Einen Zweitwohnsitz aus der Ferne einrichten
Wenn Sie selten vor Ort sind: wie ein Zweitwohnsitz mit einem Konzept, klaren Freigaben und koordinierten Gewerken entstehen kann.
Gesamtkonzepte für Wohnung und Haus · Richard Atelier · Stand 2026-11-05
Die geschilderten Situationen und Werkstatt-Beispiele sind typische, frei erzählte Fälle zur Veranschaulichung – keine Berichte über bestimmte Kundenprojekte.
Kurz gesagt: Ein Zweitwohnsitz wird für das Ankommen geplant und nicht für den Dauerbetrieb: Er ist sofort bewohnbar, verträgt lange Abwesenheit, braucht wenig Pflege und bleibt trotzdem ganz Ihre Wohnung. Aus der Ferne gelingt das mit einem klaren Konzept, festen Freigaben und einer Stelle, bei der alles zusammenläuft. Richard Atelier, unser Interior-Studio, plant und koordiniert das, Küche und Einbauschränke kommen von Tischlerkultur.
Stellen Sie sich vor, Sie sperren an einem Freitagabend die Tür Ihrer zweiten Wohnung auf. Die Luft steht, die Heizung läuft erst seit Ihrer Ankunft, und die Bettwäsche liegt noch im Koffer. In der Küchenlade finden Sie drei Löffel, aber keinen Korkenzieher. Bis alles so ist, wie Sie es mögen, ist der erste Abend vorbei, und in der eigenen Wohnung waren Sie wieder nur zu Gast. Diese Seite zeigt an einer typischen Situation, was an einer zweiten Wohnung anders ist und wie sie entsteht, wenn Sie während der Planung selten vor Ort sind.
Warum ein Zweitwohnsitz nach anderen Regeln funktioniert
Eine zweite Wohnung ist mehr als eine kleine Ausgabe der ersten, denn sie lebt in einem eigenen Takt: Lange ist niemand da, dann wird sie kurz und intensiv genutzt, gleich nach der Anreise und nicht selten gemeinsam mit Gästen. Zwischen den Aufenthalten darf nichts geschehen, das Sie aus der Entfernung nicht beherrschen.
Das verändert viele Entscheidungen. Zu Hause wird die Zimmerpflanze täglich gegossen, ein Stoff in der Sonne verblasst langsam, und der Kühlschrank ist ohnehin gefüllt. In einer Wohnung, die oft leer steht, geht das nicht ohne Weiteres. Sie muss auch ohne Bewohner in Ordnung bleiben und gleich nach der Ankunft ohne Einkauf und Kofferausräumen funktionieren.
Dazu kommt die Versuchung, schnell zu möblieren, um die Sache abzuschließen. Dann bleibt jeder Aufenthalt eine kleine Übersiedlung, und die Wohnung wird zur zweiten Baustelle im Kopf. Ein durchdachtes Konzept kostet am Anfang etwas mehr Aufmerksamkeit und nimmt Ihnen danach dauerhaft Arbeit ab.
Der typische Aufenthalt als Planungsgrundlage
Auch hier gilt die Leitfrage von Richard Atelier: Wie möchten Sie leben? Beim Zweitwohnsitz lässt sie sich besonders konkret beantworten, nämlich durch das gedankliche Durchspielen eines normalen Aufenthalts. Wann kommen Sie an, müde oder ausgeruht? Kochen Sie gern für Gäste oder gehen Sie lieber aus? Arbeiten Sie dort auch, und wer übernachtet gelegentlich mit?
Aus den Antworten entstehen Anforderungen, die mit dem Einrichtungsstil zunächst nichts zu tun haben. Sie sind das Gerüst für alles, was danach kommt, und sie verhindern, dass man eine Wohnung nach Bildern plant statt nach dem Leben darin.
