Checkliste Küchenplanung: 25 Fragen vor dem ersten Termin
Die Checkliste zur Küchenplanung: Gewohnheiten, Raum, Geräte, Stauraum, Material, Budget und Zeitplan – 25 Fragen, die das Erstgespräch produktiv machen.
Planung & Ergonomie · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Vor dem ersten Planungsgespräch für eine neue Küche sollten Sie sechs Dinge klären: Ihre Kochgewohnheiten, den Raum mit Fenstern, Türen und Anschlüssen, die Geräte, die Sie wirklich nutzen, den Stauraum, den Sie heute vermissen, Ihre Vorstellungen zu Material und Farbe sowie Budgetrahmen und Zeitplan. Die 25 Fragen dieser Checkliste decken genau das ab – wer sie beantwortet mitbringt, bekommt bei uns in Münchendorf schon im Erstgespräch eine konkrete Einschätzung statt allgemeiner Fragen.
Ein Planungsgespräch ist so gut wie seine Vorbereitung. Wer mit einem leeren Blatt kommt, verbringt die erste Stunde damit, grundsätzliche Fragen zu klären, die zu Hause in zehn Minuten beantwortet gewesen wären. Wer die wichtigsten Punkte vorher durchdacht hat, redet vom ersten Moment an über seine Küche. Diese Checkliste zur Küchenplanung ist aus hunderten Erstgesprächen entstanden: Es sind die 25 Fragen, die wir ohnehin stellen würden – nach Gewohnheiten, Raum, Geräten, Stauraum, Material und Budget. Sie müssen nicht alle beantworten können. Aber jede Antwort, die Sie mitbringen, macht die Planung genauer und das Angebot schneller.
Warum sich die Vorbereitung lohnt
Eine Küche nach Maß wird nicht aus einem Katalog zusammengestellt, sondern aus Ihrem Alltag heraus entwickelt. Das setzt voraus, dass wir diesen Alltag kennen – und niemand kennt ihn besser als Sie. Die Checkliste ist deshalb kein Formular, das man abhakt, sondern eine Einladung, die eigene Küche einmal bewusst zu beobachten: Wo steht man beim Kochen, was liegt immer im Weg, welche Lade öffnet man zehnmal am Tag, welcher Schrank nie? Diese Beobachtungen sind wertvoller als jede Stilvorgabe.
In der Praxis zeigt sich: Wer die Fragen durchgegangen ist, hat beim Erstgespräch meist schon eine Vorstellung von der Küchenform und weiß, was ihm wichtig ist. Das Gespräch kann dann dort beginnen, wo es interessant wird – bei der Lösung. Und beim Vor-Ort-Termin mit Naturmaß gleichen wir Ihre Antworten mit dem Raum ab. Nehmen Sie sich für die Liste einen Abend, am besten zu zweit, wenn Sie zu zweit kochen.
Gewohnheiten: Wie kochen und leben Sie in der Küche?
Die ersten Fragen sind die wichtigsten, und sie haben nichts mit Möbeln zu tun. Eine Küche für jemanden, der täglich frisch für fünf Personen kocht, sieht anders aus als eine für zwei Berufstätige, die abends etwas aufwärmen und am Wochenende Gäste haben. Beide Küchen können gleich groß sein – aber die erste braucht mehr Arbeitsfläche, mehr Vorrat und einen großen Kühlschrank, die zweite mehr Geschirrzone, einen guten Geschirrspüler und vielleicht einen Weinklimaschrank.
Beobachten Sie sich eine Woche lang beim Kochen. Wo stehen Sie am längsten? Was holen Sie am häufigsten aus dem Schrank? Kochen Sie allein oder stehen oft zwei Personen gleichzeitig in der Küche? Ist die Küche auch der Ort, an dem die Kinder Hausaufgaben machen oder Gäste mit einem Glas Wein zuschauen? Daraus ergeben sich Zonen, Abstände und die Frage, ob eine Insel oder ein Tresen Sinn hat.
- 1. Wer kocht wie oft – täglich frisch, gelegentlich, vor allem am Wochenende?
- 2. Für wie viele Personen wird im Alltag gekocht, für wie viele bei Gästen?
- 3. Stehen oft zwei Personen gleichzeitig in der Küche?
- 4. Was stört Sie an Ihrer jetzigen Küche am meisten – und was möchten Sie unbedingt behalten?
