Weinklimaschrank, Kaffeevollautomat & Co.: Extras, die sich lohnen
Extras für die Maßküche: Weinklimaschrank, Einbau-Kaffeevollautomat, Wärmeschublade, Vakuumierlade, Ladestation – was sich lohnt und wie man es einplant.
Geräte & Technik · Einbauküchen-Wissen · Stand 2026-11-04
Kurz gesagt: Freude macht in der Maßküche die Sonderausstattung, die zu einer Gewohnheit passt: der Weinklimaschrank für Menschen, die Wein lagern und nicht nur trinken, der Einbau-Kaffeevollautomat für den täglichen Espresso, die Wärmeschublade für Gäste, die Vakuumierlade für Vorratshaltung. Alles davon ist verzichtbar – aber was man nutzt, nutzt man täglich. Wir in Münchendorf planen diese Extras als eigene Nischen im Hochschrank ein, mit Strom, Belüftung und Abstellfläche, damit sie nicht als Fremdkörper wirken.
Eine Maßküche kann mehr als kochen, kühlen und spülen – und genau bei den Extras trennt sich Begeisterung von Reue. Der Weinklimaschrank, der zum Schaustück für drei Flaschen wird, der Kaffeevollautomat, der aus der Nische heraus nicht zu entkalken ist, die Wärmeschublade, die als Lade für Backformen endet: Das sind Bilder, die wir aus Revitalisierungen kennen. Es geht aber auch anders. Diese Seite ordnet die gängigen Sonderausstattungen nach ihrem tatsächlichen Nutzen, erklärt Maße, Anschlüsse und Belüftung und zeigt, wie wir Extras so in die Hochschrankwand einbinden, dass sie Teil der Küche sind – nicht Zubehör.
Der Weinklimaschrank: für wen er sich lohnt
Ein Weinklimaschrank lohnt sich, wenn Sie Wein über Wochen oder Monate lagern und ihn bei der richtigen Temperatur servieren möchten – nicht, wenn Sie gelegentlich eine Flasche aus dem Supermarkt mitbringen. Wer regelmäßig beim Winzer kauft oder Flaschen reifen lässt, bekommt mit zwei Temperaturzonen ein Gerät, das Rotwein um 16 bis 18 Grad und Weißwein um 8 bis 12 Grad bereithält; die meisten Geräte regeln zwischen 5 und 20 Grad. Für reine Langzeitlagerung reicht eine Zone bei konstanten 12 Grad.
Drei Dinge entscheiden über die Qualität: eine vibrationsarme Kühlung, damit der Bodensatz ruhig bleibt; eine Glastür mit UV-Schutz, weil Licht Wein altern lässt; und eine Luftfeuchte, die den Korken nicht austrocknet. Die Hersteller geben Geräuschwerte meist um 35 bis 42 dB an – in einer offenen Wohnküche hörbar leise. Im Schauraum stehen Weinklimaschränke im Hochschrank; dort sieht man auch, wie viel Platz 30 oder 60 Flaschen tatsächlich brauchen.
- Zwei Zonen für Rot- und Weißwein in Trinktemperatur, eine Zone für reine Lagerung
- Vibrationsarm, UV-Schutzglas, geregelte Luftfeuchte
- Lautstärke laut Hersteller meist 35–42 dB
Weinklimaschrank einbauen: Nische, Belüftung, Position
Weinklimaschränke gibt es als Unterbaugeräte für die 82 cm hohe Nische unter der Arbeitsplatte, als Einbaugeräte in 45 cm, 60 cm oder 88 cm hohen Nischen des Hochschranks und als hohe Säulen mit 178 cm für große Sammlungen. Die Breiten liegen meist bei 30, 45 oder 60 cm. Die Nischentiefe sollte zur Schranktiefe passen, in der Regel 55 bis 58 cm; das exakte Maß steht im Datenblatt und bestimmt den Korpus.
Wie jeder Kühlschrank braucht der Weinklimaschrank eine Belüftung: Luft über den Sockel oder ein Gitter hinein, Abwärme nach oben oder hinten hinaus. In der Hochschrankwand planen wir einen eigenen Lüftungsweg, der in einer Schattenfuge endet. Die Position wählen wir abseits von Backofen und Geschirrspüler, deren Wärme den Kompressor unnötig beschäftigt, und mit Blick auf die Glastür: Ein beleuchteter Weinklimaschrank in Augenhöhe neben dem Esstisch ist ein Gestaltungselement – unter der Arbeitsplatte neben dem Kochfeld ist er nur ein Gerät.