- Ein Schlafzimmer, das ganz finster wird, wenn Sie nach der Anreise in den Tag hinein schlafen
- Eine kleine, aber vollständige Küche, sofern dort für Gäste gekocht werden soll
- Ein Schreibtisch mit passendem Licht und ruhigem Hintergrund für Videogespräche
- Ein Schlafplatz für Besuch, der im Alltag nicht im Weg steht
- Platz für Kleidung vor Ort, damit weniger ins Gepäck muss
Aufsperren und da sein
Über das Gefühl in dieser Wohnung bestimmt vor allem die erste halbe Stunde: zu Hause oder auf Besuch. Stellen Sie sich dieselbe Ankunft nochmals vor, nur anders: Das Gepäck bekommt seinen festen Platz, die Jacke ihren Haken, die Wohnung ist schon warm, und das Teewasser läuft, bevor Sie überhaupt den Mantel ausgezogen haben.
Dafür braucht es eine bewusst zusammengestellte Grundausstattung, die immer in der Wohnung bleibt. Sie verlangt mehr Stauraum, als man in einer kleinen Wohnung vermutet, weshalb das Stauraumkonzept hier keine Nebensache ist. Ein raumhoher Einbauschrank im Vorzimmer kann Garderobe, Koffer und Haushaltsdinge an einem Ort aufnehmen. Solche Schränke fertigt und montiert Tischlerkultur auf Maß.
- Kleidung für die Jahreszeit, in der Sie am öftesten kommen, dazu ein Fach für Alltägliches
- Zwei Garnituren Bettzeug und Handtücher, damit Sie vor der Abreise frisch beziehen können
- Eine Vorratslade mit Haltbarem für den ersten Abend, etwa Pasta, Öl und Kaffee
- Feste Plätze für Ladegeräte, Steckdosen neben dem Bett und beim Schreibtisch
- Ankunftsplatz im Vorzimmer mit Ablage für den Koffer und einem Fach für Schlüssel und Post
Oberflächen für eine oft leere Wohnung
Eine Wohnung, die oft leer steht, stellt besondere Anforderungen an Oberflächen und Textilien. Das Licht fällt tagelang auf dieselben Stellen, die Luft steht, und der Staub bleibt liegen. Warm und persönlich soll der Raum dennoch wirken und nicht nach Hotelzimmer aussehen. Das ist keine Frage des Stils, sondern der richtigen Materialwahl.
Beim Boden sind ruhige, robuste Beläge wie geölte Eiche oder Naturstein naheliegend. Für Arbeitsflächen eignen sich dichte, fleckunempfindliche Materialien wie Naturstein oder Dekton, die Tischlerkultur auch in Küchen verarbeitet. Bei Vorhängen zählen Lichtechtheit und Waschbarkeit, bei Polstern strapazierfähige Stoffe und abnehmbare Bezüge.
Aufpassen sollte man beim Verblassen. Sonne verändert Leinen, geöltes Holz und einige Ledersorten. Wird dort gewohnt, verteilt sich das meist gleichmäßig, bei langem Leerstand mit offenen Vorhängen zeichnen sich leichter Kanten ab. Dann hilft es, vor der Abreise zu verdunkeln oder eine Zeitsteuerung vorzusehen. Auf Pflanzen darf man im Zweifel verzichten: Objekte oder getrocknete Zweige überstehen jede Abwesenheit.
Technik, die unauffällig aufpasst
Etwas Haustechnik zahlt sich hier besonders aus. Gemeint sind wenige verlässliche Funktionen, keine blinkenden Spielereien. Sie sollen Ihnen die Sorge abnehmen, die man sonst unbewusst immer mitträgt: Ist alles in Ordnung, wenn gerade niemand hinschaut?
Ebenso wichtig ist eine Regel, die oft übersehen wird: Jede Funktion muss auch ohne Handy zugänglich bleiben. Wer in Ihrer Abwesenheit nach dem Rechten sieht, eine Vertrauensperson etwa, soll Licht und Heizung einschalten können, ohne eine Einschulung zu brauchen. Welche Funktionen in Ihrer Wohnung sinnvoll sind, wird im Konzept festgelegt, die Umsetzung übernehmen Fachbetriebe.
