Wie sich die Kosten eines Gesamtkonzepts zusammensetzen

Planung, Material, Gewerke und Einbauten: was den Aufwand eines Gesamtkonzepts bestimmt und wie Sie Ihr Budget im Gespräch klären.

Das Studio im Überblick · Richard Atelier · Stand 2026-11-05

Die geschilderten Situationen und Werkstatt-Beispiele sind typische, frei erzählte Fälle zur Veranschaulichung – keine Berichte über bestimmte Kundenprojekte.

Kurz gesagt: Ein Gesamtkonzept kostet an zwei Stellen Geld: beim Planen und Begleiten, dem Honorar, und bei allem, was tatsächlich gebaut und gekauft wird, der Bausumme. Beides hängt davon ab, wie tief in den Bestand eingegriffen wird, wie viel nach Maß entsteht und welche Ausstattung Sie wählen. Einen Festpreis oder Quadratmeterpreis nennt Richard Atelier deshalb nicht, eine erste Einordnung für Ihr Vorhaben bekommen Sie im kostenlosen Erstgespräch.

Sonntagnachmittag, auf dem Tisch liegen drei Angebote: eines vom Installateur, eines für die Böden, eines für die neue Küche. Jedes ist für sich nachvollziehbar, zusammen ergeben sie aber kein Bild, weil keines vom anderen weiß. Ist die Elektrik irgendwo mitgerechnet? Wer schließt die Wand, die der Installateur öffnet? Und was fehlt noch ganz? Auf dieser Seite erklären wir, woraus sich die Kosten eines Gesamtkonzepts bei unserem Interior-Studio Richard Atelier zusammensetzen und was sie bewegt. Beträge finden Sie hier bewusst keine, dafür die Fragen, die zu einer belastbaren Zahl führen.

Warum am Anfang keine seriöse Zahl steht

Die Frage nach dem Preis ist berechtigt, und sie kommt meist zuerst. Für ein Gesamtkonzept lässt sie sich trotzdem nicht mit einem Betrag beantworten, der für alle gilt. Zwei gleich große Wohnungen können völlig verschiedene Vorhaben sein. Hier ist der Boden gut, die Rohre sind in Ordnung, und es geht vor allem um Einbauten, Licht und Möbel. Dort stammt die Elektrik aus einer anderen Zeit, das Bad soll an einen neuen Ort, und man arbeitet sich bis zur Substanz vor.

Richard Atelier nennt deshalb weder einen Festpreis noch einen Quadratmeterpreis. Eine Zahl, die ohne Blick auf den Bestand fällt, ließe sich auch nicht begründen. Hilfreicher ist es, die Kosten in Teile zu zerlegen, die man einzeln verstehen und beeinflussen kann. Am Ende dieser Seite kennen Sie noch keinen Betrag, aber die Entscheidungen, die ihn bestimmen.

Zwei Teile: Honorar und Bausumme

Honorar und Bausumme landen in Gesprächen oft in einem Topf, dabei verhalten sie sich unterschiedlich. Das Honorar bezahlt das Denken und Begleiten: Pläne, Abstimmungen und den Überblick über das Ganze. Die Bausumme bezahlt alles, was am Ende in der Wohnung steht oder in ihren Wänden liegt.

Die Trennung lohnt sich, weil beide Teile aus unterschiedlichen Gründen wachsen. Tauschen Sie hauptsächlich Sofa, Tisch und Lampen aus, kann das in der Ausstattung aufwendig und in der Planung überschaubar sein. Ein verwinkelter Altbau mit vielen Maßanfertigungen und mehreren Gewerken braucht dagegen viel Planung, auch wenn das Material schlicht bleibt. Wer beide Teile getrennt betrachtet, sieht, wofür er bezahlt, und kann Angebote besser einordnen.

Was das Honorar bei Richard Atelier umfasst

Drei Dinge bestimmen das Honorar: wie viel Arbeit das Vorhaben macht, wie tief es in den Bestand eingreift und wie viele Gewerke beteiligt sind. Festgehalten wird es schriftlich, bevor die Arbeit beginnt, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Einen Betrag oder Prozentsatz veröffentlicht das Studio nicht, weil er ohne Kenntnis des Vorhabens wenig aussagen würde.

