Team Strom und Wasser im Haus, einen freien Zugang vom Fahrzeug zum Raum und – in Wohnungen – idealerweise eine Information an die Nachbarn über ein paar laute Stunden.
- Raum leer: alte Küche abgebaut (oder Demontage bei uns beauftragt), Schränke ausgeräumt
- Boden, Wände, Malerarbeiten fertig
- Anschlüsse nach Installationsplan gesetzt: Elektro, Wasser, Abluft, Licht
- Strom und Wasser verfügbar, Zugang und Stiegenhaus frei
Tag 1: Anlieferung, Kontrolle, Korpusse aufstellen
Der erste Montagetag beginnt mit der Anlieferung aus der Werkstatt in Münchendorf. Die Küche kommt in Teilen – Korpusse, Fronten, Beschläge, Geräte, Arbeitsplatte – und wird im Raum oder einem Nebenraum sortiert. Unser Team legt Schutz auf Böden und Wege aus und prüft die Anschlüsse gegen den Plan. Stimmt etwas nicht, ist jetzt der Moment, es zu klären – nicht nachdem die Korpusse stehen.
Dann werden die Korpusse aufgestellt: zuerst die Hochschränke und die Eckschränke, von dort aus die Unterschränke. Jeder Korpus wird mit Wasserwaage und Laser ausgerichtet und auf Stellfüßen nivelliert, auch wenn der Boden – was in Altbauten die Regel ist – nicht eben ist. Die Korpusse werden miteinander verschraubt und an der Wand gesichert. Weil die Korpusse nach Naturmaß gefertigt sind, passen sie an Wand und Decke, ohne dass vor Ort gesägt und gestückelt werden muss – das ist der Unterschied zur Montage einer Serienküche, bei der am ersten Tag oft noch Passleisten zugeschnitten werden.
Tag 1 bis 2: Fronten, Beschläge, Geräte
Stehen die Korpusse, kommen Fronten und Beschläge: Türen werden eingehängt, Auszüge und Laden eingesetzt, Griffleisten oder Tip-on-Beschläge montiert. Alles wird zunächst grob eingestellt – die Feinjustierung kommt am Ende, wenn Arbeitsplatte und Geräte ihr Gewicht einbringen. Parallel werden Geräte eingebaut: Kühlschrank und Backofen in die Hochschränke, Geschirrspüler unter die Platte, das Kochfeld und die Spüle bereitgelegt, weil sie erst in die Arbeitsplatte eingesetzt werden können.
In dieser Phase zeigt sich, warum ein eigenes Montageteam wichtig ist. Wer die Küche gefertigt hat, weiß, welcher Beschlag wo hingehört, wie die Lichtlinie verlegt ist und warum die Blende am Kühlschrank einen Millimeter breiter ist als die daneben. Ein Subunternehmer, der die Küche zum ersten Mal sieht, muss das aus Plänen lesen – oder raten. Deshalb montieren bei uns feste Teams, die seit Jahren Tischlerkultur-Küchen bauen.
Arbeitsplatte und Rückwand: der Moment, an dem die Küche fertig aussieht
Die Arbeitsplatte aus Dekton wird mit den stehenden Korpussen abgeglichen: Je nach Projekt haben wir sie nach dem Naturmaß vorgefertigt, oder sie wird nach den aufgestellten Korpussen abgenommen und geschnitten – bei komplizierten Grundrissen mit schiefen Wänden ist der zweite Weg der sicherere. Dann wird sie aufgelegt, ausgerichtet und verklebt; Kochfeld und Spüle werden eingesetzt, bei Dekton oft flächenbündig. Die Rückwand aus demselben Material wird bis zum Oberschrank gesetzt, Steckdosen-Ausschnitte sind vorbereitet.
Bei Dekton und Keramik arbeiten wir mit Formaten bis 3,20 Meter, deshalb gibt es meist nur eine Fuge – in der Ecke der L-Küche – und sonst keine. Fugen werden mit einer farblich passenden Masse geschlossen, die Kante zur Wand wird mit einem schmalen Silikonstrich abgedichtet. Nach diesem Schritt sieht die Küche fertig aus; was noch fehlt, ist das, was sie funktionieren lässt.
Anschlüsse, Licht, Feinjustierung
Jetzt werden Wasser und Abfluss an Spüle und Geschirrspüler angeschlossen, das Kochfeld an den Starkstrom, der Abzug an Abluft oder Umluftfilter, Backofen und Kühlschrank an ihre Steckdosen. Lichtlinien in Nische, Sockel und Laden werden verkabelt und auf ihre Steuerung gelegt. Wir prüfen jedes Gerät im Betrieb: Wasser läuft, nichts tropft, das Kochfeld heizt, der Abzug saugt, die Lichtkreise dimmen.
Dann folgt der Schritt, den man bei der fertigen Küche nicht sieht, aber täglich spürt: die Feinjustierung. Jede Front wird in Höhe, Seite und Tiefe so eingestellt, dass die Fugen über die gesamte Zeile gleich breit sind und alle Griffleisten fluchten. Auszüge werden so justiert, dass sie gedämpft und ohne Nachfedern schließen. Sockelblenden werden gesetzt, Abschlussleisten – wo überhaupt nötig – angepasst. Dieser Teil dauert länger, als man erwartet, und entscheidet darüber, ob die Küche „gebaut“ oder „zusammengestellt“ aussieht.