- 5. Soll in der Küche auch gegessen, gearbeitet oder mit Gästen gesessen werden?
Raum: Was gibt der Grundriss vor?
Der Raum setzt den Rahmen, und einige Dinge lassen sich nicht oder nur mit Aufwand verändern: die Lage des Fensters, der Tür, des Wasseranschlusses, der Weg des Abzugs nach draußen. Andere sind flexibler, als man denkt – Steckdosen, Lichtauslässe, auch eine Wand zum Wohnraum. Für das Erstgespräch reichen grobe Maße und ein Foto; das exakte Naturmaß nehmen wir beim Vor-Ort-Termin. Aber es hilft, wenn Sie vorher wissen, ob der Raum offen zum Wohnbereich ist oder werden soll, und wo Heizkörper, Fensterbrüstung und Türanschläge liegen.
Achten Sie auch auf das, was nicht im Grundriss steht: Wie hoch ist der Raum? Gibt es Dachschrägen, Vorsprünge, einen Kamin? Fällt Tageslicht von Norden oder Süden ein? Diese Punkte entscheiden mit, ob Hochschränke bis zur Decke möglich sind, ob dunkle Fronten den Raum vertragen und ob die Spüle unter das Fenster gehört. Ein Foto bei Tageslicht aus jeder Ecke des Raums ist für uns oft aussagekräftiger als ein gezeichneter Plan.
- 6. Wie groß ist der Raum ungefähr, wie hoch die Decke, wo liegen Fenster und Türen?
- 7. Wo sind heute Wasser, Abfluss, Starkstrom und der Abzugsweg – und darf sich das ändern?
- 8. Ist die Küche offen zum Wohnraum oder soll sie es werden?
- 9. Gibt es Besonderheiten – Dachschräge, Altbau mit schiefen Wänden, Heizkörper, Kamin?
Geräte: Was brauchen Sie wirklich?
Geräte sind der Teil der Küche, bei dem der Wunsch am weitesten vom Bedarf abweicht. Ein Dampfgarer ist großartig für Menschen, die ihn nutzen, und ein teurer Schrankplatz für alle anderen. Ein zweiter Backofen lohnt sich für Familien, die an Feiertagen für zwölf Personen kochen, nicht für zwei Personen, die sonntags Kuchen backen. Fragen Sie sich ehrlich, welche Geräte Sie heute wie oft nutzen – und welche Sie seit Jahren nicht angerührt haben.
Gleichzeitig gibt es Geräte, die Sie vielleicht noch nicht kennen und die den Alltag spürbar verändern: ein Kochfeld mit integriertem Abzug, das die Haube überflüssig macht; ein Backofen in Arbeitshöhe, der das Bücken erspart; ein Geschirrspüler mit Besteckschublade; ein Kühlschrank mit separater Frischezone. Im Schauraum stehen diese Geräte eingebaut, dort lassen sie sich ausprobieren. Für das Erstgespräch genügt eine Liste dessen, was heute da ist, und eine Liste der Wünsche – die Modelle wählen wir gemeinsam.
- 10. Welche Geräte nutzen Sie täglich, welche selten, welche nie?
- 11. Welche Geräte fehlen Ihnen – Dampfgarer, großer Kühlschrank, Weinklimaschrank, Kaffeevollautomat?
- 12. Soll das Kochfeld einen integrierten Abzug haben oder eine Haube – und ist Abluft möglich?
- 13. Sollen Backofen und Geschirrspüler erhöht in Arbeitshöhe eingebaut werden?
Stauraum: Was muss hinein und was soll verschwinden?
Zu wenig Stauraum ist der häufigste Grund für Unzufriedenheit mit einer Küche – und der am besten vermeidbare, wenn man den Bedarf vorher kennt. Öffnen Sie Ihre Schränke und machen Sie eine grobe Bestandsaufnahme: Töpfe und Pfannen, Geschirr für den Alltag und für Gäste, Vorräte, Kleingeräte, Reinigungsmittel, Abfall. Notieren Sie, was heute keinen Platz hat und auf der Arbeitsplatte oder im Vorzimmer steht. Genau das soll in der neuen Küche verschwinden.