Legen Sie mehrere Angebote nebeneinander, schauen Sie zuerst auf den Leistungsumfang. Ein Entwurfshonorar und ein Honorar samt Detailplanung und Koordination beschreiben zwei verschiedene Dinge. Fragen Sie außerdem, was geschieht, wenn Ihnen während des Projekts noch etwas einfällt. Einzelne Phasen, etwa nur ein Konzept, sind grundsätzlich beauftragbar. Den größten Nutzen sieht das Studio aber dort, wo Planung und Umsetzung zusammenbleiben. Zum Honorar zählt Richard Atelier:

Die Blöcke der Bausumme

Greifbar wird die Bausumme, wenn man sie in Blöcke ordnet. Nicht jeder Block wiegt in jedem Projekt gleich schwer, manche fehlen ganz. Die Liste hilft trotzdem, weil sie zeigt, was in Einzelangeboten leicht untergeht: Wer nur Küche und Bad durchrechnet, übersieht schnell den Rückbau, die Elektrik oder die Malerarbeiten danach.

Sobald alles auf einem Blatt steht, wird aus dem Budget eine Entscheidung. Vielleicht behalten Sie den Esstisch und die Sessel und setzen dafür mehr bei Küche und Licht ein, weil dort der Alltag stattfindet. Vielleicht genügt im Gästezimmer wenig. Abwägen lässt sich das erst, wenn das Ganze sichtbar ist.

Drei Faktoren, die die Bausumme am stärksten bewegen

Der erste Faktor ist die Eingriffstiefe, also die Frage, wie weit Sie in den Bestand hineingehen. Eine Altbauwohnung mit alten Rohren und welligen Böden verlangt anderes als eine jüngere Wohnung, die vor allem neue Oberflächen und Möbel bekommt.

Der zweite Faktor ist der Anteil der Maßanfertigung. Nach Maß Gebautes ist teurer als ein Systemmöbel und nutzt dafür Nischen und Raumhöhen aus, an denen ein Standardmaß scheitert. Im Konzept lässt sich festlegen, wo sich das auszahlt und wo Fertiges völlig genügt.

Der dritte Faktor ist das Ausstattungsniveau. Bei Armaturen, Leuchten oder Sofas liegen zwischen schlicht und besonders oft Welten, und das Niveau darf von Raum zu Raum wechseln. Nicht jede Fläche muss das Beste bekommen. Wer das früh ausspricht, gibt dem Budget eine Richtung, bevor die ersten Muster auf dem Tisch liegen.

Wann aus einer Einschätzung eine belastbare Aufstellung wird

Kosten werden im Lauf des Projekts Schritt für Schritt genauer. Im Erstgespräch geht es um eine Größenordnung: Passen Vorhaben und Rahmen ungefähr zusammen? Dafür hilft es, wenn Sie Ihren Rahmen offen nennen. Niemand muss ihn ausreizen, aber erst mit ihm passen die Vorschläge zu Ihnen.

Nach der Bestandsaufnahme vor Ort ist mehr bekannt, etwa der Zustand von Leitungen und Bausubstanz. Verlässlich wird die Aufstellung laut Richard Atelier erst mit der Ausführungsplanung: Dann sind die Materialien ausgesucht, und die Gewerke haben ihre Angebote gelegt.

Für das, was erst eine geöffnete Wand verrät, empfiehlt das Studio rund zehn Prozent Reserve, im Altbau mehr. Das ist eine Faustregel für den Fall, dass nicht alles vorhersehbar ist. Kommt etwas dazu, muss dann nicht anderswo gestrichen werden.

Wo sich Sparen auszahlt und wo es sich rächt

Sparen ist vernünftig, es kommt nur auf die Stelle an. Fragen Sie sich bei jedem Posten: Wie mühsam wäre es, das in ein paar Jahren zu ändern? Teppich, Vorhang und Wandfarbe tauschen Sie ohne viel Aufhebens. Eine Abdichtung, ein Rohr oder ein falsch gesetzter Stromkreis bleiben dagegen lange, und jede Korrektur bedeutet Staub und offene Wände.

Die edle Armatur auf einer knapp kalkulierten Abdichtung ist deshalb die falsche Reihenfolge. Auch der Zeitplan spielt mit. Wer Bestellungen mit Vorlauf plant, vermeidet Provisorien und Eilaufträge. Und wer einen Raum zurückstellt, sollte die nötigen Leitungen trotzdem mitdenken, damit er ihn später ohne neue Baustelle fertigstellen kann.

Warum Stückwerk seine Kosten versteckt

Jedes Jahr ein Raum: Das wirkt wie die sanfte Variante, weil jede Rechnung für sich überschaubar bleibt. Was fehlt, ist die Summe darüber. Jede Etappe bringt ihre eigene Baustelle mit Abdecken, Staub und Handwerkern, die sich neu einrichten. Der neu verlegte Boden kann für eine Leitung wieder aufgehen, die frisch gemalte Wand für einen fehlenden Stromkreis.

