Hauswirtschaftsraum und Abstellraum einrichten

Hauswirtschaftsraum nach Maß: Waschmaschine und Trockner übereinander, Wäschekörbe, Bügelbrett, Vorratsregale, Besenschrank – Ordnung auf kleinstem Raum.

Schränke für jeden Raum · Einbauschränke nach Maß · Stand 2026-11-04

Kurz gesagt: Waschmaschine, Trockner, Vorräte und Putzmittel finden auf wenig Fläche Platz, wenn der Hauswirtschaftsraum als Möbel geplant wird: Geräte übereinander oder nebeneinander in belüfteten Nischen, darüber eine Arbeitsfläche zum Falten, Wäschekörbe als Auszüge, ein ausziehbares Bügelbrett, Vorratsregale bis zur Decke und ein Besenschrank mit Steckdose. Wir in Münchendorf planen das nach Naturmaß und den Vorgaben der Geräte und fertigen es als Einbaumöbel zum Fixpreis vor Auftrag.

Der Raum neben der Küche des Reihenhauses in Schwechat war 2,20 m breit und 1,80 m tief, und er hieß im Bauplan „Abstellraum“. Beim Vor-Ort-Termin standen darin Waschmaschine und Trockner nebeneinander an der Rückwand, darüber ein Drahtregal mit Waschmittel, an der Seite das Bügelbrett, davor drei Wäschekörbe, dahinter die Vorräte in Kartons, und die Tür ging nur halb auf. Die Familie wollte, dass der Raum tut, was sein Name sagt: Wäsche waschen, trocknen, falten, Vorräte lagern – und dass man dafür nicht erst drei Dinge zur Seite rückt. Ein Hauswirtschaftsraum nach Maß ist weniger ein Schrank als eine kleine Werkstatt. Auf dieser Seite erklären wir, wie Waschmaschine und Trockner ins Möbel kommen, warum Lüftung dabei das wichtigste Detail ist, wie Wäschekörbe, Bügelbrett und Vorräte Platz finden und wie der Abstellraum in Schwechat zum Hauswirtschaftsraum wurde.

Der Hauswirtschaftsraum als Möbel: was auf 4 m² alles passiert

Ein Hauswirtschaftsraum hat Aufgaben, die in jeder anderen Wohnung über drei Räume verteilt sind: Wäsche waschen und trocknen, Wäsche falten und bügeln, Putzmittel und Geräte lagern, Vorräte aufbewahren, oft auch Getränke, Werkzeug und das, was im Vorraum nicht mehr passt. Auf 4 m² heißt das: jede Wand bis zur Decke, jeder Zentimeter Tiefe, eine klare Reihenfolge.

Die Reihenfolge folgt der Wäsche. Sie kommt schmutzig herein und braucht einen Platz zum Sortieren – Körbe in Auszügen. Sie geht in die Maschine, von dort in den Trockner oder auf den Ständer. Sie wird gefaltet, dafür braucht es eine Fläche in Arbeitshöhe. Sie wird gebügelt, dafür ein Brett, das nicht im Weg steht. Und sie geht hinaus. Ein Hauswirtschaftsraum, der diesem Weg folgt, spart täglich Wege und Handgriffe.

Beim Vor-Ort-Termin schauen wir uns deshalb nicht nur die Maße an, sondern die Anschlüsse: Wo sind Wasser, Abfluss, Steckdosen? Wo ist die Lüftung, gibt es ein Fenster? Und wir fragen, wie gewaschen wird – jeden Tag oder einmal die Woche, mit Trockner oder auf der Leine. Die Antwort bestimmt, wie viel Platz die Körbe brauchen und ob das Bügelbrett ausziehbar sein muss oder in den Schrank darf.

Waschmaschine und Trockner: übereinander oder nebeneinander?

Beide Geräte sind in der Regel 60 cm breit, 60 bis 65 cm tief und 85 cm hoch. Nebeneinander brauchen sie 1,25 m Wand und lassen darüber eine durchgehende Arbeitsfläche zu – die bequemste Lösung, wenn der Platz da ist. Übereinander brauchen sie nur 65 cm Breite, dafür 1,80 m Höhe, und der Trockner oben ist in Augenhöhe zu beladen, die Waschmaschine unten bleibt wie gewohnt.