Einbau-Kaffeevollautomat: Komfort mit Bedingungen
Der Einbau-Kaffeevollautomat ist das Extra, das am häufigsten gewünscht und am häufigsten falsch eingebaut wird. Er gehört in Augen- bis Brusthöhe in den Hochschrank, mit einer Abstellfläche darunter oder daneben, auf der Tassen landen, und mit genügend Raum vor dem Gerät, weil der Wassertank und die Trester-Schublade nach vorne herausgezogen werden. Manche Geräte sind auf einem Auszug montiert, der den ganzen Automaten nach vorne holt – dann müssen Bohnen und Milchsystem von oben zugänglich sein.
Ein Festwasseranschluss erspart das Nachfüllen, verlangt aber ein Wasserventil im Hochschrank und einen Filter. Wer das nicht will, braucht eine Nische, in der sich der Tank ohne Verrenkung entnehmen lässt. Und: Der Automat muss entkalkt und gereinigt werden – wir planen die Nische so, dass Sie dafür nicht das Gerät ausbauen müssen. Eine Wärmeschublade direkt darunter, die Tassen vorwärmt, ist die klassische Ergänzung und braucht nur 14 cm Höhe.
- Nische in Augen- bis Brusthöhe mit Abstellfläche für Tassen
- Platz nach vorne für Wassertank und Tresterlade, Zugang von oben bei Auszugsmontage
- Festwasseranschluss mit Filter oder gut erreichbarer Tank
Wärmeschublade und Vakuumierlade: flache Geräte, großer Nutzen
Die Wärmeschublade ist 14 cm hoch, passt unter Backofen oder Kaffeevollautomat und erledigt drei Aufgaben: Teller und Tassen vorwärmen, fertige Speisen warmhalten, bis alle am Tisch sitzen, und bei niedriger Temperatur Hefeteig gehen lassen oder Fleisch niedrig garen. Für Haushalte mit Gästen und für alle, die mehrere Gänge kochen, ist sie das Extra mit dem besten Verhältnis von Platz zu Nutzen.
Die Vakuumierlade zieht Beutel luftleer – für längere Haltbarkeit im Kühlschrank, zum Einfrieren ohne Gefrierbrand, zum Marinieren in Minuten und zum Vorbereiten von Sous-vide-Garen im Dampfgarer. Wer Vorräte anlegt, Ernte verarbeitet oder gerne vorkocht, nutzt sie oft; wer täglich frisch einkauft, selten. Beide Laden sitzen bündig in der Hochschrankwand, brauchen nur eine Steckdose und sind in derselben Front gefertigt wie die Nachbarn – man sieht sie erst, wenn man sie öffnet.
Weitere Extras: Ladestation, Mikrowelle, Kühllade, Teppan Yaki
Eine kabellose Ladestation unter der Dekton-Platte, die das Telefon durch das Material hindurch lädt, hält die Arbeitsfläche frei – wir fräsen die Platte von unten aus, von oben sieht man nur eine kleine Markierung. Eine Steckdosenleiste, die aus der Platte hochfährt oder in der Nische versteckt ist, ersetzt sichtbare Dosen in der Rückwand. Die Mikrowelle als Zusatzfunktion eines Kompaktbackofens spart die eigene Nische.
Kühlladen unter der Arbeitsplatte bringen Getränke oder Gemüse direkt an die Vorbereitungsfläche. Ein Teppan Yaki oder ein Grillmodul neben dem Induktionskochfeld ist etwas für Menschen, die wirklich so kochen – im Alltag bleibt es sonst eine teure Abdeckplatte. Unsere Faustregel: Jedes Extra muss eine Gewohnheit haben, die es heute schon gibt. Was man sich erst angewöhnen müsste, lässt man meist weg.
Extras in der Hochschrankwand: so wirken sie als Teil der Küche
Der gestalterische Schlüssel ist die Hochschrankwand: Kühlschrank, Backofen, Dampfgarer, Kaffeevollautomat, Wärmeschublade und Weinklimaschrank in einer Reihe bis zur Decke, alle Fronten aus einem Material und einer Charge, Nischen bündig und in einer Flucht. Die Geräte mit Glas – Backofen, Weinklimaschrank – werden so angeordnet, dass ihre Fenster eine ruhige Linie bilden; die Laden darunter laufen in derselben Fugenhöhe durch.
Wir zeichnen diese Wand in der Werkstatt in Münchendorf mit allen Nischenmaßen, Strom- und Wasseranschlüssen und Lüftungswegen, und fertigen die Fronten nach Maß. Die Alternative in Serienküchen – Geräte in Rasternischen, Blenden als Füllstücke, Lüftungsgitter sichtbar in der Front – sieht man auf dem ersten Blick. Beim Vor-Ort-Termin klären wir, welche Extras in Ihre Wand passen, und planen die Anschlüsse gleich mit, damit der Elektriker nur einmal kommen muss.