Und zwischen den Etappen liegen Jahre, in denen sich Geschmack und Angebot ändern, sodass die Räume am Ende nicht mehr recht zueinanderpassen. Ein Gesamtkonzept nimmt Ihnen diese Risiken nicht vollständig ab, macht sie aber früher sichtbar. Das heißt nicht, dass alles auf einmal passieren muss. Eine Umsetzung in Etappen ist möglich, sobald ein Plan für die ganze Wohnung vorliegt und jede Etappe weiß, was nach ihr kommt.

Was Sie zum ersten Gespräch mitbringen können

Für ein Gespräch über Kosten brauchen Sie keine fertige Planung. Hilfreich sind drei Prioritäten, eine Liste mit dem, was Sie ärgert und was Sie sich wünschen, dazu Fotos und ein Grundriss oder eine Skizze. Legen Sie auch vorhandene Angebote dazu, selbst wenn sie nicht zueinanderpassen, und nennen Sie einen Rahmen als Größenordnung. Im Gespräch klärt sich dann, welche Blöcke bei Ihnen überhaupt eine Rolle spielen.

Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, ist kostenlos und findet am Telefon oder per Video statt. Das Projektblatt, das Ausgangslage, Ziele, Rahmen, offene Fragen und nächste Schritte zusammenfasst, bleibt unverbindlich. Ob und wie es weitergeht, entscheiden Sie danach in Ruhe.

Möchten Sie wissen, welche Kostenblöcke bei Ihrem Vorhaben zählen? Im kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten, per Telefon oder Video, sprechen Sie mit Richard Atelier über Umfang, Prioritäten und Ihren Rahmen. Sie können die Angebote mitbringen, die bisher nicht zusammenpassen wollen. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Kosten teilen sich in das Honorar, das Planen und Begleiten bezahlt, und die Bausumme für alles, was gebaut und gekauft wird.
  2. Einen Festpreis oder Quadratmeterpreis gibt es bei Richard Atelier nicht, das Honorar steht schriftlich fest, bevor die Arbeit beginnt.
  3. Eingriffstiefe, Anteil der Maßanfertigung und Ausstattungsniveau bewegen die Bausumme am stärksten.
  4. Eine verlässliche Aufstellung gibt es mit der Ausführungsplanung, als Reserve empfiehlt das Studio etwa zehn Prozent, im Altbau mehr.
  5. Sparen Sie bei dem, was sich leicht tauschen lässt, und investieren Sie in das, was nachträglich teuer wird.

Häufige Fragen

Was kostet ein Gesamtkonzept für meine Wohnung?

Das lässt sich ohne Kenntnis des Vorhabens nicht seriös sagen, weil Fläche, Zustand und Umfang stark auseinandergehen. Richard Atelier nennt daher keine Pauschale. Im kostenlosen Erstgespräch können Sie über Umfang, Prioritäten und Ihren Rahmen sprechen und bekommen eine erste Einordnung.

Kann man mit einem Quadratmeterpreis rechnen?

Nein. Gleich große Wohnungen können sehr unterschiedliche Eingriffe brauchen, deshalb wäre ein Quadratmeterpreis irreführend. Stattdessen wird das Budget auf konkrete Kostenblöcke verteilt, sodass Sie sehen, wohin das Geld fließt.

Wovon hängt das Honorar ab?

Vom Aufwand, von der Eingriffstiefe und von der Zahl der beteiligten Gewerke. Festgehalten wird es schriftlich, bevor die Arbeit beginnt. Lassen Sie sich dabei zeigen, welche Leistungen enthalten sind und wie Änderungswünsche behandelt werden.

Wie viel Reserve sollte ich einplanen?

Richard Atelier empfiehlt etwa zehn Prozent, im Altbau mehr, weil alte Häuser hinter der Wand gern noch etwas bereithalten. Das ist eine Faustregel. Wie viel in Ihrem Fall angemessen ist, hängt vom Zustand der Substanz ab.

Wann bekomme ich eine belastbare Kostenaufstellung?

Sobald die Ausführungsplanung steht und die Angebote der Gewerke vorliegen. Davor gibt es Einschätzungen, die mit jedem Schritt genauer werden, vom Erstgespräch über die Bestandsaufnahme bis zum Konzept.

Ist ein Gesamtkonzept auch bei begrenztem Budget sinnvoll?

Das kann es sein, weil knappe Mittel dann in die Räume fließen, die Sie täglich nutzen, und Arbeit nicht doppelt anfällt. Die Planung wird dem Rahmen angepasst, und nicht jedes Vorhaben braucht jeden Baustein gleich ausführlich.

Ich brauche nur eine neue Küche. Ist das ein Fall für ein Gesamtkonzept?

Nein, dafür sind wir direkt da. Küchen und Einbauschränke macht Tischlerkultur selbst. Richard Atelier kommt ins Spiel, wenn mehrere Räume, das Bad oder die ganze Wohnung zusammen gedacht werden sollen.

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