Für den Turm gibt es zwei Wege: einen Zwischenbaurahmen des Herstellers, der den Trockner auf der Waschmaschine sichert, oder – die Tischlerlösung – ein Möbel mit einem tragenden Fachboden, auf dem der Trockner steht, ohne die Waschmaschine zu berühren. Der zweite Weg ist ruhiger, weil die Vibration der Waschmaschine nicht auf den Trockner übergeht, und er lässt zwischen den Geräten eine Lade für Waschmittel.

In Schwechat war die Wand 2,20 m breit, und wir entschieden uns für den Turm: 65 cm an der linken Seite, daneben 1,55 m für Arbeitsfläche, Körbe und Vorräte. Die Waschmaschine steht auf dem Boden, nicht im Möbel, mit 2 cm Luft an jeder Seite – ein Gerät, das beim Schleudern wandert, darf die Seitenwände nicht berühren. Der Trockner steht auf einem 30 mm starken Boden, der in den Seiten verankert ist.

Lüftung: warum Trockner und Waschmaschine im Schrank Luft brauchen

Das wichtigste Detail beim Einbau von Wäschegeräten ist nicht das Maß, sondern die Luft. Ein Wärmepumpentrockner – heute der Normalfall – zieht Raumluft an, kühlt sie und gibt Wärme ab; die Lufteinlässe sitzen meist vorne unten, und die Hersteller verlangen, dass sie frei bleiben. Eine Waschmaschine gibt beim Waschen Wärme und Feuchtigkeit ab. In einem geschlossenen Schrank ohne Luftwechsel staut sich beides: Der Trockner läuft länger und schaltet im schlimmsten Fall ab, und die Feuchte schlägt sich an den Möbelwänden nieder.

Wir planen deshalb jede Gerätenische mit Zu- und Abluft: Lüftungsgitter oder ein offener Sockel unten, ein Spalt oder Gitter oben, und die Rückwand mit Abstand zur Mauer, damit die Luft hinter dem Gerät aufsteigen kann. Die Maße richten sich nach der Aufstellanleitung des Geräts, die wir vor der Planung anfordern – sie nennt die Mindestabstände und die Lüftungsquerschnitte. Bei Türen vor den Geräten verwenden wir Lamellen oder Gitterfelder, keine geschlossenen Fronten.

Ablufttrockner, die die feuchte Luft über einen Schlauch nach draußen blasen, brauchen einen Wanddurchbruch oder ein Fenster; im geschlossenen Möbel sind sie nur mit fester Abluftleitung möglich. Und der Raum selbst braucht Luft: ein Fenster, ein Lüfter oder zumindest ein Lüftungsgitter in der Tür. Der Hauswirtschaftsraum in Schwechat bekam einen kleinen Abluftventilator mit Feuchtesensor – er läuft, wenn gewaschen wird, und niemand muss daran denken.

Wäschekörbe, Arbeitsfläche, Bügelbrett: der Weg der Wäsche

Die Wäsche braucht vor dem Waschen einen Platz zum Sammeln und Sortieren. Die Lösung, die sich bewährt, sind Auszüge mit Körben: zwei oder drei Körbe aus Draht oder Stoff in einem Unterschrank, die wie eine Lade herauskommen, mit 40 bis 50 cm Höhe je Korb. Dunkel, hell, Feinwäsche – jeder Korb ein Programm. Wer ein Bad im Obergeschoss hat, bekommt den Korb dort; der Hauswirtschaftsraum nimmt die Körbe für das, was gleich gewaschen wird.

Die Arbeitsfläche zum Falten liegt auf 90 cm Höhe, wie in der Küche, und sollte mindestens 80 cm breit sein – auf einem Trocknerturm oder neben den Geräten. Als Material eignet sich alles, was Feuchtigkeit verträgt: Compact-Platten, Dekton, oder eine beschichtete Platte mit abgedichteten Kanten. Über der Fläche hängt eine Stange für Hemden, die aus dem Trockner direkt auf den Bügel kommen.

Das Bügelbrett ist das Teil, das am meisten im Weg steht und am seltensten gebraucht wird. Es gehört in einen Auszug: ein Brett, das aus einem Unterschrank herausfährt und sich aufklappt, 1 m lang, mit Steckdose daneben. Oder in ein Hochfach mit 15 cm Breite, wo es steht, bis es gebraucht wird. In Schwechat wurde es der Auszug unter der Arbeitsfläche, mit der Steckdose in der Rückwand.

