Vom Erstgespräch bis zur Übergabe: die Phasen eines Projekts
Bestandsaufnahme, Konzept, Planung, Koordination, Umsetzung, Übergabe: wie ein Projekt mit Richard Atelier Schritt für Schritt abläuft.
Das Studio im Überblick · Richard Atelier · Stand 2026-11-05
Die geschilderten Situationen und Werkstatt-Beispiele sind typische, frei erzählte Fälle zur Veranschaulichung – keine Berichte über bestimmte Kundenprojekte.
Kurz gesagt: Ein Projekt mit Richard Atelier verläuft in sechs Phasen: Erstgespräch, Bestandsaufnahme, Konzept, Ausführungsplanung, Umsetzung und Übergabe. Jede Phase endet mit einer Freigabe durch Sie, jedes Gespräch mit einem kurzen Protokoll. So entscheiden Sie an festgelegten Punkten, während das Studio die Planung erstellt und die Gewerke koordiniert.
Am Kühlschrank hängt ein Zettel mit drei Spalten: Bad, Küche, Boden. Darunter stehen Pfeile, die sich kreuzen, und Fragen, die Sie niemandem so recht stellen können. Kommt zuerst der Elektriker oder der Fliesenleger? Wann muss die Küche bestellt sein, wenn die Wand noch gar nicht offen ist? Und wie macht man das alles neben dem Beruf? Wer zum ersten Mal mehrere Räume umgestaltet, sieht oft nur einzelne Aufgaben und nicht ihre Reihenfolge. Hier zeigen wir, wie unser Interior-Studio Richard Atelier ein Projekt von der ersten Stunde bis zur Übergabe aufbaut und welche Rolle Sie dabei haben.
Sechs Phasen im Überblick
Der Ablauf folgt einer einfachen Logik: Je weiter ein Projekt fortschreitet, desto teurer und aufwendiger werden Änderungen. Darum wird zuerst verstanden, dann entworfen, dann bis ins Detail geplant und erst danach gebaut. Wer diese Reihenfolge einhält, trifft die großen Entscheidungen auf dem Papier, wo sie am leichtesten zu korrigieren sind.
Auf richardatelier.com finden Sie je nach Seite auch andere Einteilungen. Beim Bad zum Beispiel sind es vier Schritte: Erstgespräch, Konzept und Angebot, Umsetzung, Übergabe. Die Logik bleibt aber gleich. Wie lange jede Phase dauert, nennen wir hier bewusst nicht, denn das hängt von Umfang, Lieferzeiten und nötigen Zustimmungen ab. Was für Ihr Projekt realistisch ist, gehört ins Gespräch mit dem Studio.
- Erstgespräch: Kennenlernen und Rahmen klären
- Bestandsaufnahme: aufmessen, prüfen, ausführlich über den Alltag reden
- Konzept: Grundriss, Zonen, Materialrichtung und Licht
- Ausführungsplanung: Detailpläne, Bemusterung, Angebote und Budget
- Umsetzung: Gewerke, Fertigung und Montage
- Übergabe: Abnahme, Unterlagen und Nachjustieren
Phase 1: Das Erstgespräch
Alles beginnt mit 30 Minuten am Telefon oder per Video, kostenlos und unverbindlich. Sie erzählen, worum es geht und welche Räume betroffen sind, und erhalten eine erste Einschätzung. Das Studio prüft in dieser Zeit auch, ob Ihr Vorhaben und seine Arbeitsweise zusammenpassen.
Rund um dieses Gespräch entsteht das Projektblatt. Es hält Ausgangslage, Ziele, Rahmen, offene Fragen und nächste Schritte fest und ist die gemeinsame Grundlage für alles Weitere, ohne Sie zu etwas zu verpflichten. Danach haben Sie Zeit, in Ruhe zu überlegen. Erst wenn beide Seiten weitermachen möchten, geht es in die zweite Phase. Was Sie am besten vorbereiten und wie das Gespräch im Detail verläuft, steht auf der eigenen Seite zum Erstgespräch.
Phase 2: Die Bestandsaufnahme vor Ort
Jetzt lernt das Studio die Räume kennen. Sie werden aufgemessen, Wände, Böden und sichtbare Leitungen werden geprüft, und auch das, was auf einem Plan nicht zu sehen ist, kommt zur Sprache: wie schief der Boden tatsächlich ist, wo ein Steigstrang verläuft, wie das Licht im Lauf des Tages fällt. Gerade im Altbau zeigt sich hier oft, was einfach geht und was aufwendig wird. Sind Eingriffe in die Substanz geplant, wird ein Statiker beigezogen.
