Ein Haus komplett neu gestalten
Vom Bestand zum neuen Konzept: in welcher Reihenfolge man ein ganzes Haus neu denkt und wie Planung und Gewerke zusammenfinden.
Gesamtkonzepte für Wohnung und Haus · Richard Atelier · Stand 2026-11-05
Die geschilderten Situationen und Werkstatt-Beispiele sind typische, frei erzählte Fälle zur Veranschaulichung – keine Berichte über bestimmte Kundenprojekte.
Kurz gesagt: Ein Haus gestaltet man komplett neu, indem man es in einer festen Reihenfolge angeht: Gespräch über den Alltag, Prüfung des Bestands, Konzept, Ausführungsplanung samt Kosten, Umsetzung, Abnahme. Entscheidend ist, dass jede Phase klärt, was die nächste braucht, und dass Innenraum und Gebäudehülle zusammenpassen. Unser Interior-Studio Richard Atelier plant ein solches Vorhaben als Ganzes und koordiniert die Gewerke.
Das Haus der Eltern gehört jetzt Ihnen, und eigentlich steht nur der Heizungstausch an. Dann fragt der Installateur, ob man bei der Gelegenheit nicht gleich die Bäder machen sollte. Am Abend stehen Sie in der Küche mit ihrer kleinen Durchreiche, zählen die Türen im Erdgeschoss und überlegen, warum man vom Wohnzimmer aus den Garten kaum sieht. Plötzlich geht es um viel mehr als eine Heizung. Auf dieser Seite zeigen wir, in welcher Reihenfolge sich ein ganzes Haus neu denken lässt und wie Planung und Gewerke dabei zusammenfinden.
Was „komplett neu“ tatsächlich umfasst
Wer ein ganzes Haus anpackt, landet schnell bei mehr als Möbeln und Anstrich. Sanierung und Interior Design greifen hier ineinander: Rohre und Kabel, Böden, Bäder und Küche kommen neu, der Grundriss wird auf den heutigen Alltag abgestimmt, und am Ende runden Einbauten, Beleuchtung und Möbel das Ganze ab. Bei Richard Atelier gelten dafür dieselben Grundsätze wie beim Gesamtkonzept für eine Wohnung, nur mit mehr Fläche, oft mit mehreren Geschoßen und mit Außenbezug.
Gerade im Haus zeigt sich, wie sehr alles zusammenhängt. Die Lage der Küche entscheidet über den Weg zum Garten, die Heizung über den Bodenaufbau, und der Bodenaufbau über Türhöhen und Anschlüsse. Wer einzelne Punkte herausgreift, legt damit oft unbemerkt auch die anderen fest. Deshalb lohnt es sich, vorab über alle Geschoße hinweg zu denken, auch wenn Sie das Vorhaben am Ende in Etappen umsetzen.
Innenraum und Gebäudehülle auseinanderhalten
Dach, Dämmung, Fassade und Fenster fallen unter die thermische Sanierung, für die meist ein Baumeister oder Architekt plant. Interior Design beschäftigt sich mit dem, was innen passiert. Trotzdem hängt beides zusammen: Mit einem neuen Fenster ändern sich Heizkörper, Vorhang und Einbauten, und eine größere Öffnung zur Terrasse verändert den ganzen Raum dahinter.
Fragen Sie deshalb früh, wer welchen Teil verantwortet, und halten Sie es fest. In einem Gesamtkonzept werden beide Seiten aufeinander abgestimmt, sodass die energetischen Maßnahmen zeitlich und technisch zum Plan für das Innere passen. Praktisch heißt das: Bevor ein Fensterauftrag vergeben wird, sollte klar sein, wo künftig Küche, Esstisch und Sofa stehen. Sonst planen Sie den Innenraum um Entscheidungen herum, die längst gefallen sind.
Phase 1: das Erstgespräch
Gezeichnet wird noch nichts, zuerst wird geredet: 30 Minuten, kostenlos und unverbindlich, am Telefon oder per Video. Richard Atelier fragt, wie Sie leben möchten, und zwar ganz konkret. Wer wohnt im Haus, und wer kommt zu Besuch? Was nervt jeden Morgen? Wird zu Hause gearbeitet? Was soll unbedingt bleiben, der alte Kachelofen vielleicht oder der Nussbaum vor dem Fenster? Auch der Zeit- und Budgetrahmen kommt zur Sprache, als Größenordnung. Eine Designentscheidung müssen Sie nicht mitbringen.
Zur Vorbereitung genügt wenig: drei Prioritäten, eine Liste mit dem, was Sie ärgert und was Sie sich wünschen, Fotos, ein Grundriss oder eine Skizze, dazu Bilder, die Ihnen gefallen oder missfallen. Ein unverbindliches Projektblatt fasst dann Ausgangslage, Ziele, Rahmen, offene Fragen und nächste Schritte zusammen.