Aus der Werkstatt: der Hauswirtschaftsraum in Schwechat

Ausgangslage: 2,20 × 1,80 m, Raumhöhe 2,55 m, Tür an der kurzen Seite mit Anschlag nach innen, kein Fenster, Wasser und Abfluss an der Rückwand links, eine Steckdose. Waschmaschine und Trockner, Bügelbrett, drei Körbe, Vorräte für eine vierköpfige Familie, Staubsauger, Getränkekisten. Wunsch: alles hinter Türen, Platz zum Falten, die Tür soll ganz aufgehen.

Die Entscheidung: die Rückwand wird zur Gerätewand. Links der Turm mit Waschmaschine unten und Trockner oben, davor Lamellentüren, dazwischen eine flache Lade für Waschmittel. Rechts daneben ein Unterschrank mit zwei Korbauszügen und dem Bügelbrettauszug, darüber die Arbeitsfläche aus Compact in Hellgrau und eine Stange unter dem Oberschrank. Die rechte Längswand bekam ein 35 cm tiefes Regal bis zur Decke für Vorräte, mit Türen unten und offenen Fächern oben, und ein Hochfach für den Staubsauger mit Steckdose. Die Tür wurde zur Schiebetür vor der Wand – das brachte 80 cm Bewegungsfläche.

Für die Lüftung: ein Abluftventilator mit Feuchtesensor in der Decke, offener Sockel unter dem Turm, Gitter oben. Fertigung in Münchendorf in fünf Wochen, Montage an einem Tag; die Geräte schlossen unsere Monteure an und prüften den Schleudergang mit offener und geschlossener Tür. Die Familie wäscht seither mit offener Zimmertür und geschlossenen Schranktüren – man hört es kaum.

Vorräte, Putzmittel, Geräte: Regale, die zum Inhalt passen

Vorräte brauchen Tiefe nach Inhalt. Konserven, Gläser und Flaschen stehen am besten in 20 bis 30 cm tiefen Fächern in einer Reihe – in tieferen Regalen verschwindet die hintere Reihe und wird vergessen. Getränkekisten brauchen 35 cm Tiefe und ein Fach direkt am Boden, aus dem man sie herauszieht, ohne zu heben. Küchengeräte, die selten gebraucht werden, gehen in tiefe Fächer oben.

Putzmittel gehören in ein eigenes Fach mit Tür, in Griffhöhe, mit einem Boden, der Flüssigkeit verträgt, und außer Reichweite von Kindern, wenn welche im Haus sind. Der Besenschrank mit 40 bis 50 cm Breite nimmt Staubsauger, Besen, Wischer und das Bügelbrett auf, wenn es nicht im Auszug sitzt; eine Steckdose darin lädt den Akkusauger und den Fensterreiniger.

Die Raumhöhe nutzen wir ganz: Oberhalb von 2 m liegt das Archiv – Weihnachtsschmuck, Reisegepäck, die Kiste mit Kabeln. Ein Tritt, der in einem Sockelauszug steckt, macht die oberste Reihe erreichbar, ohne dass eine Leiter im Raum steht. Im Schauraum zeigen wir Auszüge, Körbe und Beschläge, die das aushalten – ein Hauswirtschaftsraum wird härter benutzt als jedes Wohnzimmermöbel.

Material und Oberflächen: was Feuchtigkeit und Putzmittel aushält

Der Hauswirtschaftsraum ist feucht, warm und voller Chemie, und die Möbel müssen das über Jahre wegstecken. Korpusse aus beschichteter Platte mit sauber verschlossenen Kanten, damit kein Dampf in die Platte zieht; Sockel in Kunststoff oder Aluminium statt Holz, weil dort der Wischmopp entlangfährt; Rückwände, die hinterlüftet sind. Bei den Fronten reicht eine robuste beschichtete Oberfläche oder matter Lack – Fenix ist hier nicht nötig, außer der Raum ist vom Vorraum aus sichtbar.