Genauso wichtig ist das ausführliche Gespräch über Ihren Alltag. Wer steht wann auf, wo kommt man an, wo soll es still sein? Nehmen Sie sich dafür etwas Zeit. Diese Antworten bestimmen später Grundriss und Einbauten ebenso sehr wie das Aufmaß. Fragen Sie vorab im Erstgespräch, unter welchen Bedingungen dieser Termin stattfindet, damit Sie von Anfang an wissen, woran Sie sind.
Phase 3: Das Konzept
Nun fließen Aufmaß und Gespräch zusammen. Das Konzept legt fest, wie sich der Grundriss in Zonen gliedert, in welche Richtung die Materialien gehen und wie das Licht gedacht ist. Hier sehen Sie zum ersten Mal, wie die Räume zusammenspielen könnten, und zwar noch bevor irgendetwas bestellt ist. Das ist auch der Grund, warum Ihre Rückmeldung in dieser Phase so wertvoll ist: Eine verschobene Linie im Plan ist schnell korrigiert, eine versetzte Wand auf der Baustelle nicht.
In der Regel sind ein bis zwei Überarbeitungen vorgesehen. Sagen Sie ruhig, wenn Sie etwas zögern lässt, auch wenn Sie es nicht gleich begründen können. Aus Höflichkeit zuzustimmen bringt hier wenig, und oft steckt hinter einem vagen Unbehagen eine wichtige Information über Ihren Alltag. Mit Ihrer Freigabe wird das Konzept zur verbindlichen Richtung für die weitere Planung.
Phase 4: Die Ausführungsplanung
Nun wird aus der Idee ein baubarer Plan. Es entstehen Detail-, Licht-, Elektro- und Sanitärpläne. Festgelegt wird, wo jede Steckdose sitzt, wie hoch die Arbeitsfläche ist und wie die Fliesen verlaufen. Viele unterschätzen diese Phase, weil es auf der Baustelle noch ruhig ist. Dabei fällt genau hier die Entscheidung, ob die Stehleuchte später an der richtigen Steckdose hängt oder an einer Mehrfachleiste quer durch den Raum.
Dazu kommt die Bemusterung: Sie sehen und fühlen die Materialien und treffen Ihre Wahl, bevor sie bestellt werden. Parallel werden Angebote eingeholt, und das Budget wird Posten für Posten sichtbar. Erst mit dieser Planung wird die Kostenaufstellung belastbar. Wird der Rahmen eng, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, gemeinsam zu entscheiden, was warten kann und was bleiben soll. Am Ende dieser Phase steht Ihre Freigabe für Material und Budget.
Phase 5: Die Umsetzung
In der Umsetzung arbeiten viele Beteiligte nacheinander und oft auch gleichzeitig. Jeder Handgriff baut auf dem vorigen auf: Fliesen kommen erst nach den Leitungen, Einbauten erst, wenn die Wände fertig sind, und schon eine kleine Verschiebung an einer Stelle wirkt sich auf die nächsten Schritte aus. Das Studio koordiniert die Gewerke in einem gemeinsamen Zeitplan. Elektro, Installation, Fliesen und Malerarbeiten übernehmen eigenständige Fachbetriebe. Die maßgefertigten Einbauten, von der Küche bis zum Schrank, fertigt und montiert unsere Tischlerei Tischlerkultur.
Für Sie wird es in dieser Phase ruhiger, als viele erwarten. Sie werden laufend informiert, meist wöchentlich, und nur noch gefragt, wenn eine Entscheidung ansteht, die sich erst beim Öffnen einer Wand gezeigt hat. Solche Überraschungen gibt es, vor allem im Bestand. Besprochen werden sie vor Ort oder anhand von Fotos. Wer sich selbst gern ein Bild macht, kann das natürlich tun, muss aber nicht jeden Tag vorbeikommen.
Phase 6: Übergabe und erste Zeit danach
Bei der Übergabe gehen Sie gemeinsam durch alle Räume und prüfen, was fertig ist: Laden, Leuchten, Armaturen. Was noch nicht passt, kommt auf eine Mängelliste, damit nichts in Vergessenheit gerät. Sie erhalten außerdem die Unterlagen, etwa Pläne und Hinweise zur Pflege der Oberflächen.
Damit ist das Projekt aber noch nicht ganz zu Ende. Manches zeigt sich erst, wenn man in den Räumen lebt: Ein Schalter wäre auf der anderen Seite der Tür praktischer, eine Lade klemmt, das Abendlicht wirkt stärker als gedacht. Darum gehört auch das Nachjustieren zum Ablauf. Notieren Sie in der ersten Zeit einfach, was Ihnen auffällt, statt sich sofort zu ärgern. Das erspart manchen Anruf und macht die Rückmeldung genauer. Danach sollte sich die Wohnung so anfühlen, wie Sie es beim ersten Gespräch beschrieben haben.