Phase 2: die Bestandsaufnahme
Erst wenn bekannt ist, in welchem Zustand das Haus wirklich ist, lohnt sich das Zeichnen. Bei der Bestandsaufnahme vor Ort wird genau gemessen und festgehalten, was man vorfindet, und es bleibt Raum für ein ausführliches Gespräch über den Alltag. Bei Eingriffen in die Substanz kommt ein Statiker dazu. Manche Befunde sind erfreulich, etwa ein Parkett unter dem alten Teppich. Andere kosten Geld, und auch das ist nützlich zu wissen, solange noch nichts gebaut ist.
Bei älteren Häusern lohnt sich der Blick auf die folgenden Punkte. Welche Fachleute dafür nötig sind, hängt vom Haus ab. Auch die Frage, ob bei der Gemeinde etwas anzuzeigen oder zu bewilligen ist, gehört hierher und wird im Einzelfall mit den zuständigen Stellen geklärt.
- Statik: Welche Wände tragen, und was wäre für eine Öffnung nötig?
- Elektrik: wie alt die Kabel sind und wie gut abgesichert
- Sanitär: Zustand der Rohre, Lage der Fallstränge
- Heizung: Anlage, Verteilung, ob eine Flächenheizung infrage kommt
- Böden: was darunter liegt und welche Aufbauhöhe bleibt
- Schadstoffe: alte Baustoffe vor dem Abbruch fachgerecht untersuchen lassen
- Feuchtigkeit: Keller, Sockel und Bäder
Phase 3: das Konzept
In dieser Phase kommt das Gesagte zu Papier. Das Konzept ordnet die Räume neu, zieht Zonen ein und legt die Wege durchs Haus fest. Vielleicht fällt die Durchreiche, und Kochen und Wohnen rücken zum Garten hin zusammen. Vielleicht findet sich für den Arbeitsplatz ein ruhiges Eck unter der Stiege, und ein ungenutztes Zimmer im Obergeschoß schenkt dem Bad die fehlende Fläche. Parallel dazu entstehen die Materialrichtung und ein erstes Lichtkonzept, damit Sie sich das Ergebnis vorstellen können.
In dieser Phase ist Umdenken am einfachsten. Eine Wand auf dem Plan lässt sich mit einem Strich verschieben, auf der Baustelle kostet derselbe Gedanke Geld und Nerven. In der Regel gibt es ein bis zwei Überarbeitungen. Nehmen Sie Muster in die Hand, lesen Sie den Grundriss gemeinsam durch, und spielen Sie einen gewöhnlichen Morgen in Gedanken einmal komplett durch.
Phase 4: Ausführungsplanung und Kosten
Nun muss der Entwurf so genau werden, dass Handwerker danach arbeiten können. Dazu gehören Detailzeichnungen der Einbauten, Pläne für Strom, Wasser und Licht, die Bemusterung und die Auswahl von Geräten, Armaturen und Möbeln. Da nun klar ist, wo das Sofa steht, lässt sich auch die Steckdose richtig setzen. Kommt eine Flächenheizung, fällt die Entscheidung spätestens hier, weil davon Bodenaufbau und Beläge abhängen.
Aus diesen Plänen und den Angeboten der Gewerke entsteht die Kostenaufstellung. Für die Neugestaltung eines Hauses gibt es keinen Festpreis, dafür gehen Größe, Zustand, Ausstattung und Eingriffstiefe zu weit auseinander. Belastbar wird die Zahl erst an diesem Punkt. Davor geht es um Einschätzungen, und die sollten Sie auch so behandeln. Eine Reserve für das, was sich erst beim Öffnen zeigt, empfiehlt das Studio ausdrücklich.
Phase 5: Umsetzung, ein Gewerk nach dem anderen
Auf der Baustelle sieht man plötzlich viel, die meiste Denkarbeit ist aber schon getan. Nun kommt es auf die Abfolge an, denn ein Gewerk baut auf dem vorigen auf. Richard Atelier koordiniert die Gewerke und übernimmt die Verantwortung für Budget und Termine, Fachbetriebe für Elektro, Installation, Fliesen und Malerarbeiten arbeiten in einem gemeinsamen Zeitplan. Die Einbauten fertigt und montiert Tischlerkultur. Ein Generalunternehmer ist das Studio dabei nicht, die Vertragsform wird je Projekt geklärt.
- Schutz dessen, was bleibt
- Abbruch und Rückbau alter Beläge und Leitungen
- Durchbrüche und neue Wände
- Rohinstallation von Elektro, Sanitär und Heizung
- Estrich und Putz, danach ausreichend Zeit zum Trocknen
- Abdichtung und Fliesen in den Bädern
- Böden, Malerarbeiten, Türen
- Montage der Einbauten, Feininstallation, Möblierung
Phase 6: Abnahme und Einleben
Zum Schluss gehen alle gemeinsam durchs Haus. Laden werden aufgezogen, Türen geöffnet, Schalter gedrückt, offene Punkte kommen auf eine Mängelliste, und Sie bekommen die Unterlagen zu Geräten und Oberflächen. Erst das Wohnen zeigt dann, was noch feiner eingestellt werden will, ein Scharnier etwa oder eine Lichtstimmung. Das gehört zu einem so großen Vorhaben dazu.