Denken Sie auch an das, was von außerhalb in die Küche kommt: Gibt es eine Speisekammer, die Vorräte aufnimmt, oder muss die Küche alles fassen? Kommt der Einkauf einmal pro Woche in großen Mengen? Werden Getränkekisten in der Küche gelagert? Und: Was soll sichtbar bleiben – Kochbücher, schöne Gläser, die Kaffeemaschine – und was hinter Fronten verschwinden? Mit diesen Antworten planen wir die Innenaufteilung der Schränke, Auszüge, Hochschränke und Ecklösungen so, dass die Arbeitsplatte nach dem Kochen leer ist.
- 14. Wie viele Töpfe, Pfannen, Geschirr und Kleingeräte müssen untergebracht werden?
- 15. Welche Vorräte lagern in der Küche, und gibt es eine Speisekammer nebenan?
- 16. Was steht heute auf der Arbeitsplatte und soll künftig verschwinden?
- 17. Was darf offen und sichtbar bleiben – Regal, Vitrine, Nische?
Material und Gestaltung: Wie soll die Küche aussehen und sich anfühlen?
Bei Material und Farbe müssen Sie beim Erstgespräch noch nichts entscheiden – aber eine Richtung hilft. Sammeln Sie Bilder von Küchen, die Ihnen gefallen, und notieren Sie, was genau Ihnen daran gefällt: die dunkle Front, die Holzoptik, die durchgehende Steinplatte, die grifflose Ruhe. Oft zeigt sich, dass nicht der Stil entscheidend ist, sondern ein bestimmtes Material oder eine Stimmung. Fotos vom angrenzenden Wohnraum, vom Boden und von vorhandenen Möbeln helfen uns, die Küche in das Ganze einzupassen.
Die eigentliche Entscheidung fällt im Schauraum, wo Muster von Lack, Furnier, Massivholz, Fenix und Dekton nebeneinanderliegen. Dort lassen sich Fragen klären, die vom Bild aus nicht zu beantworten sind: Wie fühlt sich supermatt an? Zeigt die dunkle Front Fingerabdrücke? Wie wirkt die Dekton-Platte im Streiflicht? Für die Arbeitsplatte sprechen wir Dekton meist als erste Empfehlung an, weil es hitze-, kratz- und fleckenbeständig ist und 25 Jahre Herstellergarantie mitbringt – aber Keramik, Compact, Holz und Naturstein haben jeweils ihre Berechtigung, und die Wahl trifft am Ende Ihr Alltag.
- 18. Hell oder dunkel, Holz oder Lack, grifflos oder mit Griffen – welche Richtung gefällt Ihnen?
- 19. Welche Arbeitsplatte kommt infrage: Dekton, Keramik, Compact, Massivholz oder Naturstein?
- 20. Wie pflegeleicht muss die Küche sein – Kinder, Haustiere, viel Betrieb?
- 21. Welche Farben und Materialien hat der angrenzende Wohnraum – Boden, Wände, Möbel?
Budget und Zeitplan: Was ist der Rahmen?
Über Geld spricht man beim Erstgespräch besser offen als gar nicht. Nicht, weil wir die Küche nach dem Budget aufblasen, sondern weil es die Planung steuert: Wer einen Rahmen nennt, bekommt Vorschläge, die hineinpassen, und erfährt ehrlich, wo die Preistreiber liegen – Größe, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte, Technik und Sonderlösungen. Es hilft auch zu wissen, worauf Sie keinesfalls verzichten wollen und wo Sie flexibel sind. Das Angebot, das Sie danach erhalten, führt alle Positionen einzeln auf, und der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen.
Beim Zeitplan zählt rückwärts: Die Fertigung in unserer Werkstatt dauert nach der Freigabe meist 5–6 Wochen, davor liegen Planung, Mustertermin und Angebot, danach die Montage in wenigen Tagen. Wer zu einem bestimmten Termin einziehen oder die alte Küche loswerden will, sollte rund drei Monate vorher beginnen. Klären Sie außerdem, ob die alte Küche demontiert und entsorgt werden soll und ob Elektriker, Installateur oder Bodenleger noch vor der Montage arbeiten müssen – das ordnen wir in den Terminplan ein.
- 22. Welchen Rahmen haben Sie für die Küche im Kopf, und wo sind Sie flexibel?
- 23. Was ist Ihnen das Wichtigste – worauf wollen Sie keinesfalls verzichten?
- 24. Bis wann soll die Küche stehen, und gibt es einen festen Termin wie Einzug oder Übergabe?
- 25. Muss die alte Küche demontiert und entsorgt werden, und stehen vorher noch andere Arbeiten an?