Übergabe und Abnahme: so endet die Montage
Am Ende steht die Übergabe. Wir gehen die Küche gemeinsam mit Ihnen durch: jede Lade öffnen, jedes Gerät erklären, die Lichtsteuerung zeigen, die Pflege der Oberflächen besprechen – wie man Fenix reinigt, was Dekton verträgt, wie man die Dämpfung nachstellt. Was Ihnen auffällt, wird notiert und sofort oder in einem kurzen Nachtermin erledigt. Die Küche wird besenrein übergeben, Verpackung und Reste nehmen wir mit.
Weil dasselbe Team geplant, gefertigt und montiert hat und das Naturmaß vorher genommen wurde, ist die Liste bei der Abnahme in aller Regel kurz oder leer. Das ist der stille Unterschied zur Serienküche mit Fremdmontage, bei der die Abnahme oft der Beginn einer Korrespondenz über Nachbesserungen ist. Und falls nach Wochen etwas ist – eine Lade, die sich verstellt hat, eine Frage zur Pflege –, haben Sie eine Ansprechperson, die die Küche kennt.
Montage in Wohnung, Altbau und Neubau: Besonderheiten
In der Wiener Altbauwohnung beginnt die Montage mit der Logistik: Hochschrankwände und 3 Meter lange Dekton-Platten müssen durch Stiegenhaus und Türen – das prüfen wir beim Vor-Ort-Termin und planen Teile, die sich transportieren lassen. Schiefe Wände und unebene Böden sind hier normal; das Naturmaß und die Nivellierung fangen sie ab. Im Neubau liegt die Herausforderung in der Koordination: Estrich und Boden müssen fertig und belastbar sein, Anschlüsse exakt an den geplanten Stellen – wir stimmen den Montagetermin mit dem Bauzeitplan ab.
In allen Fällen gilt: Sie müssen nicht anwesend sein, aber erreichbar; am ersten Tag für die Einweisung und am letzten für die Übergabe ist es sinnvoll, vor Ort zu sein. Wenn Sie unsicher sind, wie die Montage in Ihrer Situation läuft – schmales Stiegenhaus, kein Lift, laufender Umbau –, beschreiben Sie sie uns kurz; wir antworten innerhalb von 24 Stunden mit einer Einschätzung.
Sie wollen wissen, wie die Montage bei Ihnen zu Hause ablaufen würde? Beschreiben Sie uns Raum, Zugang und Stand der Anschlüsse – wir sagen Ihnen, was vorzubereiten ist und wie viele Tage das eigene Team braucht. Beim Vor-Ort-Termin planen wir die Montage dann konkret mit. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Vorbereitung: Raum leer, Boden und Wände fertig, Anschlüsse nach Installationsplan, Strom und Wasser da, Zugang frei.
- Reihenfolge: Anlieferung und Kontrolle, Korpusse nivellieren und verschrauben, Fronten und Geräte, Arbeitsplatte und Rückwand, Anschlüsse, Feinjustierung.
- Dekton-Platte und -Rückwand in Formaten bis 3,20 m – meist nur eine Fuge in der Ecke.
- Die Feinjustierung aller Fronten und Auszüge entscheidet, ob die Küche „gebaut“ aussieht.
- Eigenes Montageteam, das die Küche gefertigt hat: kurze Abnahmeliste, eine Ansprechperson danach.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Montage einer Einbauküche?
Wenige Tage, je nach Umfang: eine einfache Zeile schneller, eine Küche mit Insel, Hochschrankwand, Dekton-Rückwand und Lichtkonzept länger. Die genaue Dauer nennen wir Ihnen mit dem Angebot.
Muss ich während der Montage zu Hause sein?
Nicht durchgehend. Sinnvoll ist Ihre Anwesenheit zu Beginn des ersten Tages für die Einweisung und am Ende für die Übergabe. Dazwischen reicht, dass Sie telefonisch erreichbar sind.
Baut Tischlerkultur die alte Küche ab?
Ja, auf Wunsch. Die Demontage ist eine Position im Angebot und wird dann am ersten Montagetag erledigt, inklusive Abtransport und Verwertung. Alternativ bauen Sie selbst ab – dann muss der Raum zum Montagetermin leer sein.
Was muss der Elektriker vor der Montage erledigen?
Alle Steckdosen und Anschlüsse nach unserem Installationsplan: Steckdosen in Nische und Insel, Starkstrom fürs Kochfeld, Zuleitungen für Lichtlinien, Anschluss für den Abzug. Der Plan geht nach der Freigabe an Elektriker und Installateur.
Wird die Arbeitsplatte am selben Tag montiert?
Je nach Projekt. Bei vorgefertigten Platten nach Naturmaß ja; bei komplizierten Grundrissen nehmen wir die Platte nach dem Aufstellen der Korpusse ab und montieren sie in einem zweiten Schritt. Das besprechen wir vorher mit Ihnen.
Wer montiert – eigene Mitarbeiter oder Subunternehmer?
Ausschließlich unsere eigenen, festen Montageteams, die die Küchen aus der Werkstatt in Münchendorf kennen. Keine Subunternehmer.
Wie bereite ich mich am besten auf den Montagetermin vor?
Mit unserer Vorbereitungsliste nach der Freigabe: Raum leeren, Vorarbeiten nach Installationsplan, Zugang klären. Wenn Sie unsicher sind, was bei Ihnen gilt, schicken Sie uns eine kurze Beschreibung – wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
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