- Heizung per Fernzugriff: warm bei der Ankunft, sparsam in den Zeiten dazwischen
- Wassermelder an heiklen Stellen wie Abwasch und Waschmaschine, die Sie bei einem Leck verständigen
- Automatische Beschattung, damit die Sonne nicht tagelang auf Boden und Stoffe fällt
- Stabiles WLAN, das auch nach langer Abwesenheit einfach funktioniert
Planen, wenn Sie selten vor Ort sind
Die größte Sorge ist meist: Wie soll das klappen, wenn ich gar nicht da bin? Die Antwort liegt in klaren Abläufen. Schon das Erstgespräch mit Richard Atelier braucht keine Anreise, es findet per Telefon oder Video statt. Für das Aufmaß und die Bestandsaufnahme muss allerdings jemand in die Wohnung, und manche Entscheidungen trifft man nur im Raum selbst.
Bei Richard Atelier endet jede Phase mit einer Freigabe und jedes Gespräch mit einem kurzen Protokoll. Gerade aus der Ferne ist das viel wert: Sie wissen jederzeit, was entschieden ist und was noch offen bleibt. Richard Dobrohruschka wird auf der Website des Studios als durchgehender Ansprechpartner beschrieben. Sie müssen also nicht selbst zwischen Handwerkern, Lieferanten und Planern vermitteln.
Damit es aus der Ferne funktioniert, sollten Sie zu Beginn gemeinsam festlegen, was von dieser Liste für Sie passt und wie oft Sie informiert werden möchten.
- Eine Person, bei der alle Fragen zusammenlaufen
- Vereinbarte Gesprächstermine, die zu Ihrem Alltag und einer möglichen Zeitverschiebung passen
- Entscheidungsvorlagen mit Bildern und echten Mustern, nicht nur am Bildschirm
- Fotos vom Stand der Arbeiten, damit Sie den Fortschritt sehen, ohne anzureisen
- Gebündelte Vor-Ort-Termine für Farben, Lichtstimmung und Möbelstellung
Wenig Fläche, und nichts fehlt
Die zweite Wohnung fällt oft kleiner aus als die erste. Darin steckt ein Vorteil: Wenig Fläche zwingt zur Entschlossenheit, und das tut Räumen gut. Jedes Stück hat dann seinen Grund, und nichts steht nur herum, weil es einmal da war.
Eine kurze Küchenzeile kann vollständig sein, wenn sie gut geplant ist: Kochfeld samt Dunstabzug, ein kleiner Backofen, ein Kühlschrank mit Gefrierfach, genug Arbeitsfläche zum Schneiden. Öffnet sie sich zum Wohnraum, bleibt die Köchin oder der Koch beim Gespräch dabei. Solche Küchen plant und baut Tischlerkultur. Wie viel auch auf wenig Raum geht, beschreibt unsere Seite zur kleinen Küche.
Auch der Schlafplatz für Besuch braucht kein eigenes Zimmer. Ein breites Tagesbett mit Bettkasten ist untertags ein Platz zum Lesen und nachts eine richtige Schlafgelegenheit. Der Schreibtisch steht idealerweise so, dass im Videogespräch eine ruhige Wand zu sehen ist und nicht das Bett. Es sind diese Kleinigkeiten, die aus einer kleinen Wohnung eine fertige machen.
Wer was macht und wie Sie anfangen
Bei einem Zweitwohnsitz, der mehrere Räume betrifft, ist Richard Atelier die richtige Adresse: Das Studio plant und kuratiert Konzept, Licht, Materialien und Möblierung und koordiniert die Gewerke. Tischlerkultur fertigt und montiert die Einbauten, und für Elektro, Installation, Fliesen und Malerarbeiten kommen eigene Fachbetriebe in einem gemeinsamen Zeitplan dazu. Geht es Ihnen nur um eine Küche oder einen Schrank, kommen Sie direkt zu uns.