Die Arbeitsfläche verdient mehr: Compact-Platten aus Vollkern sind wasserfest und unempfindlich, Dekton trägt Bügeleisen und Waschmittel ohne Spur davon. Beides gibt es in Formaten, die ohne Fuge über die gesamte Breite reichen.

Und die Technik: Steckdosen für Waschmaschine, Trockner, Bügeleisen, Akkusauger und Lüfter, ein Wasserhahn, der erreichbar bleibt, ein Abfluss, der nicht hinter dem Möbel verschwindet. Das legen wir beim Vor-Ort-Termin mit dem Installateur fest, und es steht im Angebot mit allen Positionen – der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen. Fertigung in der Regel fünf bis sechs Wochen, Montage an einem Tag mit unserem eigenen Team, inklusive Anschluss der Geräte.

In Ihrem Abstellraum geht die Tür nur halb auf? Schicken Sie uns ein Foto, die Raummaße und die Modelle Ihrer Geräte – wir planen innerhalb von 24 Stunden eine erste Aufteilung mit Lüftung und Anschlüssen. Naturmaß vor Ort, Fixpreis vor Auftrag, Montage inklusive Geräteanschluss. Kostenlos anfragen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Waschmaschine und Trockner nebeneinander brauchen 1,25 m Wand, übereinander 65 cm – der Trockner steht dann auf einem tragenden Fachboden.
  2. Lüftung ist das wichtigste Detail: Zu- und Abluft an jeder Gerätenische, Lamellentüren statt geschlossener Fronten, Abstände nach Aufstellanleitung.
  3. Der Raum folgt dem Weg der Wäsche: Körbe in Auszügen, Arbeitsfläche auf 90 cm, Bügelbrett im Auszug, Stange für Hemden.
  4. Vorräte in flachen Fächern mit 20 bis 30 cm Tiefe, Getränkekisten am Boden, Putzmittel hinter Tür, Besenschrank mit Steckdose.
  5. Feuchtefeste Korpusse, Compact oder Dekton als Arbeitsfläche, Anschlüsse vor der Planung geklärt – Fixpreis vor Auftrag.

Häufige Fragen

Kann man Waschmaschine und Trockner in einen Schrank einbauen?

Ja, wenn die Nische belüftet ist: Zuluft unten über Gitter oder offenen Sockel, Abluft oben, Abstand der Rückwand zur Wand, Lamellen- oder Gittertüren statt geschlossener Fronten. Die Mindestabstände stehen in der Aufstellanleitung des Geräts und sind die Basis der Planung.

Wie viel Platz braucht ein Waschturm?

Etwa 65 cm Breite, 65 bis 70 cm Tiefe inklusive Anschlüsse und 1,80 bis 1,90 m Höhe. Der Trockner steht auf einem tragenden Boden mit mindestens 30 mm Stärke, der in den Seitenwänden verankert ist, die Waschmaschine darunter am Boden mit 2 cm Luft an den Seiten.

Welche Arbeitsplatte eignet sich im Hauswirtschaftsraum?

Compact-Platten aus Vollkern oder Dekton – beide wasserfest, hitzebeständig und unempfindlich gegen Waschmittel. Eine beschichtete Platte mit abgedichteten Kanten ist die wirtschaftlichere Variante, hält aber bei dauernder Feuchte weniger lang.

Wohin mit dem Bügelbrett?

In einen Auszug unter der Arbeitsfläche, der sich herauszieht und aufklappt, mit Steckdose daneben, oder in ein 15 cm breites Hochfach, in dem es aufrecht steht. Beides hält es aus dem Weg, bis es gebraucht wird.

Braucht der Hauswirtschaftsraum ein Fenster oder einen Lüfter?

Eines von beiden. Waschmaschine und Trockner geben Wärme und Feuchtigkeit ab, und ohne Luftwechsel bildet sich Schimmel. Ohne Fenster planen wir einen Abluftventilator mit Feuchtesensor und ein Lüftungsgitter in der Tür.

Wie starte ich die Planung eines Hauswirtschaftsraums?

Mit einem Foto des Raums, den Maßen und den Modellen von Waschmaschine und Trockner. Damit schlagen wir innerhalb von 24 Stunden eine Aufteilung vor. Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir das Naturmaß und klären die Anschlüsse; der Preis steht fest, bevor Sie beauftragen.

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