Wichtig ist in dieser Phase vor allem eine Telefonnummer, unter der sich jemand zuständig fühlt. Und dann beginnt das, wofür das Ganze gedacht war: In der Küche wird gekocht, während jemand am Tisch die Zeitung liest, die Tür zum Garten bleibt im Sommer offen, und das Bad ist morgens kein Streitthema mehr. Ein Haus, das zum Alltag passt, fällt im Alltag kaum noch auf.
Wenn nicht alles auf einmal geht
Nicht jedes Haus wird in einem Zug fertig. Vielleicht soll das Obergeschoß warten, bis die Kinder ausgezogen sind, oder das Geld fließt zuerst in Heizung und Bäder. Etappen sind möglich, solange es vorher einen Plan für das ganze Haus gibt. Dann lässt sich beim ersten Schritt schon mitverlegen, was der spätere braucht, und der Boden im Erdgeschoß passt auch noch zu dem, was später oben kommt.
Geht es bei Ihnen erst einmal nur um die Küche oder um Einbauschränke, sind wir bei Tischlerkultur direkt Ihre Ansprechpartner. Sobald weitere Räume dazukommen oder das Bad an der Reihe ist, übernimmt Richard Atelier die Planung für das Ganze.
Steht bei Ihrem Haus mehr an als ein einzelner Auftrag? Im kostenlosen Erstgespräch mit Richard Atelier, 30 Minuten per Telefon oder Video, bekommt Ihre Liste eine Reihenfolge. Es genügt, wenn Sie Fotos und einen Grundriss griffbereit haben. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Haus entsteht in sechs Phasen neu: Erstgespräch, Bestandsaufnahme, Konzept, Ausführungsplanung, Umsetzung und Übergabe.
- Innenraum und Gebäudehülle müssen zusammenpassen, deshalb gehört die Lage der Räume vor den Fensterauftrag.
- Die Bestandsaufnahme klärt Statik, Leitungen, Heizung, Böden, Schadstoffe und Feuchtigkeit, bevor geplant wird.
- Im Konzept ist Umdenken am einfachsten, auf der Baustelle wird derselbe Gedanke teuer.
- Belastbar werden die Kosten mit der Ausführungsplanung, einen Festpreis gibt es für ein ganzes Haus nicht.
Häufige Fragen
Womit fängt man bei einem ganzen Haus an?
Mit dem Alltag: Wie möchten Sie in diesem Haus leben? Danach wird der Bestand geprüft, dann folgen Konzept, Ausführungsplanung samt Kosten, die Arbeit der Gewerke und die Abnahme. Bleibt man bei dieser Abfolge, muss auf der Baustelle weniger umgeworfen werden.
Kann man während der Sanierung im Haus wohnen?
Sobald Wasser, Strom und Böden betroffen sind, wird das sehr mühsam, vor allem mit Kindern. Ein Arbeiten in Abschnitten ist manchmal möglich, zieht das Ganze aber in die Länge. Sprechen Sie das Thema früh an, damit rechtzeitig eine Lösung gefunden wird.
Wer koordiniert die Handwerker?
Bei einem Gesamtkonzept von Richard Atelier liegt die Abstimmung der Gewerke samt Budget- und Terminverantwortung beim Studio. Sie haben einen Ansprechpartner für das Ganze. Die Vertragsform wird je Projekt geklärt.
Ist für den Umbau eine Baubewilligung nötig?
Das richtet sich nach dem konkreten Vorhaben und dem Ort und lässt sich nicht allgemein sagen. Klären Sie es vor Baubeginn im Einzelfall mit den zuständigen Stellen, etwa der Gemeinde, und mit den beteiligten Fachleuten.
Womit muss ich bei den Kosten rechnen?
Mit keinem Festpreis, weil jedes Haus anders groß, anders alt und anders ausgestattet ist. Verlässliche Zahlen entstehen mit der Ausführungsplanung. Eine erste Einordnung gibt es im kostenlosen Erstgespräch, das Sie zu nichts verpflichtet.
Wie lange dauert das?
Das hängt vom Umfang, vom Zustand des Hauses, von Lieferzeiten und von möglichen Abklärungen ab, und eine pauschale Angabe wäre wenig wert. Planen Sie großzügig Zeit ein und beginnen Sie früher, als Sie zunächst denken. Den Rahmen für Ihr Haus besprechen Sie am besten direkt mit dem Studio.
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