Ihre Rolle: entscheiden, nicht koordinieren
Der wohl größte Unterschied zur selbst organisierten Sanierung liegt in Ihrer Aufgabe. Sie müssen nicht wissen, wann der Estrich trocken ist oder wer nach wem kommt. Ihre Beiträge liegen an wenigen, klar benannten Punkten: das ausführliche Gespräch über den Alltag, die Rückmeldung zum Konzept, die Auswahl bei der Bemusterung und einzelne Entscheidungen während der Umsetzung.
Drei Dinge machen die Zusammenarbeit leichter. Seien Sie offen beim Budget, denn ein schöngerechneter Rahmen holt einen später wieder ein. Seien Sie offen beim Geschmack, denn auch eine Abneigung ist eine nützliche Auskunft. Und legen Sie zu zweit vorab fest, wer welche Entscheidung trifft. Die kurzen Protokolle nach jedem Gespräch helfen, weil auch nach Wochen noch nachzulesen ist, was vereinbart wurde.
Wie flexibel der Ablauf ist
Nicht jedes Vorhaben braucht alle sechs Phasen in derselben Tiefe. Einzelne Phasen, etwa nur ein Konzept, können Sie grundsätzlich auch allein beauftragen. Das Studio sieht den größten Nutzen allerdings darin, Planung und Umsetzung zusammenzuhalten, weil Details sonst leicht auf dem Weg zur Baustelle verloren gehen. Auch eine Umsetzung in Etappen ist möglich, wenn der Plan für das Ganze zuerst steht. Dann kommt vielleicht das Bad jetzt und die Küche später, ohne dass das eine dem anderen im Weg steht.
Welche Variante für Sie passt, hängt von Ihren Räumen, Ihrer Zeit und Ihrem Rahmen ab. Das lässt sich gut im Erstgespräch besprechen. Bringen Sie dafür ruhig den Zettel vom Kühlschrank mit, denn genau dort beginnt die Ordnung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Sechs Phasen führen durch ein Projekt: Erstgespräch, Bestandsaufnahme, Konzept, Ausführungsplanung, Umsetzung, Übergabe.
- Jede Phase endet mit einer Freigabe, und jedes Gespräch endet mit einem kurzen Protokoll.
- Änderungen sind im Konzept am leichtesten, deshalb zählt Ihre offene Rückmeldung dort am meisten.
- Das Studio koordiniert, Tischlerkultur baut die Einbauten, eigenständige Fachbetriebe übernehmen die übrigen Gewerke.
- Die Dauer hängt vom Projekt ab. Klären Sie Ihren Zeitrahmen direkt mit dem Studio.
Häufige Fragen
Wie läuft ein Projekt mit Richard Atelier ab?
In sechs Phasen: Erstgespräch, Bestandsaufnahme vor Ort, Konzept, Ausführungsplanung, Umsetzung und Übergabe. Sie geben jede Phase frei, bevor die nächste beginnt.
Wie lange dauert ein Projekt?
Das hängt stark von Umfang, Bestand, Lieferzeiten und nötigen Zustimmungen ab. Deshalb nennen wir hier keine Dauer. Fragen Sie im Erstgespräch nach einer Einschätzung für Ihr konkretes Vorhaben.
Wie viel Zeit muss ich selbst einplanen?
Am meisten Zeit brauchen das Gespräch über Ihren Alltag, die Besprechung des Konzepts und die Bemusterung. In der Umsetzung genügen meist kurze Abstimmungen und einzelne Entscheidungen, vor Ort oder anhand von Fotos.
Was passiert, wenn mir das Konzept nicht gefällt?
Dann wird es überarbeitet. In der Regel sind ein bis zwei Überarbeitungen vorgesehen. Sagen Sie möglichst konkret, was Sie stört, dann lässt sich gezielt nachbessern.
Kann ich nur das Konzept beauftragen?
Grundsätzlich ja, einzelne Phasen sind möglich. Der größte Nutzen entsteht nach Einschätzung des Studios aber, wenn Planung und Umsetzung zusammenbleiben. Besprechen Sie den passenden Umfang im Erstgespräch.
Wer koordiniert die Handwerker?
Das Studio koordiniert die Gewerke in einem gemeinsamen Zeitplan. Die maßgefertigten Einbauten kommen von Tischlerkultur, die übrigen Arbeiten von eigenständigen Fachbetrieben.
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