Der Schwerpunkt des Studios liegt in Wien und Umgebung. Liegt Ihre Wohnung anderswo, klären Sie im Erstgespräch, ob und wie das Vorhaben dort möglich ist. Für dieses Gespräch reichen Fotos, ein Grundriss, falls vorhanden, und eine kurze Beschreibung, wie Sie die Wohnung nutzen möchten. Es ist kostenlos, dauert 30 Minuten und findet per Telefon oder Video statt, also auch von weit weg.
Danach fasst ein Projektblatt zusammen, was besprochen wurde, und nennt die nächsten Schritte. Das Honorar für die Planung wird vorab schriftlich vereinbart. Es hängt vom Aufwand, von der Eingriffstiefe und von der Zahl der Gewerke ab.
Möchten Sie in Ihrer zweiten Wohnung ankommen, statt erst einzurichten? Unser Interior-Studio Richard Atelier bespricht Ihr Vorhaben im kostenlosen Erstgespräch per Telefon oder Video, auch aus der Ferne. Danach wissen Sie, welche nächsten Schritte für Ihre Wohnung sinnvoll sind. Kostenlos anfragen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Zweitwohnsitz wird für das Ankommen und für lange Abwesenheit geplant, nicht für den Dauerbetrieb.
- Spielen Sie zuerst einen typischen Aufenthalt durch, denn daraus ergeben sich die Anforderungen.
- Eine feste Grundausstattung und genug Stauraum nehmen jeder Anreise die Umzugsstimmung.
- Wenige verlässliche Technikfunktionen helfen, sie müssen aber auch ohne Handy bedienbar sein.
- Aus der Ferne tragen klare Freigaben, kurze Protokolle und eine einzige Ansprechperson das Projekt.
Häufige Fragen
Kann man einen Zweitwohnsitz aus der Ferne einrichten?
Ja, wenn die Abläufe klar sind. Vieles geht über Videogespräche, Fotos, Pläne und Muster. Für Aufmaß und einige Entscheidungen wie Farben oder Lichtstimmung braucht es Termine vor Ort, die sich aber bündeln lassen.
Worauf kommt es bei der Einrichtung am meisten an?
Auf die Ankunft und die Abwesenheit. Die Wohnung sollte ohne Einkauf und Auspacken sofort bewohnbar sein und wochenlanges Leerstehen gut vertragen. Der Stil kommt danach und darf ganz persönlich sein.
Welche Materialien eignen sich für eine oft leere Wohnung?
Robuste, pflegeleichte und möglichst lichtbeständige. Etwa geölte Eiche oder Naturstein am Boden, dichte Arbeitsflächen in der Küche, Vorhänge mit gutem Lichtschutz und Polster mit abnehmbaren Bezügen. Bei Naturfasern und Leder sollte man auf das Ausbleichen achten.
Braucht ein Zweitwohnsitz ein Smart Home?
Ein großes System ist nicht nötig, einige Funktionen sind aber sehr hilfreich: Heizung aus der Ferne, Wassermelder und eine Zeitsteuerung für den Sonnenschutz. Wichtig ist, dass auch eine Vertrauensperson alles ohne Handy bedienen kann.
Wo arbeitet Richard Atelier?
Der Schwerpunkt liegt in Wien und Umgebung. Andere Orte werden im Erstgespräch geklärt. Das Gespräch findet per Telefon oder Video statt und setzt daher keine Anreise voraus.
Muss ich alles auf einmal einrichten?
Nicht unbedingt. Einzelne Phasen, etwa nur ein Konzept, lassen sich grundsätzlich beauftragen, und auch eine Umsetzung in Etappen ist möglich, wenn der Plan für das Ganze zuerst steht. Den größten Nutzen sieht das Studio in Planung und Umsetzung zusammen.
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