Was Extras an Platz und Budget kosten – und wie wir das abwägen
Jedes Extra kostet eine Nische. In einer kleinen Küche konkurriert der Weinklimaschrank mit dem Vorratsschrank, der Kaffeevollautomat mit dem Dampfgarer. Deshalb reihen wir die Wünsche mit Ihnen nach Nutzung: Was wird täglich gebraucht, was wöchentlich, was wäre nett. Die ersten beiden Kategorien bekommen eine Nische, die dritte meist nicht – oder erst in der Planung einer großen Küche, in der die Hochschrankwand ohnehin lang ist.
Im Angebot stehen alle Geräte und die zugehörigen Korpusanpassungen als eigene Positionen. So sehen Sie, was ein Extra ausmacht, und können es streichen oder dazunehmen, bevor der Preis fix ist. Und wer heute unsicher ist, kann sich eine Nische offenhalten: Wir bauen sie als Vorratsschrank mit vorbereiteter Steckdose, und der Weinklimaschrank zieht in zwei Jahren ein, ohne dass die Front geändert werden muss.
Welche Extras gehören in Ihre Küche – und welche nicht? Erzählen Sie uns von Ihren Gewohnheiten, wir reihen die Sonderausstattung ehrlich nach Nutzen und zeigen Ihnen im Schauraum, wie Weinklimaschrank, Kaffeevollautomat und Wärmeschublade in einer Hochschrankwand aussehen. Kostenlos, unverbindlich. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Extra lohnt sich nur, wenn die Gewohnheit dazu heute schon besteht – sonst wird die Nische zur teuren Blende.
- Weinklimaschrank: zwei Zonen für Trinktemperatur, vibrationsarm, UV-Schutzglas, abseits von Backofen und Geschirrspüler mit eigener Belüftung.
- Kaffeevollautomat in Brusthöhe mit Abstellfläche, Platz für Tank und Tresterlade, Wärmeschublade darunter.
- Wärmeschublade und Vakuumierlade sind nur 14 cm hoch und liefern das beste Verhältnis von Platz zu Nutzen.
- In der Hochschrankwand nach Maß werden Extras Teil der Küche – mit Fronten aus einer Charge und Nischen in einer Flucht.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Weinklimaschrank in der Küche?
Wenn Sie Wein über Wochen oder Monate lagern und bei Trinktemperatur servieren wollen, ja. Zwei Temperaturzonen halten Rot- und Weißwein getrennt, UV-Schutzglas und vibrationsarme Kühlung schonen den Wein. Für gelegentliche Flaschen reicht der Kühlschrank.
Welche Nischenmaße hat ein Einbau-Weinklimaschrank?
Unterbaugeräte brauchen eine Nische von etwa 82 cm Höhe und 60 cm Breite; Einbaugeräte im Hochschrank gibt es für 45, 60 und 88 cm hohe Nischen, große Säulen für 178 cm. Breiten liegen meist bei 30, 45 oder 60 cm. Das exakte Maß steht im Datenblatt.
Wo sollte der Weinklimaschrank in der Küche stehen?
In der Hochschrankwand in Augenhöhe, möglichst nahe am Esstisch und abseits von Backofen und Geschirrspüler, deren Wärme den Kompressor belastet. Eine eigene Belüftung über Sockel und Austritt oben ist Pflicht.
Was muss ich beim Einbau-Kaffeevollautomaten beachten?
Nische in Augen- bis Brusthöhe, Abstellfläche für Tassen, Platz nach vorne für Wassertank und Tresterlade, Steckdose und optional Festwasseranschluss mit Filter. Das Gerät muss zum Entkalken und Reinigen erreichbar bleiben, ohne ausgebaut zu werden.
Was bringt eine Wärmeschublade?
Sie wärmt Teller und Tassen vor, hält fertige Speisen warm, lässt Hefeteig gehen und gart Fleisch bei niedriger Temperatur. Mit 14 cm Höhe passt sie unter Backofen oder Kaffeevollautomat und ist für Haushalte mit Gästen eines der nützlichsten Extras.
Kann ich ein Extra später nachrüsten?
Ja, wenn die Nische vorbereitet ist. Wir bauen sie als Vorratsschrank mit Steckdose und gegebenenfalls Lüftungsweg; das Gerät zieht später ein, ohne dass Fronten geändert werden müssen. Das besprechen wir bei der Planung.
Wie finde ich heraus, welche Extras zu mir passen?
Kommen Sie mit einer Liste Ihrer Gewohnheiten – Kaffee, Wein, Gäste, Vorräte – in den Schauraum. Dort sehen Sie die Geräte im Hochschrank und wir reihen gemeinsam nach Nutzen. Beim Vor-Ort-Termin planen wir die Nischen, mit Fixpreis vor Auftrag und Antwort innerhalb von 24 Stunden.
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