Was nach der Checkliste passiert
Mit Ihren Antworten, ein paar Fotos und groben Maßen beginnt das Erstgespräch – am Telefon oder im Schauraum in Münchendorf oder Wien. Dort sortieren wir gemeinsam, welche Küchenform infrage kommt, welche Geräte sinnvoll sind und wo die Prioritäten liegen. Dann folgt der Vor-Ort-Termin: Ein Tischlermeister nimmt das Naturmaß, prüft Anschlüsse und Wände und bespricht mit Ihnen vor Ort, was der Raum hergibt. Aus beidem entsteht die Planung mit Visualisierung.
Sie müssen die Checkliste nicht vollständig ausfüllen, um anzufangen. Oft genügen die Antworten auf die ersten fünf Fragen und ein Foto – den Rest klären wir im Gespräch, das ist unsere Aufgabe. Wichtig ist nur, dass Sie den Alltag in Ihrer Küche einmal bewusst angeschaut haben. Dann wird aus dem Planungsgespräch kein Fragebogen, sondern der erste Schritt zu einer Küche, die zu Ihnen passt.
Sie haben die Liste durchgesehen und ein paar Antworten im Kopf? Dann ist das der richtige Moment für ein erstes Gespräch: Schicken Sie uns Ihre Antworten und ein Foto, oder kommen Sie in den Schauraum – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden und machen aus Ihren Notizen einen ersten Planungsansatz. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Beginnen Sie bei den Gewohnheiten, nicht bei den Möbeln: Wer kocht, wie oft, für wie viele.
- Fotos bei Tageslicht aus jeder Ecke sagen uns oft mehr als ein gezeichneter Grundriss.
- Geräte ehrlich nach Nutzung bewerten – und neue Lösungen wie Kochfeldabzug oder Backofen in Arbeitshöhe ausprobieren.
- Stauraum nach Bestand planen: Was heute keinen Platz hat, muss in der neuen Küche verschwinden.
- Rahmen und Termin offen nennen – dann passt die Planung von Anfang an, und der Fixpreis steht vor dem Auftrag.
Häufige Fragen
Muss ich alle 25 Fragen beantworten, bevor ich einen Termin vereinbare?
Nein. Die ersten fünf Fragen zu Ihren Gewohnheiten und ein Foto des Raums reichen für den Einstieg. Alles Weitere klären wir im Erstgespräch und beim Vor-Ort-Termin – die Liste ist eine Hilfe, keine Hürde.
Was soll ich zum ersten Planungsgespräch mitbringen?
Fotos der jetzigen Küche und des Raums, grobe Maße, Bilder von Küchen, die Ihnen gefallen, und Ihre Antworten auf die Checkliste. Wer hat, bringt auch einen Grundriss mit – das exakte Naturmaß nehmen wir aber ohnehin vor Ort.
Wie genau müssen meine Maße sein?
Für das Erstgespräch reichen Wandlängen auf etwa zehn Zentimeter genau und die Lage von Fenster und Tür. Die verbindlichen Maße nimmt unser Tischlermeister beim Vor-Ort-Termin – darauf beruht das Angebot mit Fixpreis.
Soll ich mein Budget im Erstgespräch nennen?
Es hilft sehr. Mit einem Rahmen können wir Vorschläge machen, die hineinpassen, und ehrlich zeigen, welche Entscheidungen den Preis treiben. Das Angebot führt dann alle Positionen einzeln auf, und der Preis ist fix, bevor Sie beauftragen.
Wann sollte ich mit der Küchenplanung beginnen?
Etwa drei Monate vor dem Wunschtermin: zwei bis vier Wochen für Planung und Angebot, 5–6 Wochen Fertigung, wenige Tage Montage. Im Neubau besser früher, weil Anschlüsse in den Rohbau gehören.
Was, wenn ich noch gar nicht weiß, was ich will?
Dann ist das Erstgespräch genau dafür da. Beschreiben Sie, was an der jetzigen Küche stört, und schauen Sie sich im Schauraum Küchen und Muster an – aus dem, was Ihnen gefällt und was nicht, entsteht die Richtung meist schnell.
Wie vereinbare ich den ersten Termin?
Telefonisch, per Nachricht oder direkt im Schauraum in Münchendorf oder Wien. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden mit einem Terminvorschlag für das Erstgespräch – kostenlos und unverbindlich.
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